Strategien: So kreiert man seinen eigenen Cocktail

CocktailsCocktails können Highlights sein Foto: ganz-hamburg.de

Einen neuen Cocktail zu kreieren, scheint eine der einfachsten Aufgaben der Welt zu sein. Um kreative Cocktails mit Gin, Wodka oder Rum zu kreieren, mischt man den Alkohol am besten mit mit einem nicht alkoholischen Getränk. Zum Schluss kommt noch eine Zitronen- oder Limettenscheibe an den Glasrand und fertig ist der perfekte Cocktail. Spätestens dann, wenn man das Gemisch dann probiert, merkt man aber, dass es leider doch gar nicht so einfach ist. Bei der Entwicklung eines neuen Drinks kann eine Menge schiefgehen. Um ein wirklich gutes Ergebnis zu bekommen, sollte man sich an eine der folgenden vier Strategien halten.

Balance ist der Schlüssel für einen guten Cocktail

Bevor man sich eine der vier Strategien heraussucht, ist es wichtig, sich über die Balance in Cocktails bewusst zu sein. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Schaut man sich altbewährte Cocktails etwas genauer an, merkt man, dass die Klassiker oft nur aus wenigen Zutaten bestehen, die im Zusammenspiel perfekt harmonieren. Es ist nicht nötig viele verschiedene, außergewöhnliche Sachen in einen Mixer zu werfen. Das Wichtigste ist, das richtige Verhältnis der Bestandteile herauszufinden. Als ersten Schritt, sollte man sich daher immer überlegen, welche Spirituose man als Grundlage verwenden will. Die restlichen Zutaten wählt man danach aus, wie gut sie zu dem Basis-Alkohol passen.
Hat man erst einmal ein Gefühl für die Balance gefunden, kann man sich auch langsam an Cocktails mit vier oder mehr Zutaten heranwagen.

Strategie 1: Der Lego-Baukasten

Diese Strategie funktioniert ganz einfach. Der “Bauplan” eines schon existierenden Cocktails wird als Vorlage für einen neuen Drink verwendet. Die Original-Zutaten werden einfach durch neue ersetzt und das Verhältnis, in dem die einzelnen Bestandteile stehen, werden übernommen. Der einfachste Weg, um diese Strategie anzuwenden ist es, den Alkohol durch einen anderen auszutauschen. So kann man zum Beispiel kreative Cocktails mit Rum entwickeln, indem man den Alkohol in Klassikern durch Rum ersetzt und so ein geschmacklich vollkommen neuer Drink entsteht.

Havanna Club Cocktails
Havanna Club Cocktails Foto: ganz-hamburg.de

Strategie 2: Das i-Tüpfelchen

Um einen neuen Drink zu kreieren, kann auch einfach die Grundrezeptur eines Klassikers durch eine weitere Zutat, dem sogenannten i-Tüpfelchen, ergänzt werden. So wird dem Cocktail durch ein einziges Aroma ein ganz neuer Geschmack verliehen.

Strategie 3: Geteilte Basis

Cocktails können auch auf Basis von zwei oder mehr Spirituosen entstehen. Diese sind aber in der Entwicklung um einiges schwieriger als Cocktails, die nur aus einer Spirituose bestehen. Auch hier ist auf die richtige Balance zu achten, es gibt kaum einen Cocktail, der aus 2 Spirituosen, der gleichen Menge, besteht. Es ist also erst einmal festzulegen, welche beiden Alkohole gut miteinander kombinierbar sind und welcher von beidem im Vordergrund stehen sollte. Danach wählt man die restlichen Zutaten, die zu beiden Spirituosen passen. Man sollte sich auch bewusst sein, dass Alkohole verschiedener Marken nicht immer gleich schmecken und gleich mit anderen Getränken harmonieren.

Geöffneter Barschrank mit Inhalt
Der neue Beckmann: Barschrank HARRI kompakt aus Hamburg von der Hamburger Manufaktur [more] Foto: ganz-hamburg.de

Strategie 4: Concept

Diese Strategie ist die schwierigste von allen, denn hier gibt es keinen Bauplan, an den man sich halten kann, sondern nur die eigene Kreativität. Eine Idee für einen Cocktail kann man durch viele Dinge bekommen. Sei es durch ein bestimmtes Lied, einen Film oder ein Gericht. Wichtig ist auch hier, die richtige Balance der einzelnen Zutaten zu finden, was oft viel Erfahrung und Geduld erfordert. Der einzige Leitfaden, den es hierbei gibt, ist die eigene Intuition.

Strategie 5: Lernen und üben

Viele Bars, Gastronomieschulen und sogar Volkshochschulen bieten Cocktailkurse an. Von Profis lernt man am besten und am einfachsten. Deshalb einfach einmal einen Kurs besuchen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, das war interessant und ich war mit witzigen Leuten zusammen.

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