Gras, Gras – Baby – Börsenboom für Cannabis Aktien fasziniert Anleger

Cannabisblüten im GlasCannabis sorgt für Börsen-Hype Photo by Get Budding on Unsplash

Cannabis-Aktien reizen Börsianer und Anleger. Was steckt dahinter? Börsen-Hype, Wachstums- oder Substanzwerte?

Das Segment der Cannabis-Unternehmen mag für die Privatanleger zwar ausgesprochen spannend sein, ist aber sehr schwer zu durchblicken. Wer sein Geld in Cannabis Aktien stecken mag, sollte sich mit dem Ergebnis der Studie der Analysten der Berenberg Bank befassen.

Canopy Growth

Folgt man der Studie, so hat die Canopy Growth das mit Abstand beste Angebot. So sind die Analysten der Meinung, dass sich das Unternehmen ausgesprochen gut darauf vorbereitet hat, zahlreiche Möglichkeiten zu nutzen, die im Zuge des Cannabis-Geschäfts möglich sind. Aufgrund der Tatsache, dass Canopy Growth auch international agiert, stehen zahlreiche Türen offen. Mit den Tochtergesellschaften ist die Canopy Growth nämlich in Kanada, Tschechien, Deutschland, Australien, Spanien, Japan, Dänemark, Kolumbien, Brasilien, Jamaika sowie auch in Lesotho und Chile tätig.

Zum aktuellen Zeitpunkt werden von Seiten des Unternehmens zehn Cannabis-Stores sowie sechs Nicht-Cannabis-Cafés betrieben. Zudem sind die Einzelhandelsaktivitäten in zwei Geschäftsbereiche unterteilt. Einerseits gibt es Filialen, andererseits auch den Online-Vertrieb.

Von Seiten der Gruppe wurden in Kanada Lieferverträge von über 69,5 Tonnen gemeldet – das ist der mit Abstand größte Wert aller in Kanada börsennotierten Unternehmen. Schlussendlich werden mit den Lieferverträgen rund 99,9 Prozent der gesamten Bevölkerung Kanadas abgedeckt – die Marken der Gruppe weisen somit die größtmögliche geografische Präsenz auf.

Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 6,8 Milliarden Euro. Die Nettoliquidität betrug Ende Juni 3,34 Milliarden Euro. Anfang August 2019 lag die Aktie bei rund 29 Euro.

Börsenkurs in einer Zeitung
Börsen-Hype? Photo by Markus Spiske on Unsplash

Tilray

Aktuell sind Tilray und die Tochtergesellschaften in Kanada, Tschechien, Deutschland, Kroatien, Portugal, Zypern, Peru, Argentinien, Südafrika, Chile, Neuseeland sowie auch in Australien tätig.

Zum derzeitigen Zeitpunkt wird von der Gruppe kein eigenes Einzelhandelsgeschäft für Freizeitmärkte betrieben. Jedoch steht eine E-Commerce-Plattform für Freizeitprodukte zur Verfügung. Diese sei, so das Ergebnis der Berenberg-Studie, aber noch nicht für Transaktionen aktiviert worden. Positiv hervorzuheben sei der starke Marktzugang für die Medizinprodukte und zudem auch die strategischen Partnerschaften mit etablierten Einzelhändlern sowie Pharmahändlern.

So gibt es eine exklusive Partnerschaft mit Sandoz, einer Tochtergesellschaft von Novartis, um medizinische Cannabisprodukte an Apotheker, Ärzte wie Krankenhäuser vermarkten zu können. Zudem gibt es auch Vereinbarungen zwischen Tilray und den kanadischen Apotheken PharmaSave (650 Geschäfte) sowie Drug Mart (1.200 Geschäfte).

Tilray biete derzeit Cannabis-Pflanzen, Vorrollen sowie auch Konzentrate an. Im Medizinbereich gibt es unter anderem auch Trockenpflanzen, Kapseln, Tinkturen sowie Öle.

In Kanada gibt es Lieferverträge über mehr als 6,9 Tonnen. Zudem gibt es auch noch Lieferverträge mit Nova Scotia wie Ontaria – es gibt hier aber keine näheren Angaben über die Größenordnung. 

Anfang August 2019 lag der Kurs der Aktie bei rund 38 Euro.

Aurora Cannabis

Das Unternehmen ist in Dänemark, Litauen, Spanien, Deutschland, Malta, Israel, Italien, Südafrika, Australien, Kolumbien, Brasilien, Mexiko, Uruguay und auch auf den Kaimaninseln tätig.

Im Freizeit-Einzelhandel ist Aurora Cannabis an zwei Einzelhändlern beteiligt: So hält Aurora 25 Prozent von Alcanna, vormals Liquor Stores NA, einem Einzelhändler, der mit seinen alkoholischen Getränken 229 Geschäfte in Alberta betreibt. Im Rahmen des Lizenzvertrages hat Alcanna das exklusive Recht, Cannabisläden unter dem Namen Aurora zu eröffnen. Nach aktuellem Stand sollen demnächst in Alberta 37 Filialen eröffnet werden. Dabei geht es aber nicht um neue Standorte, sondern um die Umwandlung einiger Spirituosenläden in Cannabis-Einzelhandelsgeschäfte.

Zudem gibt es auch noch das Einzelhandelsunternehmen Choom, das vorwiegend in Westkanada tätig ist. Die Beteiligung von Aurora Cannabis liegt bei 8 Prozent, wobei durch die Ende 2018 vorgenommene Investition in Höhe von 20 Millionen Kanada Dollar das Recht gesichert wurde, einen Anteil von 40 Prozent erwerben zu dürfen.

Anfang August 2019 lag die Aktie bei rund 6 Euro.

Nicht nur in Cannabis investieren

Wer in Cannabis Aktien investiert, der braucht natürlich Geduld – und auch starke Nerven. Denn auch wenn es sich um einen immer größer werdenden Markt handelt, so heißt das nicht, dass die Börsenkurse immer nur nach oben gehen.

Investiert man an der Börse, so muss man immer mit Korrekturen rechnen. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, nicht die gesamte Investitionssumme in ein und denselben Markt zu stecken, sondern auch in andere Branchen zu investieren.

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