Hamburg als Logistikstandort – ein Überblick

Contantainer UmschlagContainer Umschlag im Hamburger Hafen Foto: ganz-hamburg.de

Eine Stadt, die nicht nur einen internationalen Flughafen, sondern einen großen Überseehafen besitzt, ist als Logistikstandort nahezu perfekt. Genau diese Fakten treffen auf die Hansestadt Hamburg zu. Der Hamburger Hafen mag in privaten Kreisen besonders als Abfahrtsort von Kreuzfahrtschiffen bekannt sein, das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Containerhafen. Warum dies für Unternehmen von großem Interesse ist, erklärt dieser Artikel.

Zahlen und Fakten rund um die Logistik in Hamburg

Im Hamburger Raum ist der Hafen nicht allein ein Garant für die Anlieferung von Waren, der Abfertigung von Gütern und dem Verschiffen von Produkten. Das Hafengebiet ist ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf dem Arbeitsmarkt. Als Drehscheibe zwischen Europa, Asien und Amerika bekannt, bietet der Hamburger Überseehafen allein im Logistikbereich über 230.000 Arbeitsplätze. Doch auch weitere Fakten sind bemerkenswert:

  • Seegutumschlag: über 135 Millionen Tonnen jährlich
  • Containerumschlag: über 91 Millionen Tonnen

Zwar sank der Umschlagswert im Jahre 2015 um rund 9,3 Prozent, als Wirtschaftsstandort und Umschlagsplatz ist Hamburg dennoch nicht zu verleugnen. Zumal lag der Rückgang zum überwiegenden Teil nicht an der schwächelnden Leistung in Deutschland, sondern an der Abschwächung der Märkte, die größtenteils Waren in Richtung Hamburg verschiffen: Russland und China.

Abseits der harten Fakten hat der Containerhafen viel zu bieten. Das Gelände ist in mehrere Terminals unterteilt. Für Unternehmen sind besonders die Bereiche des Containerumschlags, des Bulk Cargos und der Mehrzweckbereich von Interesse. Insgesamt können rund 290 Liegeplätze für Schiffe zur Verfügung gestellt werden. Das Hafengebiet umfasst eine Fläche von 71 Quadratkilometern, auf denen sich fünfzig Umschlaganlagen für den reibungslosen Ablauf befinden. Um die Logistik zu vereinfachen, werden die Hafenanlagen nochmals in verschiedene Bereiche unterteilt, so dass beispielsweise ein eigenes Getreideterminal mit Silos vorhanden ist. Auch die Anlieferung von Öl wird über ein spezielles Terminal abgewickelt.

Tag der Logistik 2016

Ohne spezielle Logistiklösungen würde der Containerhafen in Hamburg kaum funktionell eingesetzt werden können. Mit dem Kernthema beschäftigte sich in diesem Jahr natürlich auch wieder die Veranstaltung des Tags der Logistik. Das Angebot findet jährlich an verschiedenen Orten statt und bietet die Möglichkeit, in den Logistikbereich diverser Unternehmen hineinzusehen. In diesem Jahr waren wieder sehr bekannte Unternehmen wie xpuls.com dabei. Neben dem Blick hinter die Kulissen werden jedoch auch neue Lösungen und Logistikkonzepte geboten. Im Hamburger Raum stach hier besonders die FGL Forschungsgemeinschaft für Logistik hervor, die diverse Fachveranstaltungen anbot:

  • Simulation zur Planung logistischer Systeme
  • Methoden zur Optimierung der Ersatzteillogistik
  • Prozesse und Methoden des strategischen Lieferantenmanagements

Das Fraunhofer Institut hingegen beschäftigte sich zentral mit der Frage, wie Häfen errichtet werden sollten. In dem Vortrag über die digitale Hafenplanung kamen diese Aspekte besonders zur Geltung. Die Hapag-Lloyd AG zeigte einen Blick hinter die Kulissen und offenbarte, wie sich die Containerschifffahrt von Beginn bis heute veränderte.

Hamburg als deutschlandweiter logistischer Standort

Für Hamburger Unternehmen ist der Hafen natürlich besonders interessant. In der Tat ermöglicht der Hafen jedoch deutschlandweit Unternehmen die Anlieferung und Verschiffung wichtiger Waren. Gerade für Produkte aus China und Russland ist der Hafen der Anker für den Warenumschlag auf schnellem Wege. Ohne die logistische Leistung, die im Hintergrund stattfindet, wäre der Erfolg jedoch kaum möglich, daher ist es wichtig, die Logistik stets auf dem aktuellen Stand zu halten und beständig zu verbessern.

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