Digitales Geld als Chance für die Zukunft

Bitcoin und Ethereum MünzeKryptowährung Symbolbild Photo by Thought Catalog on Unsplash

Von diesen Risiken wollen klassische Notenbanken nichts wissen.

Digitales Geld, Kryptowährungen oder wie man eine digitale Währung auch immer bezeichnen möchte, ist auf dem Vormarsch und viele Menschen fragen sich derzeit, wie eine Zukunft ohne Bargeld mit digitalem Geld als einziger Alternative aussehen könnte. Viele Videogames und Filme zeigen bereits eine dystopische Zukunft in der eine individuelle Währung mehr von Unternehmen kontrolliert als von einzelnen Individuen, in der Firmen in der Lage sind Menschen quasi zu besitzen, weil alle finanziellen Mittel und Zahlungsmittel jederzeit eingefroren werden können., wird.

Doch wie realistisch ist eine solche Zukunft?

Nun um eines mal feststellen zu können sind Großunternehmen heute schon in der Lage massive Eingriffe in die Privatsphäre von Menschen vorzunehmen ohne das diese etwas dagegen tun würden. Nimmt man zum Beispiel Staubsaugroboter der Firma i-Robot so muss man dazu wissen das diese Staubsaugroboter mittels Navigationssoftware die Wohnung ihrer Kunden vermessen um darin navigieren zu können und den kompletten Boden zu saugen. Eigentlich eine tolle Funktion, die Daten werden aber auch ans Unternehmen weitergegeben und mit dritten geteilt. Das wissen die Wenigsten.

Sherlock Holmes geehrt mit einer Statue
Statue von dem Meisterdekektiv Sherlock Holmes Bild von Eric Neil Vázquez auf Pixabay

Auch Großunternehmen wie Facebook, Twitter oder TikTok sind heute schon nach kurzer Zeit in der Lage ihre Kunden deutlich besser einzuschätzen als die eigenen Eltern oder gar der eigene Lebenspartner. Man muss nur wissen wie am mit KI die Daten gekannt kombiniert und auswertet. Analog wurde das in Sherlock Holmes Geschichten schon von Arthur Conan Doyle, denn die Kombinationsgabe seines Meisterdetektive war legendär, beschrieben. Vom Prinzip her macht eine KI nichts anderes. Nur das die Kombination in Formeln programmiert.

Aber was bedeutet das nun für Kryptowährungen?

Digitales Geld ist durchaus auch eine Chance für die Zukunft, denn eine digitale Währung sorgt für mehr Transparenz für Kunden, einfachere Nutzung und vor allem eine deutlich höhere Sicherheit. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich das eine digitale Währung mindestens genauso sicher sein müsste wie heutige Kryptocoins. Bitcoin und Co. Sind heute bereits extrem sicher, da ihre gesamten Kassenbücher dezentral gespeichert werden und damit nahezu Manipulationssicher sind. Das bedeutet zwar nicht das Bitcoins nicht beschlagnahmt und/oder eingefroren werden können, es ist aber nicht möglich Bitcoin zu verwenden, wenn das dazu passende Passwort fehlt. Das kann sich bald aber auch ändern.

Prosessor eines Quantencomputer
Kernstück eines Quantencomputers Bild von Pete Linforth auf Pixabay 

Erste Handelsplattformen wie zum Beispiel Quantum AI (Quantum ai offizielle Seite) nutzen einen Quantencomputer um ihre K.I. zu entwickeln. Hier liegt auch ein großes Problem aktueller Kryptowährungen, denn Quantencomputer stehen mittlerweile vor der Vollendung. Das bedeutet zwar noch nicht das wir in kürze die ersten Quanten Grafikkarten in unsere Heim PC´s einbauen werden, aber die industrielle Nutzung von Quantenprozessoren steht mittlerweile kurz bevor. Bereits heute kann man diverse Quantencomputer, sogar in Deutschland, für die Entwicklung und Nutzung mieten. Diese Quantencomputer sind bereits heute extrem leistungsfähig, aber es wird noch ein paar Jahre dauern, in denen sich Kryptowährungen und digitale Verschlüsselungen dringend entwickeln müssen, bis Quantencomputer nahezu alle Verschlüsselungen knacken können.

Es ist anzunehmen das die Quantenüberlegenheit kurz bevor steht, denn in der Regel sind die Entwicklungen oftmals schon deutlich weiter als die Öffentlichkeit es weiß. Hier liegt nicht nur eine große Gefahr für bestehende Währungen sondern auch eine große Chance für die Zukunft. Ein Cluster entsprechend Leistungsfähiger Quantencomputer könnte in der Lage sein eine entsprechende Quantenverschlüsselung anzulegen, die kein Heimcomputer jemals knacken könnte. Damit wäre man durchaus in der Lage eine so sichere digitale Währung anzulegen das es praktisch unmöglich wäre sich von außen einzumischen.

Wechselstube der Reiseban
Wechselstube Hamburger Flughafen © Norbert Schmidt

Stehen wir am Ende der analogen Gelddekaden?

Damit dürften dann auch die letzten Hürden gefallen sein um digitalen Währungen den Vormarsch zu ermöglichen, denn auch für den Endkunden bzw. den „normalen“ Menschen wären digitale Währungen ein Segen. Man stelle sich nur einmal vor das man im Ausland nie wieder Geld wechseln müsste, nie wieder betrogen werden könnte bei solchen Transaktionen. Das es nie wieder Probleme mit Wechselgeld gibt und vor allem die Sicherheit einer solchen Währung deutlich besser wäre als die jeder Kreditkarte oder jedes Girokontos.

Ein Girokonto enthält das Versprechen Geld, auf Anforderung, auszuzahlen, einen echten Gegenwert muss es für dieses Geld allerdings nicht geben und in der Regel ist auch das Versprechen Geld auszuzahlen maximal mit einer gewissen Rücklage gesichert. Im Falle einer Bankenkrise oder einer großen Fehlinvestition kann girales Geld schnell verschwinden und sich auflösen.

Die Sicherheit besteht für Bankkunden durch die Einlagesicherungsfonds der Banken. Die aber Haftungsobergrenzen haben. In Deutschland ist der Schutz relativ umfassend, in vielen Länder aber sehr viel schlechter. Aber digitales Geld von einer Zentralbank wäre etwas vollkommen anderes. Bei einem digitalen Euro zum Beispiel bestünde die Forderung an einen entsprechenden Wert nicht darin das ein Unternehmen einem Kunden Geld schuldet sondern das die Zentralbank, in unserem Fall die europäische Zentralbank, für den Wert verantwortlich wäre. Jetzt überlege man sich mal wie oft eine Bank pleite gehen kann und wie oft Länder in Europa schon Konkurs angemeldet hat…

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