Vier Gastro-Megatrends bestimmen die Zukunft unserer Restaurants

BEstellung in einem SzenecaféHier wird digital bestell Foto von Tim Douglas von Pexels

Ob Vegan oder Steakhaus, Pizzeria, Café, Bar oder Restaurant. Die Digitalisierung der Gastronomie ist der Haupttrend der nächsten Jahre.

Kaum eine Branche ist so analog wie die Gastronomie. Gutes Essen und Trinken, Service, Gastlichkeit und eine besondere Atmosphäre, die Mischung der Gäste, all das lässt sich kaum digitalisieren. Doch die Welt von Bars, Cafés, Imbissen und Restaurants hat sich gründlich geändert

Noch vor ein paar Jahren waren es persönliche Empfehlungen und Artikel in klassischen Medien, die die Gäste auf ein Restaurant aufmerksam gemacht machen. Das charmante daran, es gibt die Geheimtipps, die lange Zeit ihren Charme im Verborgenen entfaltet haben.

Heute sind es Google Maps, Instagram & Co., die für die notwendigen Informationen sorgen und Aufmerksamkeit liefern. Für viele Betrieb ist normal die sozialen Medien zu bespielen, Aufmerksamkeit zu bekommen und mit Gästen im Dialog zu stehen. Aber das Beurteilungssystem hat auch seine Tücken, denn die Bewertung von unzufriedenen Gästen, kann genau das Gegenteil bewirken.

Auch die Gastronomie verabschiedet sich langsam vom Bargeld. Es entsteht ein Prozess von der Onlinereservierung bis hin zum kontaktlosen bezahlen. Das macht die Abläufe nicht nur schlanker, es spart auch Kosten und hilft die Vorlieben der Gäste noch besser kennenzulernen.

Das Berliner Tech-Startup kollex hat mit dem neuen Jahr einen Blick in die Zukunft geworfen. Noch ist sehr offen, wie 2022, gerade auch vor dem Hintergrund des verbrecherischen Ukrainekrieges und der Entwicklung der Corona-Pandemie, sich entwickeln wird.

1. Digitalisierung von Prozessen

In der Gastronomie, gerade in kleineren und mittleren Betrieben, ist traditionell vieles analog. Vom Personalmanagement über die Warenwirtschaft, Tischreservierungen oder die Erstellung und Ausgabe der Speisekarten.

Hier wird es zu einem Digitalisierungsschub kommen, denn schlankere Prozesse sparen Zeit, Personaleinsatz und Kosten. Gerade die knappe Ressource Personal lässt sich besser verwalten und planen. Die Mitarbeiter werden effiziente eingesetzt, Dienstpläne (ein ewiges Ärgernis) werden transparenter und Chatfunktionen verbessern die Abstimmung im Team.

2. Ghost Kitchen und Lieferdienste

Der Begriff Ghost Kitchen ist etwas irreführend. In einer Geisterküchen werden nur Speisen zu bereitet und per Take Away oder Home Delivery ausgeliefert. Der Vorteil, die Kosten für Service und Gastraum entfallen, es braucht keine 1A Lage und das Objekt muss nicht repräsentativ sein. Eine Ghost Kitchen im größeren Stil vereint sogar gleich mehrere Restaurant-Marken. Nach außen hin treten die Restaurants eigenständig auf, während die Speisen in derselben Küche zubereitet werden. Wichtig ist, dass die Prozesse weitestgehend digitalisiert werden, gerade im Zusammenhang mit der Auslieferung, der Bezahlung und des Marketings.

Lothar Menge vor einer Bar
Will die Digitalisierung der Gastronomie vorantreiben: Lothar Menge, Geschäftsführer von kollex (c) kollex

„Vor allem Ghost Kitchens und Lieferdienste sollten viele Gastronomen im Auge behalten. Wer seine Marge lieber nicht mit internationalen Dienstleistern teilen möchte, kann auch über einen eigenen Lieferdienst nachdenken. Denn Speisenlieferungen erfreuen sich größter Beliebtheit und sind ein rasend schnell wachsender Markt. Ein Vorteil der Präsenz auf Online-Bestellplattformen ist natürlich, dass so die Aufmerksamkeit neuer Kunden gewonnen werden kann. Die Vor- und Nachteile abzuwägen ist hier das A und O“,

resümiert Lothar Menge, Geschäftsführer von kollex

3. Pre-Ordering und Pre-Payment

Bequemlichkeit und Convenience-Gedanke bleiben Megatrends. Durch Pre-Ordering sowie Pre-Payment werden diese Touchpoints zwischen Gast und Gastronom in die digitale Welt verlagert. Damit wird der Prozessablauf deutlich einfacher und die Personalintensität wird geringer. Wer vorher bestellt, erleichtert die Organisation in der Küche, entlastet den Service. Am Ende eine Win-Win Situation. Denn die Wartezeiten werden geringer.

4. Langlebige Hygienekonzepte

Durchdachte Hygienekonzepte werden nicht nur von den Behörden gefordert. Diese Entwicklung wurde vor allem durch Corona ausgelöst und verstärkt. Gäste werden auch in den kommenden Jahren vorsichtiger, kritischer und anspruchsvoller sein. Gastronomie-Betriebe sollten ein gutes Reinigungs- und Lüftungskonzept haben sowie genügend Abstand zwischen einzelnen Tischen gewährleisten. Zudem ist eine Erhöhung der Reinigungsfrequenz notwendig. Nicht nur in den Sanitärräumen, sondern überall dort, wo es viele Touchpoints gibt.

Über kollex

kollex hat sich zum Ziel gesetzt, Gastronomen und Lieferanten auf digitalem Weg miteinander zu vernetzten. Bestellungen solle in Zukunft einfacher und effizienter abwickelt werden. Als führende Bestellplattform für Gastronomie und Großhandel ermöglicht kollex so die Digitalisierung einer Branche

kollex ist ein Joint Venture und wird von der Bitburger Braugruppe, dem Lebensmittelgroßhändler CHEFS CULINAR, Coca-Cola European Partners Deutschland, Krombacher Brauerei und Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei getragen.

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