Ziemlich umstritten – die Sommerzeitumstellung in Hamburg

UhrJust in time Foto: Patrick Gallas

Die lästige Zeitumstellung 2016 am Ostersonntag in Hamburg von Winterzeit auf Sommerzeit

von Georg August von Rutz
Ostersonntagmorgen heißt es wieder exakt die Zeiger der Uhr eine Stunde stellen von 02.00 auf 03.00 Uhr nach vorn. Wer dabei Hilfe braucht, die exakte Zeit und eine Anleitung zum Thema Zeitumstellung gibt es beim Hamburger Unternehmen www.uhrzeit.org. Oder, wohl dem, der eine Funkuhr sein eigen nennen kann, die stellt sich automatisch um.

Man kann sich sicher sein, wenn die Politik einmal etwas einführt, auch wenn es höherer Blödsinn ist, dann hat es ein zähes langes Leben. Die Sommerzeitumstellung gehört definitiv dazu. Eingeführt wurde die Zeitumstellung in den 1970er Jahren, als die Ölkrise viele Länder Europas beutelte, um Energie zu sparen. Das waren anfangs rein nationale Lösungen. Dann war die Europäische Gemeinschaft mit dem Argument der Integration und Harmonisierung des gemeinsamen Binnenmarktes die treibende Kraft hinter der Sommerzeitumstellung. Das Ergebnis: tatsächlich wird Null-Komma-Josef-Energie gespart.

Wie gut die europäische Integration gerade klappt, sieht man aktuell bei der Flüchtlingskrise, da macht fast jedes Land, trotz oder wegen der Zeitumstellung, was es will. Allerdings, ganz Europa stellt ganz harmonisch zweimal im Jahr die Uhr von Winter- auf Sommerzeit bzw. zurück. Alle Europäer freuen sich darüber und sagen DANKE Brüssel! Ein überflüssiges sinnloses Ritual, dass eigentlich nur eines zeigt: Wir – die Politische Klasse Europas, die führenden Politiker in den einzelnen Staaten der EU und die Funktionäre, Beamten und Bonzen in der EU-Bürokratie zeigen dem gemeinen EU-Bürger wo der Hammer hängt und wer den Sagen hat: Stellt gefälligst die Zeit um, das dient einem höheren Zweck!

Zwei Drittel der Deutschen sagen: Uhrzeitumstellung ist Mist

Die Auswertung einer von uhrzeit.org gestarteten Umfrage zum Thema Zeitumstellung hat ergeben, dass 68 Prozent in der regelmäßigen Umstellung der Uhren eher Nachteile sehen! Lediglich 18 Prozent verbinden mit der Zeitumstellung Vorteile. Mit 76 Prozent spricht sich die Mehrheit der Teilnehmer ganz klar für die Abschaffung der Zeitumstellung  aus, während 19 Prozent an einer Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst festhalten möchten. Eindeutige Ergebnisse sollte man meinen, aber für die allmächtige Europäische Bürokratie kein Grund zu handeln.

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