Samsung Galaxy S6 und S6 Edge

Samsung Galaxy S6Samsung Galaxy S6 Foto: Samsung

Die Begeisterung hält sich in Grenzen

Die zwei neuen Handymodelle Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge von Samsung gelten unter Experten zwar als durchaus attraktiv, aber so richtig begeistern konnten sie in vielen Tests bislang kaum. Es seien nicht nur Vorteile, sondern auch erhebliche Nachteile gegenüber älteren Modellen festzustellen. Vor allem störe bei den neuen Modellen der fest verbaute Akku und der fehlende Speicherkarten-Slot, so der allgemeine Tenor. Beides war bislang allen Galaxy-Geräten gemein und markierte einen wesentlichen Unterschied zu Mitbewerbern und vor allem den mobilen Telefonen aus dem Hause Apple. Verglichen mit den neuen iPhones sei zudem das S6 Edge in der Herstellung teurer und obendrein kaum reparierbar, beklagen die englischsprachigen Experten von IHS.

Dieses Jahr hat Samsung seine zwei neuen Galaxy-Modelle vorgestellt: Das Samsung Galaxy S6 und das S6 Edge. Beide basieren auf demselben technischen System: Daher sind weder mit Blick auf die Ausstattung, Verarbeitung oder die Qualität der 16-Megapixel-Kamera Unterschiede zu verzeichnen. Beide Modelle begeistern in puncto Material und Leistung. Ebenfalls überzeugten die Tester die gestochen scharfen Bilder. Gerüchten zufolge ist die Nachfrage nach dem Galaxy S6 Edge dennoch wesentlich höher als die beim Galaxy S6. Auch wenn die vorhandenen Unterschiede nicht groß sein mögen, fallen sie für den Verbraucher offenbar ins Gewicht: So hat das Edge-Modell im Gegensatz zum S6 einen an den Rändern gewölbten Bildschirm. Dadurch weist es zusätzliche Features wie Schnellzugriffe auf Kontakte, Applikationen sowie Benachrichtigungen auf. Darüber hinaus ist die Akkulaufzeit länger als beim S6. Obschon beide den gleichen Prozessor haben, ist zudem die Rechenleistung des Edge ein wenig höher als die des technischen Bruders. Daher gewinnt das Edge-Modell derzeit auch allein das Rennen um den Titel: schnellstes Handy auf dem Markt. In der Praxis jedoch dürften die Leistungsunterschiede von 5 Prozentpunkten zwischen den beiden Modellen keinen gewichtigen Unterschied ausmachen.

Bislang konnte man – im Gegensatz zu den iPhones – bei allen Samsung Galaxy-Modellen ohne großen Aufwand den Akku herausnehmen und auswechseln. Sie besaßen zudem einen zusätzlichen Slot für Speicherkarten, um den internen Speicher zu erweitern. Das ist nun nicht mehr der Fall. Das Galaxy S5 war darüber hinaus wasserdicht. Auch das gilt für die Galaxy-S6-Modelle nicht mehr.
Das Galaxy S6 Edge fiel noch aus weiteren Gründen negativ auf: Laut den Experten der englischen Seite IHS sind die Produktionskosten des Galaxy S6 Edge viel höher als die der Konkurrenzprodukte von Apple. Dabei sei es zugleich so gut wie nicht reparabel. In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stetig an Bedeutung gewinnen, wirkt das geradezu rückständig. Auch den Falltest bestand das Edge nicht erfolgreich – genauso wie die iPhones. Immerhin zerbricht das Samsung Galaxy S6 nicht ganz so leicht.

Fazit: Wegen dieser doch recht erheblichen Nachteile ist die Anschaffung des Samsung Galaxy S6 oder S6 Edge momentan nur bedingt zu empfehlen. Angebote für ältere Samsung-Modelle oder Konkurrenzprodukte von LG oder HTC, wie sie beispielsweise 1und1 im Programm hat, sollten daher bei den Kauferwägungen berücksichtigt werden.

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