Digitalisierung – Die Industrie 4.0 nimmt Form an

Auf dem Weg zu Industrie 4.0: Vollautomatische Türenmontage am Siemens-Stand in HannoverIm Future Forum des Siemens-Stands in Halle 9 auf der Hannover Messe bietet Siemens einen Ausblick auf die Zukunft der Produktion. So wird das Potenzial der Industrie 4.0 am Beispiel der Automobilfertigung gezeigt. Foto: www.siemens.com/press

Die deutsche Industrie wird digital – besonders an großen IT- und Industriestandorten wie Hamburg, Berlin oder München ist diese Entwicklung zu spüren. Viele Unternehmen investieren momentan massiv in Digitalisierung und Modernisierungsprozesse. Damit sind sie Teil einer Entwicklung, die von der Bundesregierung als die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) bezeichnet wird. Bemerkbar macht sich das vor allem auf dem Arbeitsmarkt. Schließlich werden für die Vernetzung von Fabriken und die Bündelung von Kommunikations- und Steuerungsstrukturen viele qualifizierte Fachkräfte benötigt. Gefragt sind laut einer Studie von Bitkom vor allem Software-Entwickler, IT-Sicherheitsexperten und Spezialisten für Plattform- und Ökosysteme. Dabei entstehen in der Industrie 4.0 völlig neue Berufsbilder, in denen Informatik und Maschinenbau gebündelt werden.

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Nicht ohne meine Cloud

Für die Digitalisierung werden allerdings nicht nur gut ausgebildete Arbeitskräfte benötigt, sondern auch Server- und Cloud-Lösungen, um die technischen Veränderungen überhaupt möglich zu machen. Davon profitieren wiederum Cloud-Anbieter, die entsprechende Hardware besitzen und diese Ressourcen vermieten. Zwischen diesen Anbietern gibt es allerdings enorme Unterschiede, wie zuletzt die internationale Cloud-Spectator-Studie offenbarte.
Die Studienverantwortlichen verglichen dabei das Preis-Leistungsverhältnis von 17 international tätigen Cloud-Anbietern. Dazu mieteten die Forscher Server mit jeweils gleicher Hardware und testeten diese über einen Zeitraum von 24 Stunden. Ebenfalls bewertet wurden der Support und Funktionsumfang der Provider. Überraschenderweise gewann dabei keiner der großen Anbieter wie Microsoft, Google oder IBM, sondern 1&1, der deutsche Provider aus Montabaur. Denn außer mit einer guten Performance überzeugte der Anbieter vor allem durch den kostenlosen Expertensupport, den es bei vielen Konkurrenzen nur gegen Aufpreis gab.

Spielwiese für Start-ups

In Hamburg profitieren vor allem technikaffine Start-ups von der Industrie 4.0. Sie sind häufig ein Sammelbecken für junge, gut ausgebildete Menschen und bündeln dadurch viel IT-Expertise. Dadurch werden sie oftmals zu Ansprechpartnern, wenn Traditionsunternehmen ihre Produktionsprozesse modernisieren oder ihr Warenangebot digital vermarkten wollen. Ein Beispiel dafür ist die Cybus GmbH, die vor einem Jahr von Peter Sorowka, Marius Schmeding und Pierre Manière gegründet wurde. Das Start-up entwickelt Tools, mit denen Hersteller von Maschinen und Sensoren ihre Produkte online anbinden können.

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