Gasanbieter in Hamburg wechseln kann sich lohnen

GasherdGasherd Foto: RainerSturm / pixelio.de

Gerade die Grundversorgung von Gas ist in Hamburg teuer. Da kann sich ein Gasanbieter-Wechsel schnell lohnen.

Die Diskussionen über die Energiewende und die damit verbundene Kritik an den immer teurer werdenden Energiepreisen gehen auch an unserer Hansestadt nicht spurlos vorüber. Immer mehr Hamburger interessieren sich für Alternativen und sehen sich nach den günstigsten Tarifen um – sei es bei den Stromanbietern oder den Gasversorgern. Besonders letztere standen zuletzt sehr in der Kritik, denn der Preis für Erdgas auf dem Weltmarkt sinkt. Trotzdem werden die Ersparnisse beim Einkauf nicht auf die Verbraucher umgelegt. Als Maßnahme dagegen hilft oft nur der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter.

Sinkende Gaspreise kommen nicht beim Verbraucher an

Mehr als 20 Millionen Haushalte in Deutschland sind auf Gas als Energieträger angewiesen und werden von knapp tausend Versorgerunternehmen beliefert. Doch die wenigsten Versorger passen ihre Preise wirklich zeitnah an den tatsächlichen, momentan sehr günstigen Gaspreis auf dem Weltmarkt an. Schuld seien angeblich hohe Fixkosten und langfristige Lieferverträge, so heißt es in den offiziellen Stellungnahmen der Unternehmen meist. Doch allein der Fakt, dass viele kleine Versorger weitaus günstigere Preise anbieten, zeigt, dass offenbar mehr Spielraum zur Preisgestaltung vorhanden ist als gedacht. Vielmehr scheint es so, dass der Gasmarkt, der erst seit 2010 liberalisiert worden ist, noch nicht vollumfänglich den Wettbewerb angenommen hat. Vor allem die großen Versorger scheinen sich auf ihrem großen Kundenstamm und ihrer Marktmacht auszuruhen. Es liegt also an den Verbrauchern, daran etwas zu ändern und zum Beispiel über Anbieterwechsel klar zu machen, dass man die hohen Preise auf Dauer nicht akzeptieren wird.

Gasversorger passen Gaspreis gern in der Heizperiode an

Im letzten Jahr haben lediglich knapp einhundert der fast tausend Anbieter ihre Preise ein wenig gesenkt, um die gesunkenen Rohstoffpreise abzubilden. Die restlichen 90 % hingegen bleiben bei oft starren Preismodellen und schöpfen bei ihren Bestandskunden ab, was eben zu holen ist. Die Art der Ware spielt den Versorgern dabei in die Karten, denn anders als bei Verbrauchsgütern kann man ja nicht mal eben auf das Gas zum Heizen oder Kochen verzichten. Vor allem in den kalten Monaten, wenn Heizmaterialien noch mehr zur Notwendigkeit werden, sind die Verbraucher auf die konstante Lieferung angewiesen. Nicht zuletzt deshalb finden viele Preisanpassungen seitens der Versorger auch in den verbrauchsintensiven Monaten statt. Folglich kann der Verbraucher die Versorger nicht durch ausbleibenden Konsum bestrafen, sondern höchstens durch einen Wechsel des Anbieters. Wenn jedoch 9 von 10 Versorgern ähnlich hohe Preise haben, vergeht vielen Bürgern die Lust am dauernden Vergleichen und Wechseln.

Mit einem Gaspreisvergleich den besten Tarif finden

Wer sich mit dem Status quo nicht abfinden möchte und gegen die Preiswillkür der Gasversorger vorgehen will, dem bleibt als Instrument nur ein Gasanbieterwechsel auf Grundlage unabhängiger Vergleichsplattformen. Dazu lohnt ein Ausflug ins Internet auf Seiten, auf denen man den eigenen Gasbedarf und die verfügbaren Anbieter und Tarife je nach Wohnort kostenlos finden und vergleichen kann. Vor allem in den großen Städten wie Hamburg finden sich relativ leicht mehrere Anbieter, die untereinander in Konkurrenz stehen und oftmals Neukunden mit attraktiven Angeboten locken wollen. Dieser Wettbewerb ist für Verbraucher eine gute Möglichkeit, deutlich bei den jährlichen Gaskosten zu sparen. Da der Energiemarkt sehr dynamisch ist, lohnen sich auch häufigere Wechsel und ein Vergleich mehrmals im Jahr.

Grundversorgung in Hamburg ist teuer

Wer neu in Hamburg ist oder seinen Gasanbieter noch nie gewechselt hat, befindet sich vermutlich in der recht teuren Grundversorgung durch den Vattenfall Konzern. Ein Wechsel kann dann besonders lohnen. Bei den meisten Versorgerunternehmen hat man bei der Tarifgestaltung gewisse Spielräume und kann den Tarif auf den tatsächlichen Verbrauch abstimmen. Auch die Tariflaufzeit spielt eine Rolle, denn gerade bei langfristigen Verträgen sind Wechsel nicht immer kurzfristig möglich. Ein Schlupfloch bieten Preiserhöhungen. Wem eine Erhöhung des Gaspreises ins Haus flattert, der hat 14 Tage Zeit, den Vertrag außerordentlich zu kündigen und sich einen günstigeren Anbieter zu suchen.

Foto: RainerSturm  / pixelio.de

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