Stadium – noch ein Schwede streicht die Segel in Hamburg

stadiumstadium Flagship Store Hamburg Foto: Händler

ganz-hamburg.de nennt die Gründe für das Aus von Stadium. Droht in der Mönckebergstraße mit Sport Scheck noch eine weitere Schließung?

Nichts da mit Bullerbü-Romantik und lustigen Akzent, wenn’s um Geschäfte geht sind Schweden knallharte Manager, die hart durchgreifen und konsequent handeln. Nach dem schon die Hardware-Kette Clas Ohlson überraschend alle Hamburger Geschäfte geschlossen hat, verlässt jetzt die schwedische Sportartikel-Kette Stadium die Hansestadt.

Vor fünf Jahren startete Stadium mit einem Flagship Store in der Mönckebergstraße. Jetzt wurde bekannt, dass der Sportartikelhändler neben der Filiale in Mönckebergstraße auch die Geschäfte im Mercardo in Ottensen und die Harburger Filiale im Phönix Center Harburg schließen wird.

Schicht im Schacht ist am 23. Dezember 2019 in der City und in Ottensen. Die Harburger Filiale wird folgen.

Gemunkelt wurde in der Branche schon seit einiges Zeit so einiges, aber es waren bis jetzt nur Gerüchte.

In der Tagespresse äußerte Magnus Wåhlander (Stadium General Manager bei Stadium), dass ein ausschlaggebender Grund die Marktlage in Kombination mit hohen Mieten ist. Außerdem, der gesamte Einzelhandel steht gewaltig unter dem Druck des ständig wachsenden Onlinehandels. Fast ein Drittel (30%) aller Sport- und Freizeitartikel werden bereits im Web erworben. Stadium selbst will sich zukünftig auf den Skandinavien Markt konzentrieren. Es hat den Anschein, dass wie bei Clas Ohlson der deutsche Markt zu optimistisch beurteilt und die Schwierigkeiten unterschätzt wurden.

Für Hamburger Schnäppchenjäger wird der zu erwartende Räumungsverkauf vor Weihnachten sicherlich interessant sein.

Sport Scheck Fassade
Die Hamburger Sport Scheck Filiale in der Mönckebergstraße © ganz-hamburg.de

Was wird aus Sport Scheck in der Mönckebergstraße?

Offen ist Frage, wie schaut die Zukunft der erst kürzlich aufwändig refreshenten Sport Scheck Filiale (Ex-Eigentümer Otto Group) in der Mönckebergstraße nach dem Verkauf der Kette an Galeria Karstadt Kaufhof (signa) aus. Rechnen sich zwei Standorte in einer Straße? Denn die größere Karstadt Sports Filiale ist nicht entfernt.

Werden die Marken zusammengeführt? Für Handelsexperten wäre es nicht überraschend, wenn der schwächere Standort mit dem Ablauf des Mietvertrages geschlossen werden würde. Eine Kannibalisierung macht wenig Sinn und kostet nur Geld.

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