Die Glasfaser-Infrastruktur wird in Deutschland im Schneckentempo ausgebaut

Glaserfaserausbau international StatistikQuelle: statista

Seitdem Angela Merkel Kanzlerin, also immerhin seit 2005, in diesem unseren Land, in dem wir gut und gern leben, ist, gehört zu ihrem Standard-Repertoire von Regierungserklärungen, defacto also Versprechen und Ankündigungen, dass die Digitalisierung eine sehr wichtige Aufgabe für die Zukunftssicherung eines Industrielandes ist.

Aber, vielleicht ist die Digitalisierung und der Ausbau der Glasfasernetze doch nicht so wichtig? Findet die Kanzlerin analog vielleicht viel besser? Wer was das schon so genau? Die Corona-Pandemie hat allen gezeigt, dass Deutschland seine Digitalisierung im Bummelzugtempo betreibt. Dass das Faxgerät in vielen Amtsstuben und Politikerzirkel immer noch als High Tech Kommunikationsgerät gilt.

Die OECD outet nun Angela Merkel als Ankündigungskanzlerin der Güteklasse 1A. Laut Daten der OECD aus dem Juni 2020 waren nur 4,5 Prozent aller stationieren Breitbandanschlüsse mit einem Glasfaserkabel verbunden. Ein Armutszeugnis für eine Regierung, der Gendersprech Gesetze wichtiger sind, als eine zügige Technologieentwicklung. Auch Städte erlassen lieber Sprachregelungen und bauen für dritte Geschlecht Klos, als dafür zu sorgen, dass die Infrastruktur auf dem neuesten Stand ist.

Obwohl Angela Merkel in Regierungserklärungen stetes vollmundig von der Digitalisierung spricht, brauchte es fünf Jahre, damit aus einer Anschlußquote von 3,4% eine von 4,5% wurde. Das sind pro Jahr sagenhaft ~4,7% mehr. Wenn Ihnen demnächst ein Politiker etwas über Technologie erzählt. Dann schlage ich Ihnen vor, gehen Sie zum Lachen (oder Weinen) in den Keller, denn es gibt kaum einen Industriestaat, der eine schlechtere Bilanz hat. Nur Österreich und Groß Britannien waren noch lahmer.

Hamburg führt beim Glasfaser-Internet in Deutschland

Grafik Glasversorgung Deutsche Bundesländer
Vergleich Bundesländer Glasfaserversorgung Quelle statista

Im Vergleich zu anderen Bundesländern steht Hamburg sehr gut da. Schon 2019 waren mehr als 70% aller Haushalte mit Breitbandinternet versorgt. Die Stadtstaaten Bremen (2,3%) und Berlin (6,9%) lässt Hamburg weit hinter sich. Bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SAGA sollen bis 2022 alle Wohnungen in Zusammenarbeit mit willy.tel Glasfaser und leistungsfähige Anschlüsse erhalten. Dazu kommen etliche große Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften. Fast alle Hamburger Schulen verfügen über leistungsfähige Internetanschlüsse. Norderstedt ist da schon weiter und mit 95% schon dicht unter der Vollversorung.

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