Blood Lions – Studentenjobs unterstützen blutiges Geschäft mit Löwenfarmen

Bood LionsAuf einer Löwenfalm in Südafrika - Bilder von www.bloodlions.org Foto: Ian Michler

Studentenjobs bei Südafrikanischen Tierfarmen sind nicht unbedingt unproblematisch

von Johanna Lauke
Eine Reise nach Südafrika, das heißt Wildnis pur. Einmal die Big Five sehen und in freier Natur erleben: Dazu gehören Elefanten, Nashörner, Büffel, Leoparden und natürlich Löwen als Könige der Tiere. Um in kurzer Zeit diese wundervollen Geschöpfe live zu erleben, gibt es in den Wildparks mehr Tiere, als diese eigentlich ökologisch vertragen können. Wer in die Region reist, sollte gut recherchieren bevor er Tierfarmen besichtigt oder gar Freiwilligenarbeit leistet. Denn Organisationen sind oft nicht das, was sie in der Öffentlichkeit präsentieren. Es gibt nur einige wenige authentische Wildlife Sanctuaries, die sich wirklich um das Wohl der Tiere sorgen. Die meisten Farmen wollen Big Business machen. Sie züchten zum Beispiel Löwen nur, um sie finanzstarken Touristen zum Abschuss freizugeben.

Löwenfarmen in Südafrika

So werben beispielsweise Löwenfarmen oder deren Agenturen um deutsche Volontäre.  Den freiwilligen Helfern wird suggeriert, dass sie bei der Aufzucht von alleingelassenen Löwenkindern Gutes tun und diese wieder in die Wildnis entlassen werden. Dies ist nicht der Fall, denn die Jungen werden auf den Farmen nach ein paar Tagen von ihren Müttern getrennt, um sie von Menschenhand aufzuziehen. Einerseits werden sie für die Großwildjagd zahlungskräftiger Touristen herangezogen, andererseits wegen ihrer wertvollen Knochen. Das ist eine betrügerische Marketing-Strategie, denn die Züchtung hat selten einen bildungs- oder bewusstseinsstiftenden Sinn. Jeder Schritt im Leben eines Löwen bringt so den Farmern viel Geld ein und befördert die Ausbeutung dieser wunderschönen Tiere. Durch die Unterstützung derartiger Einrichtungen als Tagesbesucher oder Langzeithelfer, steuern diese einen Teil zum Kreislauf von Zucht, Gefangenschaft und kommerzieller Ausbeutung bei.

Blood Lions

Auf einer Löwenfalm in Südafrika – Bilder von www.bloodlions.org Foto: Ian Michler

In Südafrika leben zurzeit noch 2.500-3.000 Löwen in der Wildnis. Die Population in Gefangenschaft ist mehr als doppelt so groß. Die gezüchteten Tiere haben jedoch keinen Wert für den Erhalt der Art, da sie in der Freiheit nicht leben könnten und so Druck auf wilde Populationen ausüben. Der Handel mit Löwen ist ein Millionengeschäft. Über 1000 werden jährlich wegen ihrer Knochen getötet, nahezu die gleiche Anzahl fällt der Preisjagd zum Opfer. Die Freizeitjäger bezahlen für diesen sogenannten Sport viel Geld und unterstützen die ausbeuterische Zucht.

Die Initiative Blood Lions gab auf der ITB in Berlin im März 2016 den Startschuss für ihre Aufklärungskampagne. Sie will die jungen Leute für das Problem sensibilisieren und so die Exploration der Löwen beenden. Die Organisation geht aktiv an Schüler und Studenten heran, um ihnen den Weg zu vertrauenswürdigen Organisationen für ihren Auslandsaufenthalt zu weisen. Denn auch europäische Agenturen können direkte oder indirekte Verbindungen zu betrügerischen Zuchtfarmen haben, da sie für die Platzierung von Volontären Provisionen einfahren. Jeder, der eine Reise nach Südafrika plant oder als Freiwilliger eine Zeit dort leben möchte, sollte ein Bewusstsein für die Problematik entwickeln. Informationen zum Projekt Blood Lions finden Sie unter www.bloodlions.org oder via Facebook unter www.facebook.com/BloodLionsOfficial

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