Branchentreffen: 22. Tourismuspolitisches Frühstück des Tourismusverbandes

Von links Gruppenaufnahme in Hamburg:Dr. Anjes Tjarks, Christina Block, Wolfgang Raike22. Tourismuspolitische Frühstück 2022. Vor dem Baseler Hof: Dr. Anjes Tjarks, Christina Block, Wolfgang Raike Foto: Tourismusverband Hamburg / Catrin-Anja Eichinger

Senator Dr. Anjes Tjarks traf sich mit Branchenvertretern zum Gespräch.

Heute am Mittwoch, den 7. September traf sich Senator Anjes Tjarks zum 22. Tourismuspolitischen Frühstück im Baseler Hof mit40 ausgewählten Vertretern der Hamburger Tourismuswirtschaft. Es wurde über die Tourismusströme in und nach Hamburg sowie, wie kann es anders sein auch über die Mobilität in der Innenstadt gesprochen. Auch wenn mit dem HVV einen leistungsfähigen Verkehrsverbund haben. Der Nah- und Fernverkehr muss ausgebaut werden, denn nur mit mehr Fahrradverkehr wird man keine Verkehrswende schaffen.

“Hamburg ist eine attraktive Stadt und der Tourismus ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Die Konzepte von Mobilitätswende und einer autoarmen und lebendigen Innenstadt werden dazu beitragen, diese Anziehungskraft weiter auszubauen. Eine ähnliche Entwicklung ist in allen großen und attraktiven Städten Europas zu erkennen, darunter mit Paris, Wien, Amsterdam und viele andere Städte mehr, die gerade auch deswegen sehr attraktiv für die Touristinnen und Touristen sind. Gleichzeitig ist es uns wichtig, die Erreichbarkeit und Zugänglichkeit der Innenstadt für Menschen in allen Altersgruppen und mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen sicherzustellen und sogar zu verbessern. Hierfür haben wir gerade die U-Bahn-Stationen Mönckebergstraße, Rathaus, Rödingsmarkt und Jungfernstieg barrierefrei ausgebaut.”

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende

Mobilität in der Hamburger Innenstadt ist ein Thema, das schnell zu einer lebhafte Diskussion führt.

„Hamburg muss sich an den Bedürfnissen seiner Gäste orientieren. Intelligente Angebote sind gefragt, die Nutzern von PKWs echte Alternativen bieten, um nach Hamburg zu reisen und sich hier bequem bewegen Dabei ist es auch wichtig, ältere Besucher im Blick zu behalten, die vielleicht nicht mehr so mobil sind.“

Wolfgang Raike, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Hamburg e.V (TVH)

Christina Block, stellvertretende Vorsitzende des TVH, ergänzt:

„Die Hamburger Innenstadt muss attraktive Aufenthaltsqualität bieten, für Touristen aber auch für uns Hamburger. Dazu gehören atmosphärische Plätze und eine optimale Verbindung zwischen der Hafen City und unserer bestehenden Innenstadt.”

Das Fazit

Dr. Anjes Tjarks, der zuständige Senator für Verkehr und Mobilitätswende, ist der festen Auffassung, dass seine Politik einer autoarmen Innenstadt, die Hamburger City auch für Touristen und Hamburgbesucher attraktiver macht. Das ist sicherlich richtig, aber es geht nicht nur um die Verbannung des Individualverkehrs aus der Innenstadt, gute Nahverkehrsanbindungen und barrierefreie Schnellbahnstationen.

Die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, sprich die Sicherheit, das Sicherheitsgefühl und die Sauberkeit, hat auch eine große Bedeutung. Erlebnisorientierte Gruppen von jungen Männern, exzessiver Alkohol- sowie offener Drogenkonsum, Müll, Graffiti und eine wachsende Drogen-, Obdachlosen- und Bettlerszene machen die Hamburger City für Einheimische und Gäste garantiert nicht attraktiver. Hier ist die Stadt aufgefordert gezielt Lösungen zu entwickeln. Einfach die sozialen Brennpunkte auszublenden, zu verdrängen, zu verniedlichen oder schön zureden löst kein soziales Problem.

Hamburg ist als Touristendestination besonders durch die Initiative von vielen privaten Akteuren, von der vielfältigen Kulturwirtschaft über die Gastronomie bis hin zur Hotellerie, attraktiv geworden. Sie haben ohne große staatliche Unterstützung mit viel Kreativität, Unternehmensgeist und Mut zum Risiko eine attraktive Infrastruktur geschaffen. Immerhin sichert die Tourismuswirtschaft über 80.000 Arbeitsplätze und strahlt bis weit in die Metropolregion ein.

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