LEMONAID aus Hamburg legt sich mit dem Discountriesen Lidl an

Lemonaid im Vergleich LidlWer hat Recht im Limonadenkrieg: Original (l) und Lidl-Kopie? (r) Foto: Lemonaid

Limonadenkrieg: Der Hamburger Paul Bethke zeigt LIDL die Stirn

Eigentlich wissen es fast alle Branchen-Insider, mit den Handelsriesen ist nicht zu spaßen und im Zweifelsfall spielen sie ihre Marktmacht ohne Hemmungen gegenüber Wettbewerbern und Lieferanten aus. Schließlich können sie sich die besten und teuersten Rechtsanwälte spielend leisten.

Paul Bethke von der Hamburger Marke LEMONAID erlebt gerade eine Limonadenkrieg. Seit 2009 produziert er Limonaden und Eistees für die gute Sache. Seine Marke ist mittlerweile nicht nur in Hamburg populär. In vielen Cafés, Bars, Restaurants, Kochschulen, Kantinen und auf den Konferenztischen von Unternehmen stehen LEMONAID Softdrinks auf dem Tisch. Auch in den Regalen des Handels finden sich LEMONAID Flaschen.

Paul Bethke

Lemonaidgründer Paul Bethke Foto: kevin McElvaney

Dunkle Wolken ziehen auf

Paul Bethkes Konzept sind Limonaden und Eistees mit Zutaten aus biologischem Anbau und fairem Handel. Das Besondere: Mit jeder verkauften Flasche werden zusätzlich zur Fairtrade-Prämie Sozialprojekte in den Anbauregionen der Zutaten gefördert. Das minimalistische Design der Flaschen macht die Drinks in den Cafévitrinen und Ladenregalen unverwechselbar. Bis jetzt. 

Lemonaid im Vergleich Lidl

Wer hat Recht im Limonadenkrieg? Original (l) und Lidl-Kopie? L) Foto: Lemonaid

Der Hamburger Lemonaidgründer meint, dass der Discount-Riese Lidl hat sich bei ihm bedient hat. Nun stehen in den Lidl-Regalen drei Limo-Kopien, die dem Drink für eine bessere Welt auffallend ähnlich sehen. Bethke mag da nicht an einen Zufall glauben. Dazu kommt, in den LIDL-Limos werden keine Bio- und Fairtrade-Zutaten verwandt. Außerdem werden keine Sozialprojekte finanziert. Der Hamburger sieht darin einen klaren Fall von Verbrauchertäuschung.

Unnötig zu sagen, dass LEMONAID in diesem Limonadenkrieg nicht kampflos kapituliert. Gründer Paul Bethke schreibt in einem offenen Brief an Lidl-Chef Jesper Hojer:

„Mit der Kopie der Marke LEMONAID schmücken Sie sich mit unseren Werten. Sie täuschen Kunden, die mit dem Kauf einen sozialen Beitrag leisten wollen“ und schließt mit den Worten „Was zu tun ist, sollte klar sein. Wir sind gespannt, ob unser Brief zu Maßnahmen Ihrerseits führt.“

Auf seinen Social-Media-Kanälen zeigt LEMONAID die Unterschiede zwischen sozialem Original und Lidl-Kopie auf („Finanziert soziale Projekte“ vs. „Finanziert einen Großkonzern“). Gleichzeitig appelliert LEMONAID an Mitstreiter für eine faire Wirtschaft, Lidl unter dem Hashtag #lidlklontdich mit Statements und Bildern des Originals die Meinung zu sagen.

Es kommt immer wieder vor dass das Design und die Idee von angesehenen und zumeist kleinen Marken von Branchenriesen kopiert werden. Allerdings bei der Qualität sind die Nachahmer zumeist großzügig und machen deutliche Abstriche. Die Frage ist, wer hat Recht im Limonadenkrieg und wie weit gehen beide Seiten?

LEMONAID – so weit, so lecker

LEMONAID Limonaden werden aus frischem Saft hergestellt und fair im Einkauf und Verkauf gehandelt. Die Zutaten sind biologisch angebaut und stammen von zertifizierten Kleinbauernkooperativen. Das Projekt Lemonaid unterstützt und gestaltet den sozialen Wandel aktiv. Mit jeder Flasche Lemonaid wird ein kleiner Beitrag geleistet. Salopp gesagt, LEMONAID will trinkend die Welt (ein wenig) verändern.

Neben fairem Handel wird mit jeder verkauften Flasche der Lemonaid & ChariTea e.V. unterstützt. So kamen bislang mehr als 3.000.000 Euro zusammen, die dem Verein für unterschiedliche Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stehen.

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