Tchibo macht Afrika ein Stück besser

SchulbauSchulbau als Gemeinschaftsprojekt in Sambia Foto: Tchibo

Tchibo ist Deutschlands führender Kaffeehändler und einer der größten Online-Shops. Das Hamburger Familienunternehmen ist aber ebenso für sein soziales Engagement bekannt. Dieses zeigt sich unter anderem durch mehrere Projekte in der Heimat der Rohstofflieferanten von Kaffee und Baumwolle: Afrika. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Mount Kenya Projekts Ende letzten Jahres war Tchibo auch in Benin und Sambia erfolgreich aktiv. Das Unternehmen finanzierte dort den Bau und die Ausstattung von Schulen. So will der Händler Kindern von Baumwollfarmen die Chance auf ein besseres Leben ermöglichen. Auf diese Weise macht Tchibo Afrika ein Stück besser – den Kontinent, der ausschließlich aus Entwicklungsländern besteht. Denn Bildung ist für viele Experten einer der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklungspolitik und eine Hilfe zur Selbsthilfe.

Benin: Schulen als Mittelpunkt der Hilfe

Im Mittelpunkt der Projekte im westafrikanischen Benin und im südostafrikanischen Sambia stand daher der Bau von Schulen. Fünf verschiedene Gebäude hat Tchibo dort errichten lassen. Insgesamt 750 Kinder kommen nun in den Genuss einer guten Grundbildung. Denn in Afrika sind Schulbesuche trotz großer Fortschritte im Bildungswesen alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Häufig fehlen Gebäude, Lehrkräfte und vor allem eine adäquate Ausstattung. Genau hier hat Tchibo mit dem Benin-Projekt angesetzt. Denn das Unternehmen hat die Unterstützung nachhaltig angelegt. So verfügen die Gebäude über Solarmodule zur eigenen Stromerzeugung. In Schulgärten lernen die Schüler alternative Anbaumethoden kennen. Gleichzeitig sind die Ernteerträge ein Beitrag zur Grundversorgung der Schulen mit Nahrungsmittel. Die Schüler profitieren auf diese Weise von einer warmen Mahlzeit am Tag. Um eine ausreichend gute Bildung zu ermöglichen, hat Tchibo zusätzlich insgesamt 10.000 Bücher angeschafft und vor Ort für die Schüler rund 20.000 Schuluniformen produzieren lassen.

Der erfolgreiche Abschluss dieses Projektes wäre ohne Kooperationen nicht denkbar gewesen. Tchibo hat eng mit der Aid by Trade Foundation zusammengearbeitet. Die Organisation hat mit Cotton made in Africa (CmiA) eine Art Fair-Trade-Marke für Baumwolle geschaffen. Tchibo ist einer der größten Abnehmer dieser Baumwolle. Inzwischen stammen etwa 70 Prozent der verarbeiteten Baumwolle des Händlers aus entsprechend nachhaltigen Quellen wie CmiA oder anderen Initiativen. Kunden können durch den Kauf von entsprechenden Baumwollartikeln direkt die Baumwollfarmer unterstützen.

Sambia: Schulen mit Brunnen schaffen Lebensgrundlage

Sauberes Trinkwasser ist in Afrika selten. Daher ist der Bau von Brunnen ein wichtiger Beitrag zur Selbsthilfe. Tchibo hat dieses Konzept mit dem Bau von Schulen in Sambia kombiniert. Bereits seit drei Jahren ist das Unternehmen im südostafrikanischen Land aktiv. In Kooperation mit der Aid by Trade Foundation sowie der lokalen Baumwollgesellschaft Cargill und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft haben die Hamburger Kaffeespezialisten Projekte in Sambia vorangetrieben. Dabei sind ebenfalls fünf Schulgebäude entstanden. Die Besonderheit ist hier der zentrale Brunnen. Dieser versorgt nicht nur die Schule mit frischem Trinkwasser, sondern bietet auch der Gemeinde einen Zugang zu sauberem Wasser. Bis Mitte des Jahres sollen fünf weitere Schulen in Sambia entstehen. Wie in Benin stellen größere Schulgärten die Ernährung der Schüler sicher und vermitteln ihnen zugleich spielerisch Kenntnisse in nachhaltigem Anbau von Baumwolle und anderen landwirtschaftlichen Produkten.

Hilfe zur Selbsthilfe an der Quelle der Unternehmensprodukte

Tchibo geht mit seinem Engagement in Afrika stets an die Quellen der Unternehmensprodukte. Waren es beim Mount Kenya Projekt die Frauen von Kaffeebauern in Ostafrika, sind es in Benin und Sambia die Kinder von Baumwollfarmen. Sowohl Kaffee und Baumwolle gehören zu den wichtigsten Rohstoffen der Produkte im Sortiment des Unternehmens. Damit gibt es für das Unternehmen einen direkten Anknüpfungspunkt für das Engagement. Dieses beinhaltet Hilfe zur Selbsthilfe, denn die Bevölkerung vor Ort wird eng in die Aktivitäten eingebunden und profitiert nachhaltig von den Projekten. Tchibo will auf diese Weise Eigenverantwortung und langfristiges Handeln stärken. Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist nicht neu. Denn das 1949 gegründete Unternehmen hat bereits mehrfach Auszeichnungen für nachhaltige Geschäftspolitik erhalten. Unter anderem erhielt Tchibo 2012 den Preis für Unternehmensethik und den Umweltpreis Logistik. Ein Jahr später zeichneten Bundesregierung und EU das Unternehmen mit den Preisen für Corporate Social Responsibility aus. Damit zeigt Tchibo eindrucksvoll, dass kommerzieller Erfolg und ethisches Handeln sich nicht gegenseitig ausschließen. Denn das Unternehmen ist mit 1.000 Filialen und 26.000 Depots sowie Online-Shops europaweit erfolgreich. Neben Kaffee, Textilien und anderen Non-Food-Artikeln gehören Reisen, Mobilfunktarife und Ökostrom zu den Angeboten des Familienunternehmens. Dabei erzielen die Hamburger mit knapp 12.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

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