Hamburg’s Wirtschaft ist so kreativ wie noch nie

Edelfettwerk Hamburg - Cannes Lions Verleihung 2018Cannes Lions das Objekt der kreativen Begierde Foto: Olaf Malzahn

Die Wirtschaft in Hamburg floriert. Dabei wirkt mittlerweile auch die Kreativwirtschaft unterstützend. Denn die Hamburger haben, trotz ihrer Liebe zur Tradition, früh erkannt, dass diese Branche zukunftsweisend ist und eine Menge Potenzial bietet. Die Hansestadt ist ein beliebter Standort für Start-ups im kreativen Milieu, was wohl auch der ausgeprägten Wirtschaftsförderung der Stadt zu verdanken ist.

Big Farm Key Visual
Big Farm ein Spiel von Good Games Studios Hamburg (c) Good Games

Eine große Kreativlandschaft in Hamburg

Im Zusammenhang der finanziellen Förderung ist insbesondere die Hamburg Kreativ Gesellschaft zu nennen, die bereits seit vier Jahren insbesondere junge Unternehmen in der Kreativwirtschaft finanziell fördert. Und junge Unternehmen gibt es in Hamburg viele. Schon lange gilt die Stadt an der Elbe als eine der wichtigsten Gründerstädte Deutschlands. Insbesondere im Gaming-Bereich haben sich hier bereits einige der einst kleinen Randspieler, wie zum Beispiel die Goodgame Studios, zu großen Namen gemausert.

So ist es kein Wunder, dass sich auch immer mehr große Unternehmen mit Kreativagenturen, wie beispielsweise den Designern der 2014 gegründeten Albertson Markenbande, zusammenschließen. Die genannte Agentur ist auch deshalb typisch für die Kreativwirtschaft, weil sie Design mit Fotografie und Druck verbindet. Denn ein Überlappen mehrerer Geschäftszweige ist typisch für diesen Bereich.

Darüber hinaus punktet die Hamburger Werbeagenturszene schon seit zwei Dekaden und führt die Kreativrankings an. Agenturen wie Jung von Matt, Grabaz & Partner, Thjnk oder Kolle Rebbe.

Was bedeutet “Kreativwirtschaft”?

Erst 2007 wurde die Bezeichnung “Kreativwirtschaft” von einer Kommission des deutschen Bundestages eindeutig definiert, sodass sie seitdem auch in den Statistiken zur Bruttowertschöpfung als eigener Wirtschaftszweig auftauchte. Überraschend war dann bereits 2008, dass sich die Kreativwirtschaft auf Platz zwei vorschob und sich nur dem Maschinenbau geschlagen geben musste. Im engeren Sinne werden seit 2007 dabei elf Branchen zur Kreativwirtschaft gezählt, u.a. Presse, Rundfunk, Musik-, Kunst- und Buchwirtschaft, Werbung, aber auch die Darstellende Kunst oder der Bereich Software/Games. Jede dieser Branchen befasst sich laut Definition mit der Produktion kreativer und/oder kultureller Güter und Dienstleistungen.

Studie der Stadt Hamburg zeigt Ausblick

Mit ihrem Gutachten “Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg” aus 2010 hat die Stadt nachgewiesen, welche positiven Effekte eine stabile Kreativwirtschaft haben kann und welche Wachstumsräume hierfür in der Hansestadt zu erwarten sind. So werden beispielsweise die Stadtteile Ottensen, das Schanzenviertel und St. Pauli als „kreative Stammzellen Hamburgs“ und die Kreativwirtschaft als „Katalysator für die Transformation von Räumen” bezeichnet. Bleibt also zu hoffen, dass sich die hohen Erwartungen dieses Gutachtens auch in Zukunft weiter erfüllen, damit Hamburg ein Zentrum für kreative Köpfe und Kulturschaffende bleibt.

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