Wie wählt man die richtige Krankenkasse aus?

Hand mit KleeblattSymbolbild KrankenversicherungPhoto by name_ gravity on Unsplash

Auf eine Krankenversicherung kann in Deutschland grundsätzlich kein Mensch verzichten. Besonders oft wird in diesem Zusammenhang eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse, wenn die Bedingungen erfüllt sind, gewählt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung, wenn man nicht der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegt, abzuschließen.

Der Beitrag für die gesetzliche Krankenkasse gestaltet sich dabei recht simpel: Er besteht in einem Anteil von 14,6 Prozent des Bruttoverdienstes plus einem variablen zusätzlichen Beitrag. Der Krankenkassenbeitrag wird dabei zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hälftig aufgeteilt, jedoch muss der Zusatzbeitrag allein von dem Arbeitnehmer gezahlt werden.

Abhängig von der gewählten Krankenkasse kann dieser Zusatzbeitrag jedoch zwischen 0,65 und 2,5 Prozent liegen. Pro Monat kann dies bei einem Bruttoverdienst von 3.000 Euro bereits 23 Euro ausmachen. Im Jahr sind das 276 Euro. Auf zehn Jahre hochgerechnet rund 2.800 Euro oder vielleicht ein schöner Urlaub. Durch einen Wechsel in eine günstigere Krankenkasse kann so im Jahr ein Betrag von bis zu 300 Euro eingespart werden. Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang etwa die Krankenkasse Ottonova mit Bestnote bei Stiftung Warentest.

Was grundsätzlich beachtet werden sollte, wenn es darum geht, die richtige Krankenkasse auszuwählen, zeigt der folgende Beitrag.

Die Leistungen der Krankenkasse im Fokus

Wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt, ist jedoch nicht entscheidend dafür, ob eine Krankenkasse als besser oder schlechter bewertet werden kann. Bei sämtlichen Krankenkassen gestalten sich die Basisleistungen gleich, denn diese werden durch den Gesetzgeber vorgegeben – sie müssen sich als ausreichend, medizinisch notwendig und wirtschaftlich zeigen.

Unterschiede sind zwischen den einzelnen Krankenkassen jedoch beispielsweise in Bezug auf Schwangerschaftsleistungen, Zahnvorsorge und alternative Heilmethoden zu finden. Frauen, die in naher Zukunft eine Schwangerschaft anstreben, sollten so idealerweise eine Krankenkasse auswählen, die in diesem Bereich besonders umfangreiche Leistungen anbietet.

Dagegen können ältere Menschen und Sportler von einer Kasse profitieren, die einen Zuschuss für die Leistungen eines Osteopathen vorsieht. Vielen Menschen ist es jedoch ebenfalls wichtig, dass ihre Krankenkasse einmal pro Jahr die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung übernimmt oder Zuschüsse zu Gesundheitskursen leistet.

Ein Vergleich der verschiedenen Krankenkassen lohnt sich

Bevor eine neue Krankenkasse ausgewählt wird, sollte keinesfalls auf einen sorgfältigen Vergleich dieser beziehungsweise ihrer Leistungen und Kosten verzichtet werden. Besonders einfach und komfortabel ist dies heutzutage im Internet auf Online-Vergleichsportalen möglich.

Bei diesen besteht in der Regel sogar die Möglichkeit, direkt eine Filterung nach den Leistungen durchzuführen, welche unbedingt gewünscht werden. Dennoch sollten sich alle Verbraucher bewusst darüber sein, dass sich kaum eine Krankenkasse finden lassen wird, die wirklich alles abdeckt. Bei der gesetzlichen Versorgung durch eine Krankenkasse müssen schließlich stets gewisse Abstriche in Kauf genommen werden. In vielen Fällen ist es dann jedoch möglich, diese in Form des Abschlusses einer Zusatzversicherung wieder auszugleichen.

Hohes Einsparpotential durch den Wechsel der Krankenkasse

Viele Verbraucher bleiben ihr gesamtes Leben bei der gleichen Krankenkasse. Allerdings kann dies durchaus ein Fehler sein. Durch einen Wechsel der Krankenkasse können pro Jahr schließlich einige hunderte von Euro eingespart werden.

Ausschlaggebend ist dabei stets der eingangs erwähnte Zusatzbeitrag für die gesetzliche Krankenkasse. Darüber hinaus müssen die verschiedenen Leistungen miteinander verglichen und nach den persönlichen Präferenzen und individuellen Anforderungen ausgewählt werden. Generell lässt sich jedoch festhalten, dass die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse in der Realität gar nicht so schlecht ausfallen, wie häufig behauptet wird.

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