Freie Fahrt für erneuerbare Energien

Luftturbulenzen im WinterLuftwirbel am kalten WinterabendFoto: Heinrich Linse / pixelio.de

Neue Umfragen: Industriestaaten begrüßen Ausbau erneuerbarer Energien

Die Energiewende gilt mittlerweile als eine Art Generalkonsens unter allen Parteien und ist längst nicht mehr nur Alleinstellungsmerkmal der Grünen. Seit Ende Juli 2015 arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) nun an einer Novelle für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2016, die bis zum Sommer verabschiedet werden soll. Wie Umfragen der Agentur für Erneuerbare Energien zeigen, herrscht auch international weitgehend Einigkeit darüber, dass die Zukunftstechnologien der Branche weiter gestärkt werden müssen.

Der Ausbau erneuerbarer Energien findet breiten Zuspruch – in Europa ebenso wie in Nordamerika und Australien. Das geht aus einer Analyse von Umfragen hervor, die von der Agentur für Erneuerbare Energien publiziert wurde. Die Ergebnisse der Analyse lassen sich in dieser PDF im Detail nachlesen. Viele internationale Unternehmen setzen das gemeinsame Vorhaben, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, bereits in die Praxis um.

Solar- und Windenergie statt fossiler Brennstoffe

Schon auf der UN-Klimakonferenz in Paris im vergangenen Jahr hatten sich viele europäische Vertragsstaaten und Umweltschutzorganisationen dafür ausgesprochen, sich bis zum Jahr 2050 von fossilen Energien zu verabschieden. Einzelne Länder (wie Indien und die Erdölstaaten) lehnten das zwar ab, doch setzte der Großteil der Industriestaaten ein Zeichen für die Emissionsfreiheit – der Zukunftstrend geht also eindeutig in Richtung Windparks und Solaranlagen. Vereinbart wurde in Paris außerdem, dass die Industriestaaten die Entwicklungsländer bei der Umstellung auf erneuerbare Energien unterstützen.

Strommast

Strommast Foto: Stromnetz Hamburg

Engagement von Unternehmen

Der deutsche Anlagenbauer Ferrostaal geht diesbezüglich schon seit längerer Zeit mit gutem Beispiel voran: Das Unternehmen hat bereits seit mehreren Jahren in der Mongolei, in Uruguay und der Türkei hunderte Millionen Euro in Onshore-Windparks investiert, um dort den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Nun kurbelt der Konzern gemeinsam mit dem dänischen Unternehmen Haldor Topsoe, der pakistanischen Firma Fauji und der Tanzania Petroleum Development Corporation (TPDC) die Wirtschaft im afrikanischen Staat Tansania an. Der Plan: Bis 2020 soll dort eine Düngemittelproduktionsanlage entstehen, die neue Arbeitsplätze schafft und den Standort vor allem auch wirtschaftlich interessanter macht. Zu dem Portfolio der Ferrostaal Gruppe zählen neben Windenergie-, Recycling- und Beleuchtungslösungen auch Petrochemieprojekte. Durch Haldor Topsoe konnte dieses Angebot nun um Katalysatoren- und Prozesstechnik erweitert werden. Weltweit ist Ferrostaal in ca. 40 Ländern vertreten und entwickelt maßgeschneiderte Projekte im Industrie- und Finanzierungssektor.

Doch muss man nicht unbedingt bis ins Ausland schauen, um das Engagement vieler Firmen im Bereich der erneuerbaren Energien zu erkennen. So haben sich beispielsweise bereits 2010 zahlreiche Unternehmen im Branchennetzwerk Erneuerbare Energien Hamburg zusammengeschlossen, um gemeinsam den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Und in der Nordsee werden zunehmend sogenannte Offshore-Windparks errichtet: Anlagen fern des Festlands, in denen mittels Windkraft umweltfreundlich Strom gewonnen wird – wie beispielsweise im Hochsee-Windpark Global Tech I, der nun im April die Grenze von über einer Terawattstunde erzeugter Energie überschritten hat.

 

Bildrechte: Heinrich Linse  / pixelio.de

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