Zack Bumm: SAGA Mieter müssen mehr löhnen, wenn sie nicht frieren wollen

SAGA BauschildDie SAGA baut Sozialwohnungen © ganz-hamburg.de

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft SAGA erhöht die Vorauszahlungen kräftig. Der Grund: Steigende Energiekosten.

Die Energiepreise explodieren, der Staat kassiert ständig steigende CO²-Abgaben, dazu kommen jede Menge kostenintensive staatliche lobbyinitiierte Auflagen. Auch wenn zuerst nur die Unternehmen betroffen sind, letztendlich kommen alle Kosten beim Bürger an. Egal ob er Mieter, Wohnungs- oder Hauseigentümer ist. Momentan wird den SAGA-Mietern eiskalt die Rechnung einer gescheiterten Energiewende präsentiert.

Schon am Jahresanfang hat die SAGA vorausblickend um 20 bis 30 Prozent die Nebenkosten-Vorauszahlungen angehoben. Jetzt wird die zweite Stufe gezündelt. Die öffentliche Hamburger Wohnungsbaugesellschaft erhöht die Vorauszahlungen auf die Nebenkosten um 0,50 bis 1,00 Euro pro Quadratmeter. Umgerechnet auf die durchschnittliche Hamburger Wohnungsgröße von 76 qm sind das ca. 38 bis 76 Euro zusätzlich die ein Mieter berappten muss. Im Verhältnis zur durchschnittlichen Kaltmiete (für Hamburg günstige 6,90/Quadratmeter = 524,40 Euro/76 qm) ist das ein Kostenplus von 7,3 bis 14,5 Prozent. Insgesamt sind von der Erhöhung rund 40.000 SAGA-Wohnungen betroffen.

Die SAGA will damit hohe Nachzahlungen im nächsten Jahr, wenn die Abrechnung fällig ist, für die Mieter vermeiden. Ein zweiter Grund könnte sicherlich auch sein, dass die SAGA die Kosten nicht zwischenfinanzieren möchte. Schließlich steigen inflationsbedingt auch die Zinsen. Positiv kann man vielleicht davon ausgehen, dass die SAGA als Großabnehmer tendenziell zu besseren Preisen einkaufen kann und natürlich einen guten Marktüberblick hat. Für den einzelnen Mieter heißt es, Energie sparen ist Trumpf. Mit ein paar einfachen simplen Tricks zum Heizen und Lüften kann man die persönliche Heizkostenabrechnung reduzieren. Spartipps zum richtigen Heizen und Lüften finden Sie hier.

Ansonsten empfehlen uns Politiker: Weniger und kürzer Duschen, seltener die Kleidung waschen, dicken Pullover anziehen und vielleicht mehr im Dunkeln sitzen. Fun Fact: Wir haben noch nicht gehört, dass in Behörden oder den Parlamenten die Temperaturen heruntergeregelt werden.

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