Sturmfest und erdverwachsen – Eugen Block zieht Bilanz und ordnet sein Erbe

Christa und Eugen BlockChrista und Eugen Block Foto: ganz-hamburg.de

Neue Biographie über den Hamburger Steak-König und erfolgreichen Unternehmer Eugen Block- pralles Leben auf 320 Seiten

 
Kein deutscher Gastronom ist erfolgreicher als Eugen Block. Alles fing 1968 mit dem ersten Blockhaus Restaurant, einer ziemlich abgewarzten rauchigen Eckkneipe der Holsten Brauerei, in Hamburg Winterhude in der Dorotheenstraße an. Heute ist daraus ein Unternehmen mit 2.400 Mitarbeitern geworden. So wie Eugen Block ist, wünscht man sich Unternehmer: sturmfest, erdverwachsen, visionär, wagemutig und seriös.

Wer Eugen Block kennt, weiß er ist konsequenter, doch stets fairer Unternehmer. Ganz Hanseat, gilt das Wort und der Handschlag. Eugen Block zeichnet eine Leidenschaft für die Sache und kein explodierendes Ego, dass von der eigenen Wichtigkeit überzeugt ist, aus. Vielleicht ist das eben auch genau das Erfolgsrezept. Ziele werden uneitel verfolgt. Die Leistungen/Angebote, Abläufe und Probleme hat er stets akribisch und kontinuierlich gelöst. Bestehendes war immer die Basis für zukünftiges und so hat er immer wieder mutige Schritte in andere Branchen zumeist erfolgreich unternommen.

Am Mittwoch stellte der 77-jährige Eugen Block im Blockhaus Jungfernstieg seine Biografie, die Jens Meyer-Odewald (Hamburger Abendblatt) verfasst hat, vor. 

„Ich habe das Buch für meine Enkelkinder geschrieben. Ich wollte mein Leben erzählbar machen. Meine Wurzeln im Oldenburger Münsterland und wie das das Unternehmen aufgebaut wurde. Die Kinder sollen wissen, was hat denn der Großvater so gemacht.“ 

Die Zukunft ist geordnet

Eugen Block ist die Anti-These zu Finanzakrobaten, Investmentbankern und den abgehobenen Boni-Managern aus der Business School. In den vergangenen Jahren hat er sich viele Gedanken um die Zukunft seines Unternehmens gemacht. Sein Ziel, das Unternehmen soll in Familienbesitz bleiben und mit gesundem Wachstum in die dritte Generation überführt werden. Eigentlich der schwierige Weg, denn lukrative Kaufangebote haben sicherlich auf seinem Schreibtisch gelegen.

Seine drei Kinder Christina, Dirk und Philipp werden nicht operativ, sondern aus dem Aufsichtsrat heraus die Block Gruppe leiten. Jedes Kind erbt 30% der Anteile. Für die restlichen zehn Prozent hat er die gemeinnützige Stiftung Block gegründet. Neben einem Startkapital von einer Million Euro wird dann das Stiftungsvermögen um jährliche Gewinnausschüttungen aufgestockt werden. 

Die Block Stiftung

Bewusst hat Eugen Block den Stiftungszweck breit aufgestellt. Vier große Bereiche sind die Aufgaben und Ziele der Stiftung Block.

  • Förderung der Forschung im Bereich der gesunden Ernährung, der artgerechten Tierzucht und -haltung
  • Förderung von schulischer und beruflicher Bildung im Afrika
  • Förderung der Ausbildung von jungen Menschen für das gastronomische Management
  • Hilfe von Mitmenschen, die unverschuldet in wirtschaftliche Not geraten sind

Jens Meyer-Odewald der schon einige Biographien über Hamburger Prominente (Helmut Schmidt, Albert Darboven, Uwe Seeler, Heidi Kabel) verfasst hat musste schon etwas „baggern“ um den Auftrag zu bekommen. Im zweiten Anlauf vor rund zwei Jahren kam man dann aber endgültig zusammen und dann wurde es auf Blocksche Art durchgezogen viele Treffen im Poppenbüttler Heim, in seiner Heimat Harkebrügge (Oldenburger Münsterland), im Ferienhaus an der Geltinger Bucht, in Blockrestaurants und in Zarrentin schlossen sich an. Ohne die Anekdoten seiner Ehefrau Christa Block, die vieles in einem roten rindsledernen Heft niedergeschrieben hat, würde einiges fehlen. Fasziniert war Meyer-Odewald darüber das jemand minutenlang über eine Salzstreuer philosophieren kann.

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