Prädikat erstaunlich: Die Entwicklung von Bitcoin

Bitcoin Symbolfoto mit KurschartBitcoinkurs Symbolfoto Photo by André François McKenzie on Unsplash

Kryptowährung als neues Instrument des Finanzmarktes gewinnt jedes Jahr an Popularität, sowohl bei professionellen Anlegern als auch bei normalen Bürtern und Kleinanlegern. Allein im Jahr 2020 hat sich das Volumen des Bitcoin-Handels verdoppelt – von 6,1 Billionen. US-Dollar (Januar 2020) auf 12,1 Billionen US-Dollar (Dezember 2020), was auf ein steigendes Interesse an diesem Vermögenswert bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen hinweist. Tesla beispielsweise, einer der größten amerikanischen Elektrofahrzeughersteller, investierte im Dezember 2020 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoins. Der Kauf von Kryptowährung war notwendig, um die Ziele zu erreichen, die Risiken des Unternehmens durch die Diversifizierung der Mittel zu reduzieren.

Neben professionellen Investoren nutzen auch Besitzer von Kanälen auf Youtube-Netzwerkressourcen aktiv Kryptowährungs-Wallets. Im Jahr 2020 haben viele „Streamer“ Konten in Kryptowährungen eröffnet und akzeptieren Spenden in Bitcoins, Ethereum und Litecoins.

Spenden auch in Kryptowährungen

Viele Internetdienste haben ab Ende 2020 begonnen, Spenden in Kryptowährung anzunehmen. So kündigte eines der Unternehmen, das die Anwendung für den Austausch elektronischer Nachrichten erstellt hat, die Möglichkeit an, Spenden in Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Chainlink, Bitcoin Cash), sowohl anonym als auch mit Angabe einer E-Mail zur Zusendung einer Quittung zu bekommen (nicht nur für  US-Bürger notwendig, um einen Steuerabzug zu erhalten). Außerdem werden heutzutage solche Handelsplattformen wie BitQT immer weiter verbreitet, da es sehr einfach ist, dort Profite zu erzielen.

Trotz des Vordringens von Kryptowährungen in neue Bereiche bleibt die Volatilität dieses Finanzinstruments hoch, wie das Verhalten der Kryptowährungen im Jahr 2021 zeigt. Bitcoin ist bis heute eine der beliebtesten Kryptowährungen. Der Einfluss von wirtschaftlichen, politischen und Informationsfaktoren hat den Kurs dieser Kryptowährung stark beeinflusst.

Spannende Kursentwicklung

Im ersten Quartal 2020 tendierte der durchschnittliche monatliche Bitcoin-Kurs sowohl zu steigen als auch zu fallen. Der Anstieg des durchschnittlichen monatlichen Bitcoin-Wertes von 8.414 US-Dollar auf 9.642 US-Dollar pro Bitcoin war von einer Reihe von Ereignissen geprägt. Erstens begannen einige Börsen (z. B.  Xena Exchange) Futures und Optionen für Bitcoin zu handeln, und zweitens kündigte die People’s Bank of China die Entwicklung und Erprobung des digitalen Yuan an, was sich erheblich auf die Bitcoin-Kosten auswirkte.

Der Rückgang der durchschnittlichen Monatsrate dieses Vermögenswerts um 28 % US-Dollar (auf 6.890 US-Dollar pro Bitcoin) im ersten Quartal 2020 ist vor allem auf die Ereignisse im März an den Öl- und Aktienmärkten zurückzuführen. Den stärksten Rückgang der Ölpreise erlebte der Ölmarkt am 9. März 2020, der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel im Tagesverlauf um 30 % (auf 31,27 US-Dollar pro Barrel). Wie Analysten und Ökonomen feststellen, dienten diese Ereignisse als Katalysator für den Zusammenbruch der weltweiten Aktienindizes (der Dow Jones-Index fiel um 36 Prozent, der S&P 500 um 34 Prozent, der IMOEX um 31 Prozent), was sich negativ auf den Wert von Bitcoin auswirkte.

Das vergangene Jahr

Im zweiten Quartal 2020 gab es einen Trend zu einem Anstieg des durchschnittlichen monatlichen Bitcoin-Kurses. Die Stabilisierung des Kryptowährungsmarktes hat mehrere Gründe. Erstens haben die chinesischen Behörden Anfang April 2020 das Ende der Epidemie in ihrer Region und die Wiederaufnahme der Produktionsaktivitäten im Land angekündigt. Zweitens haben die Zentralbanken einer Reihe von Ländern ihre Aktivitäten zur Reduzierung des Bargeldumlaufs verstärkt.

Im dritten Quartal 2020 stieg die durchschnittliche monatliche Bitcoin-Rate um 23 % und erreichte 11.650 USD pro Bitcoin. Wissenschaftler heben die wichtigsten Ereignisse, die den Bitcoin-Kurs in diesem Zeitraum beeinflusst haben, nicht heraus. Der Aufwärtstrend der Kryptowährung hat sich aus einer Kombination verschiedener Faktoren entwickelt.

Im vierten Quartal gab es einen Boom im Kryptomarkt und insbesondere bei Bitcoin. Während des Quartals stieg die durchschnittliche monatliche Bitcoin-Rate um das 2,1-Fache und erreichte 22.209 USD pro Bitcoin. Der Wertzuwachs einer digitalen Münze ist mit dem Eintritt großer amerikanischer institutioneller Anleger in den Kryptowährungsmarkt verbunden.

Gegenüber dem Kursniveaus im Juli 2020 hat sich der Bitcoinkurs im Juli 2021 rund verdreifacht. Das alles vor dem Hintergrund der Verwerfungen durch die Corona-Pandemie!

Mit dem Smartphone Bitcoin handeln
Bitcoin am Smartphone handeln – Symbolfoto Photo by Executium on Unsplash

Auf Kaufsignale achten!

Beherzte Anleger sehen in den Kursschwankungen interessante Kaufzeitpunkte und -signale. Krypotwährungen sollten immer nur ein Teil des Depots sein. Denn Risikostreuung grenzt Geldanlage von Spekulantentum deutlich ab. In der Coronakrise haben Bitcoin und andere Kryptowährungen ihre Widerstandsfähigkeit in bewiesen.

Außerdem, die Notenbanken fluten weiter die Märkte mit Krediten und Nullzinsen. Die Zahl der Zombieunternehmen, überschuldete Firmen die defacto zahlungsunfähig sind und nur noch durch Kredite und der Corona-bedingten Aussetzung der Insolvenzantragspflicht am Leben erhalten werden, wächst.

Auch die klassische Inflation nimmt zu, wird aber von den Notenbanken durch diverse Statistiktricks offiziell ‘klein gerechnet’. Die CO²-Steuern werden die Inflation anheizen, denn von Vorprodukten bis hin zum Transport wird für die Unternehmen alles teuerer. Die Marktgesetze von echten Angebot, Nachfrage, technologischer Entwicklung und steigenden Steuern lassen sich aber nicht unbegrenzt aushebeln.

Eine Marktkorrektur wird kommen. Wie immer kündigen sich Kipppunkte nicht vorher an sondern kommen für die Marktteilnehmer überraschend. Die offene Frage ist nur der Zeitpunkt. Hier sind die nicht manipulierbaren Kryptowährungen als Hafen wesentlich sicherer als das manipulierte FIAT-Geld der Notenbanken.

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