Gekonnter Industriebau – Planung vom Fachmann

Planungs- und Umsetzungsprozesse im Industriebau sollten Vorlage für öffentliche Bauten und ihre Planung sein.

Was können öffentliche Bauten vom Industriebau lernen? Gerade öffentliche Bauten sind das Negativbeispiel für mangelnde Transparenz, fehlende Kostenkontrolle, endlose Bauzeiten und das muss auch gesagt für schlechte Qualitätsstandards In drei Worten gesagt teuer, schlecht und langsam. Wir Bürger leisten uns einen Staat, der oft als Bauherr eine Katastrophe ist. Private Bauherren, insbesondere Industrieunternehmen, die effiziente Produktions-, Logistik- und Technikgebäude benötigen, können sich diesen Luxus nicht leisten. Es sind nicht nur um Kosten- und Zeitpläne, die eingehalten werden müssen. Wirtschaftlich sinnvoll ist ein Industriebau nur, wenn er sorgfältig geplant wird und auch das ist wichtig, wenn ein Gebäude auch nachhaltig genutzt werden kann. Wie flexibel können Nutzungskonzepte nach geänderten Anforderungen angepasst und optimiert werden? Wie passt sich das Gebäude zu den umgebenden Gebäuden, sind schlanke Abläufe in der Produktions- und Distributionslogistik des Unternehmens möglich? Ist der Industriebau flexibel? Kann der Industriebu zukünftig ergänzt, angebaut oder umgebaut werden?  Das sind Grundanforderungen die schon in der ersten Phase der Grobplanung in das Konzept eines Industriebaus einfließen müssen.

Experten für den Industriebau

Diese Prozesse erfordern Expertenwissen. Ein Unternehmen kann zwar präzise seine Anforderungen an Gebäude benennen, denn es kennt seine spezifischen Produktions- und Logistikprozesse genau. Industriebau ist nicht reine Architektur. Im Industriebau manifestieren sich die Produktions- und Logistikabläufe in Gebäuden. Das ist das Feld der Industriebau Consultants, die  passgenaue Strategien entwickeln. Im intensiven und strukturierten Dialog mit allen Projektbeteiligten wird von ihnen die bevorstehende Aufgabe analysiert, strukturiert und die daraus resultieren Projektziele formuliert. Anschließend werden sie dann gemeinsam mit dem Auftraggeber verabschiedet. In der nächsten Planungsstufe werden verschiedene Lösungskonzepte entwickelt. Im Anschluss daran qualifiziert, bewertet und die Budgets werden ermittelt. Mit der Dokumentation und Präsentation ist Basis für eine objektive und umfassende Entscheidungsgrundlage, die neutral beurteilt werden kann, gegeben.

Nur wenn ein Industriebau-Projekt sorgfältig definiert ist, kann es auch im gegebenen Zeit- und Budgetrahmen umgesetzt werden. Nachträgliche Änderungen oder Umwidmungen führen meist zu einer deutlichen Erhöhung der Baukosten und Überschreitung der Bauzeit. Bei einem Industriebau-Projekt sind nicht nur die reinen Baukosten entscheidend. Weitere Kriterien sind, wie hoch sind die Unterhalts-und Betriebskosten? Wie belasten die Prozesskosten Fertigung und Logistik im laufenden Betrieb? Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Projektdefinition und der Berücksichtigung bzw. exakten Formulierung aller Anforderungen. Selbst einem Laien wird das deutlich am Beispiel des neuen Berliner Flughafens BER in Berlin Schönefeld. Mehrmals veränderte der öffentliche Auftraggeber, ergo die Politik, die Anforderungen während der Bauphase. Die Folge: improvisierte Umplanungen, Planungs- und Bauchaos sowie die daraus resultierenden Qualitätsmängel am Bau. Für künftige Generationen von Industrie-Bauplanern wird BER als Blauphase, für alles was man nur falsch machen kann, dienen.

Auch bei Industriebauten kann es zu Planungsschwierigkeiten, Zeit- und Kostenüberschreitungen kommen. Doch mit einer sorgfältigen Planung und Bauüberwachungen durch Industriebau Spezialisten, lässt sich das Risiko deutlich eingrenzen. Der Staat, ergo die Politik, muss lernen am Anfang Ziele exakt zu definieren. Insbesondere die zumeist politisch bedingten Umplanungen in der Bauphase sollten von der Gesellschaft nicht mehr geduldet werden. Wenn die Verantwortlichen hierfür die Haftung genommen würden, würden viele Bauvorhaben wesentlich disziplinierter geplant und umgesetzt werden. Eine Verschwendung von Steuergeldern sollte wie die Steuerhinterziehung ein Straftatsbestand sein.

Hamburg ist ein starker Industrie- und Logistikstandort. Der Hamburger Hafen kann sich nur erfolgreich im Wettbewerbe behaupten, wenn Logistikunternehmen für eine reibungslosen An- und Abfuhr, Lagerung und Verteilung sorgen. So ist z.B. das Tchibo Logistikzentrum, das pro Tag 6.200 Aufträge, 350.000 Picks, 118.000 Positionen, 68.000 Behälter und 2.700 Paletten abwickelt von einem Industriebauplanungsunternehmen begleitet beim Bau begleitet worden. Diese Warenströme erfordern auch einen kontinuierlichen Ausbau in der LKW-Flotten  wie z.B. Garbe Transport in Hamburg, die ihre Brummiflotte aufgestockt haben.

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