Gaming als Freizeitaktivität: Für Jugendliche fester Bestandteil ihres Alltags

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Studien zeigen, dass Gaming fest im Alltag der deutschen Kinder und Jugendlichen verankert ist. Die meisten zocken täglich fast zwei Stunden an der Konsole oder vor dem Computer. Bisher sind es vorrangig Jungen, die Gaming als intensives Hobby betreiben. Aber auch bei immer mehr Mädchen sind die digitalen Spiele fest in deren Leben etabliert. Die Branche ist stabil, was der Hamburger Wirtschaft zugutekommt. Immerhin sind hier einige der größten Spielefirmen ansässig.

Das Spielverhalten der Kinder und Jugendlichen

Eine aktuelle Research Studie von Bitkom zeigt, dass 89 Prozent der 10- bis 18-Jährigen Computer- und Videospiele spielen. Im Schnitt zocken sie fast zwei Stunden am Stück, wobei die Spieldauer proportional zum Alter zunimmt. Während 10- bis 11-Jährige um die 76 Minuten mit Gaming verbringen, wenden 16- bis 18-Jährige schon im Schnitt 128 dafür auf. Die JIM-Studie 2016 (Jugend, Information, Multimedia) vom medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest kam zu ähnlichen Ergebnissen. Demzufolge bewegen sich 92 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren zum Spielen in der digitalen Welt. Die meisten, etwa zwei Drittel, zocken regelmäßig. Dabei ist ein großer Unterschied zwischen den Geschlechtern zu erkennen.

Während von den Mädchen nur knapp 43 Prozent regelmäßig spielen, sind es unter den Jungen 83 Prozent. Für die Branche sind weibliche Jugendliche damit eine Zielgruppe, die es zu überzeugen gilt. Um Gaming zukünftig mehr Mädchen schmackhaft zu machen, haben einige Plattformen bereits eine Sonderkategorie gezielt für das weibliche Publikum eingeführt. Unter den „Mädchenspielen“ sind etwa die Candy Crush Saga oder Simulationsspiele wie Die Sims besonders beliebt. Jungs bevorzugen in der Regel Sportspiele wie Fifa und Multiplayer-Games wie Minecraft und Clash of Clans. Die meisten dieser Games eignen sich auch für das Spielen auf dem Smartphone. Laut der JIM-Studie sind Handy-Games die beliebteste Variante. Die meisten zocken tatsächlich auf dem Smartphone (46 Prozent). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Online-Spiele (35 Prozent) und Konsolenspiele (21 Prozent).

Grepolis, Mobilversion

Grepolis, Mobilversion von Innogames – Hamburg Abb: Innogames

Die Trends 2017

Hamburg ist die Gaming-Stadt in Deutschland schlechthin. Hier haben sich nicht nur zahlreiche, sondern auch einige der größten Games-Firmen angesiedelt. Der Markt ist stabil, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass sich Gaming in allen Altersgruppen etabliert hat. Selbst in der Altersgruppe 65 Plus zocken knapp 12 Prozent regelmäßig. Zudem kommen der Branche technologische Innovationen zugute. So rücken in den Fokus immer mehr Smartphones, Tablets und Laptops, die das Spielen auch unterwegs ermöglichen. Zudem werden die Displays und Grafikkarten der Geräte immer besser, die Prozessoren und Arbeitsspeicher ebenfalls. Gamer können mittlerweile selbst auf kleinsten mobilen Geräten ein hervorragendes Spielerlebnis genießen.

Dass der Spielemarkt auch weiterhin stabil ist und sich weiterentwickelt, liegt im Interesse der Stadt Hamburg: Nach neuesten Erhebungen im August 2017 befinden sich vier der fünf größten Games-Studios in der Stadt. Innogames, Bigpoint, Goodgame Studios und Gamigo sorgen nicht nur für herausragende Games, sondern auch für viele Arbeitsplätze.

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