chakrana – Yoga-Mode wird von einem Hamburger Paar neu gedacht

Zwei Frauen machen Yogachakrana Yoga-Mode aus Hamburg (c) Hersteller

chakrana bietet Yoga-Outfits für echte Menschen. Funktionelle Sportkleidung, die gut sitzt, Übungen unterstützt und fair produziert wird.

Paare sind stark, besonders, wenn sie privat und beruflich den gleichen Weg gehen. So wie die Hamburger Darja Noschenko und Sven Schipper. Die Modedesignerin und der Experte für nachwachsende Rohstoffe haben zusammen die Fashion Brand chakrana als Start up gegründet.

Doch ihnen geht es nicht um ein Xtes Modelabel, das Anziehsachen vertickert. Mit chakrana wollen die beiden, Frauen und Männern einen selbstbewussten Zugang zu Yoga, mit Kleidungsstücken, in denen sich alle wohlfühlen – unabhängig von der Figur, den Kurven, dem Alter oder Geschlecht, ermöglichen. Dabei wurde die Latte hoch gelegt, in den Schritten der Wertschöpfung und Produktion gelten ökologische Maßstäbe. Die Kleidung wird nicht in ostasiatischen Billig Sweatshops unter miesen Arbeitsbedingungen gefertigt, sondern ist Made in Sachsen.

Das kostet zwar Marge, ist aber viel nachhaltiger und ressourcenschonender. Dabei werden ausschließlich vegane und öko-zertifizierte Stoffe verarbeitet. Plastik hat Hausverbot, wenn es um die Logistik und den Versand geht.

Drei Frauen tragen beim Yoga chakrana
chakrana: Yoga-Sportbekleidung die sitzt, bequem ist und die Übungen unterstützt.
Für alle Figuren gute Passform (c) Hersteller

Darja Noschenkos Leidenschaft für Yoga begann vor rund zehn Jahren. Gestartet ist sie wie viele, zuerst ging es um Sport und Auspowern. Doch dann setzte ein Veränderungsprozess, nicht nur die Muskeln wurden gestärkt. Die Modedesignerin spürte, wie die innere Balance und Zufriedenheit ebenfalls wuchs, das allgemeine Wohlbefinden stieg.

„Ich hätte nie gedacht, dass Yoga mich so verändern würde. Yoga ist mehr als Sport. Yoga ist eine Haltung, die Körper und Seele Frieden bringt. Außerdem, Yoga ist für alle da. Man muss weder super beweglich noch schlank sein, um von Yoga zu profitieren“

Darja Noschenko

Wer kennt das nicht?

Yoga, das sind super biegsame Frauen mit jugendlichem Ballerina-Body in maximal 36er Große. Das findet die Gründerin falsch. Sie ist der Auffassung, Alter, Gewicht, Figur oder körperliche Verfassung sollten nicht ausgrenzend sein. Yoga ist Inklusion. Damit war die Unternehmensidee geboren: chakrana bietet Wohlfühl-Outfits für echte Menschen.

Gemeinsam mit ihrer besten Freundin, der Yogalehrerin Diana, fiel ihr auf, dasa es zwar Yoga Brands und Sportfashion in allen Preislagen und Qualitätsstufen wie Sand am Meer gibt, doch oftmals war die Bekleidung dysfunktional oder wurde unter dubiosen Umständen gefertigt. Schlichtweg viele Outfits sind ungeeignet und in der Yoga-Praxis fühlt man sich in ihnen einfach nicht gut. Sie verrutschen, kneifen, jucken oder zeichnen sich aufgrund des zu engen Sitzes unschön ab.

So machte sich die Wahlhamburgerin und gebürtige Weißrussin, die zunächst für Talbot Runhof und weitere deutsche Designer tätig war, an die Arbeit. Die war intensiv, zweieinhalb Jahre arbeitete sie am Konzept. Entwarf zwölf Modelle in sechs Größen. So wurde chakrana zur Realität. Täglich arbeitete sie an ihrem Traum, sparte für die Gründung und ging nach einem Jahr in Teilzeit, um genug Freiraum für die Vorbereitungen zu haben.

Sven Schipper und Darja Noschenko vom Yoga-Label chakrana
Power Paar: Sven Schipper und Darja Noschenko stehen hinter
chakrana Yoga-Mode (c) Hersteller

Ein Paar mit doppelter Leidenschaft

2019 lernt Darja ihren Sven kennen. Die beiden teilen die Liebe zum Yoga, starten und beenden jeden Tag mit Asanas, Atemübungen oder Meditation.

Ohne die Hilfe ihres Partners und der Unterstützung ihrer Familie wäre es schwer möglich gewesen. Doch hatte sie das Startkapital von 50.000 Euro zusammen und die Modelle wurden in der Praxis getestet und immer weiter verbessert.

Das Paar arbeitet nach dem erfolgreich erprobten Grundsatz getrennt maschieren und vereint handelt. Während Darja die Marke gestaltet und die Prokdute entwirft. Kümmert sich Sven um die Logistik und den Webshop.

„Wir lassen jeden machen, keiner redet dem anderen rein“,

erklärt Sven Schipper die Zusammenarbeit.
Zwei Frauen machen Yoga
chakrana Yoga-Mode aus Hamburg (c) Hersteller

Shakti-Leggins das Hero Produkt von chakrana

Unzählige Änderungen waren nötig, bis die Shakti-Leggings zum Hero-Produkt wurde. Denn, nichts geringes als die perfekte Yogahose war das Ziel von Darja Noschenko. Die Shakti-Leggings sind das Herzstück der Kollektion. Sie sollen gleichzeitig stützen und Sicherheit, damit am Bauch und Fesseln nichts zwackt oder den Atemfluss beeinträchtig wird, geben.

Das einzigartige chakrana „Easy-Flow-System“, bei welchem dezente Schlaufen und dehnbare Bänder das Verbinden von Top und Hose ermöglichen, ist der besondere Clou. So wird der perfekte Sitz des Outfits bei Umkehrhaltungen gewährleistet ohne dass die Kleidung eng am Körper anliegen muss. Insgesamt zwölf Pieces umfasst die Kollektion bislang, jeweils in den Größen XS bis XXL.

Ran an die Zukunft

chakrana setzt neben auf „Made in Germany“ auf den Direktvertrieb via Yogaschulen, -lehrern und auf ausgewählten Plattformen. Aktuell entwickeln die beiden ein Mini-Shop- Modul, den Yoga Locations im Pop up-Prinzip aufstellen können. Wer im  Einzelhandel nach der Kollektion sucht, wird aber (noch?) nicht fündig werden.

In einer traditionsreichen sächsischen Manufaktur fertigen erfahrene Schneiderinnen nach höchsten Qualitätsstandards die Yoga-Kleidung. Nicht nur die perfekte Passform steht dabei im Fokus. Verdeckte weiche Nähte und der Verzicht auf kratzende Schildchen sorgen für Tragekomfort. Die Stoffe kommen aus Portugal und sind mit dem OEKO-TEX Standard 100-Siegel zertifiziert.

Jetzt setzt chakrana zum nächsten Sprung an. Im Dezember 2020 legen Noschenko und Schipper auf Startnext mit dem ersten Crowdfunding, um Kapital für zwei wichtige Schritte zu sammeln, los. Mit den ersten 8.000 Euro will das Gründerpaar Schnitte für Männer und Kinder entwickeln, um ihrem Ziel „Yoga für alle“ noch näher zu kommen. Im zweiten Step geht es dann um 30.000 Euro, um die Produktion für die neue Männer- und Kinder-Yogamode in Sachsen zu realisieren.

Mit anderen Worten, das Jahr 2021 steht unter dem Motto: “Ran an die Zukunft”. Denn im nächsten Jahr werden wir den Corona-Mehltau ganz bestimmt abschütteln können. Hier geht es zum Label.