Mieten in Hamburg sinken langsam

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Dass die Mieten in den Großstädten Deutschlands höher sind als auf dem Land, ist kein Geheimnis. Neben Berlin versucht auch Hamburg das Problem der rasant steigenden Mieten in den Griff zu bekommen. Bereits Ende 2013 kündigte SPD-Wohnungsbauexperte Dirk Kienscherf einen Rückgang der Mieten in der Hansestadt an. Axel Kloth, Vorsitzender des IVD Nord, hielt dagegen und verwies auf eine entstehende Wohnungsnot, Mietexplosion und die Gefahr einer Immobilienblase. Kienscherf glaubte, solch ein Horrorszenario mit einem verstärkten Wohnungsbau von bis zu 6.000 Wohnungen im Jahr zu umgehen. Parallel wurde ein Wohnraumschutzgesetz verabschiedet, welches den Leerstand und die Zweckentfremdung von Wohnraum minimieren sollte. Doch was hat die Aktion gebracht?

Mehr Wohnungen gebaut

Ende 2014 wurden in der Immobilienwirtschaft nun tatsächlich erste Effekte deutlich. Durch den massiven Bau von Wohnungen sinkt langsam das durchschnittliche Mietpreisniveau – in der Hansestadt das erste Mal seit dem Jahr 2007. Wer aktuell eine Wohnung sucht, der muss daher besonders gut auf Preisunterschiede achten. Mit wenig Aufwand geht das über Online-Suchmaschinen wie beispielsweise Immobilo.de, mit der man Wohnungsangebote aus mehr als 50 unterschiedlichen Quellen finden und vergleichen kann. Interessierte müssen nur die Augen offen halten und sollten bei günstigen Angeboten schnell zuschlagen.

Spitzenmieten von 16 Euro pro Quadratmeter sind auf dem Rückzug, und bei großen Wohnungsbauprojekten hat sich der vom Senat geforderte Drittelmix bewährt. So müssen derzeit ein Drittel der Wohnungen als Sozialwohnungen gebaut werden, um einer Gentrifizierung vorzubeugen. Marko Lohmann vom Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen rät aber dazu, sich nicht auf den bisherigen positiven Ergebnissen auszuruhen. Kritisch sieht er die von der Politik angekündigte Mietpreisbremse. Er warnt davor, der Wohnungswirtschaft Geld zu entziehen, das normalerweise zum großen Teil auch in den Wohnungsbau investiert würde. Dies könnte den positiven Trend auf dem Immobilienmarkt unterbrechen.

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