ESC-Finale 2017: In Hamburg stieg die große Party

ESC FinaleESC FinaleBildrechte: Flickr Eurovision Song Contest Jury Final, 2016 David Jones CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Am Samstagabend saßen erneut Millionen von Zuschauern vor den Bildschirmen, um das Finale des größten internationalen Musikwettbewerbs – des Eurovision Song Contests – mitzuverfolgen. In Hamburg wird ein solch großes Ereignis am liebsten gemeinschaftlich gefeiert, und so stieg auf dem Spielbudenplatz auch in diesem Jahr wieder eine grandiose Grand-Prix-Party. Bei den mehreren Tausend Besuchern sorgten Künstler wie Helene Fischer, Nicole und die Kelly Family – trotz vorletztem Platz für Deutschland – für ausgelassene Partystimmung.

Tausende von Zuschauern feiern das ESC-Finale 2017

Manch einer konnte sich vor Vorfreude und Spannung kaum noch halten: An diesem Samstag fand bereits zum 62. Mal das große Finale des berühmten Grand Prix statt. Die 26 Finalisten traten diesmal in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gegeneinander an und durften vor Millionen Zuschauern ihr Talent unter Beweis stellen. Trotz zahlreicher Talente, klangvoller Songs und beeindruckender Performances konnte es am Ende nur einen Sieger geben – und zwar den Portugiesen Salvador Sobral, der sich mit seinem besinnlichen Jazz-Walzer „Amar pelos dois“ in die Herzen der Zuschauer und der internationale Jury sang.

Die Hamburger konnten das Spektakel, das ab 21 Uhr unter anderem von der ARD übertragen wurde, auf einer riesigen Leinwand auf der Reeperbahn mitverfolgen. Und auch in diesem Jahr kam das große Public Viewing nicht ohne den traditionellen Countdown und die anschließende Party aus. Auf Deutschlands größter ESC-Feier sorgten unter anderem Helene Fischer, Joy Denalane, Mando Diao und Nicole – die Gewinnerin des Eurovision Song Contests von 1982 – auf der großen Reeperbahn-Bühne für Unterhaltung und nicht zuletzt Aufmunterung. Und das war insbesondere bei der Party nach dem großen Finale mehr als nötig. Denn auch in diesem Jahr hatte Deutschland nicht ganz so viel Glück und belegte mit gerade einmal sechs Punkten den vorletzten von 26 möglichen Plätzen.

Die vieldiskutierte Punktevergabe beim ESC

Dabei sah beim deutschen Vorentscheid alles noch so gut aus. Die junge Levina hatte das Publikum mit ihrer unverwechselbaren Stimme überzeugt und sollte für Deutschland beim 62. Eurovision Song Contest endlich mal wieder das Rennen machen. Trotz guter Leistung reichte es leider nicht aus, um sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen. Da half auch das freundschaftliche Verhältnis zu den Nachbarländern nicht. Insbesondere in den vergangenen Jahren wurde viel über die Punktevergabe von „verbündeten“ Ländern diskutiert. Nicht zuletzt die DACH-Nationen konnten diesbezüglich auf ihre „Verbündeten“ zählen. Für Deutschland gab es in den letzten 10 Jahren die meisten Punkte aus der benachbarten Schweiz. Die Teilnehmer aus der Schweiz wiederum wurden von Großbritannien am besten bewertet. Und die Teilnehmer aus Österreich bekamen die meisten Punkte aus den Niederlanden. Doch in diesem Jahr war zumindest für Deutschland alles ein wenig anders: Für Levina gab es drei Jury-Punkte aus Irland und insgesamt drei von den Zuschauern.

Damit schlussendlich nur noch die Leistung der Teilnehmer und nicht das freundschaftliche Verhältnis zwischen einzelnen Ländern zählt, wird der Contest seit 2016 durch ein verändertes Punktevergabesystem entschieden. Nun können die Teilnehmer bis zu 24 Punkte aus einem Land erhalten – Jury und Zuschauer geben ihre Bewertung getrennt voneinander ab. Ob diese Regelung dem talentierten Salvador Sabral zum Sieg verholfen hat, sei dahingestellt. Eins kann man aber mit Sicherheit sagen: „Amar pelos dois“ wird wohl noch lange Zeit im Radio zu hören sein – und das weltweit.

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