Lean Production – Effizienzsteigerung in der Produktion

Foto: Thomas Max Müller/pixelio.deKeine Lean Production Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de

Lean Production – hinter diesem Begriff verbirgt sich ein zeiteffizienter und sparsamer Einsatz von Produktionsfaktoren wie dem Personal, Betriebsmitteln, Werkstoffen, der Organisation und Planung sämtlicher Unternehmensaktivitäten.

Im Zentrum steht ein möglich geringer Wertstrom

Dementsprechend inkludiert die Lean Production die gesamte Materiallogistik und Produktion. Ob beim Standortverbund oder einem Werksteil – stets steht ein optimaler Wertstrom mit einer möglichst geringen Durchlaufzeit im Fokus der ’schlanken Produktion‘. Allerdings entfaltet sich die Wirkung dieser Herangehensweise erst vollends, wenn alle Prinzipien systematisch interagieren. Im Zentrum der Lean Production steht die Konzentration auf das Wesentliche. Entsprechende Wertschöpfungsprozesse sollen so gut wie möglich optimiert werden, indem eine minimierte Verschwendung und eine erhöhte Transparenz in die Tat umgesetzt werden.

Diese Ziele möchte dieses Produktionsprinzip erreichen

Mit der Lean Production einher gehende Ziele wie eine Erhöhung der Produktivität können verbessert werden, indem der Einsatz einzelner oder sämtlicher Produktionsfaktoren bei gleichem Output reduziert wird. Dieses Ziel kann beispielsweise verfolgt werden, indem überflüssige Lagerbestände abgebaut, Personal bei unausgelasteten Kapazitäten gestrichen oder Hierarchieebenen eliminiert werden. Ein weiteres Ziel der Lean Production – eine Verbesserung der Produktqualität – lässt sich durch optimierte Produktionsprozesse erreichen. Stichworte wie sofortige Nachbearbeitungen defekter Produktteile oder kompletter Produkte oder stetige Qualitätskontrollen sind für dieses Produktionskonzept unerlässlich. Schaffen es an der Produktion beteiligte Mitarbeiter zusätzlich, einen Ausschuss in der Beschaffung und Produktion auf ein Minimum zu reduzieren und eine enge Kooperation mit Zulieferfirmen zu pflegen, steigert sich die Produktqualität automatisch. Um das dritte Ziel – ein Maximum am Flexibilität – zu realisieren, ist es von Bedeutung, dass Unternehmen eine große Bandbreite an Produktvariationen und Produktmengen in kurzer Zeit und kostengünstig herstellen. Dieses Ziel lässt sich durch flexible Arbeitszeiten sowie eine damit einher gehende Inanspruchnahme temporärer Kapazitäten erreichen. Flexible Produktionssysteme oder die so genannte Jobrotation tragen einen großen Anteil dazu bei. Zudem gibt es Onlineangebote wie lean-production-shop.de, die sowohl die Verwaltung als auch die Produktion wesentlich vereinfachen und erleichtern.

Grenzen, die das Lean Production Modell setzt

Allerdings sind dem Modell der Lean Production in der Praxis Grenzen gesetzt. Werden Kapazitäts- und Personalbestände tatsächlich auf ein Minimum reduziert, treten bei unvorhersehbaren Ereignissen wie Krankheiten automatisch Störungen in der Distribution oder Produktion auf. Da sich der Denkansatz zu deutlich auf Kostenentlastungen fokussiert, gerät der absatzpolitische Ansatz in seiner ursprünglichen Form automatisch in den Hintergrund. Zudem sind die Prinzipien der Lean Production sehr eng mit dem Just-In-Time-Modell verbunden. Da im Regelfall eine rechtzeitige Anlieferung von außen bezogenen Materialien in kleinen Mengen erfolgt, sind Speditionsfahrzeuge nicht ausgelastet.

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