Hamburgs Michelin-Sternenhimmel wurde neu sortiert

Der Hamburger Sternekoch Norman EtzoldNorman Etzold vom Le Canard Nouveau mit Restaurantleiterin Ana Augustyniak (c) Angelika Fischer

Michelin Sterne: Das „Bianc“ bekommt den zweiten Stern, „Le Canard Nouveau“ seinen ersten zurück, aber auch drei Sterne gingen in Hamburg verloren.

von Angelika Fischer
Zwei Sterne neu hinzu gewonnen, drei verloren – so lautet die Bilanz für Hamburgs Spitzengastronomie in der neuen Ausgabe des Guide Michelin Deutschland 2020, die nach Coronavirus-bedingter Absage der Feier in der Handelskammer Hamburg am 3. März ausschließlich online vorgestellt wurde.

Insgesamt 17 Sterne verteilen sich auf zusammen elf Restaurants. Spitzenreiter mit drei Sternen ist nach wie vor Kevin Fehling mit seinem im August 2015 eröffneten Restaurant „The Table“ in der Speicherstadt.

Die  Hamburger Zwei-Sterne-Köche Thomas Martin vom „Jacobs Restaurant“ im Hotel Louis C. Jacob, Christoph Rüffer vom Restaurant „Haerlin“ im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten und Karlheinz Hauser vom Restaurant „Seven Seas“ auf dem Süllberg konnten ihre jeweiligen Doppel-Sterne auch diesmal wieder erfolgreich verteidigen.

Neu im illustren Kreis der Hamburger Zwei-Sterne-Köche ist Matteo Ferrantino mit seinem Restaurant „Bianc“ in der HafenCity, der erst im Jahr zuvor seinen ersten Stern erhalten hatte und somit den zweiten in Rekordgeschwindigkeit erkocht hat.

Außerdem gibt es einen Neuzugang im Kreis der Hamburger Sterne-Köche: das „Le Canard Nouveau“ an der Elbchaussee, das seinen Stern zwischenzeitlich verloren hatte, konnte ihn mit seinem neuen Küchenchef Norman Etzold auf Anhieb zurück gewinnen.

Neben den bereits genannten Sterneköchen haben folgende fünf Künstler am Herd ihre bisherige Auszeichnung erfolgreich bestätigt: Wahabi Nouri im Restaurant „Piment“ in Eppendorf,  Heinz O. Wehmann im „Landhaus Scherrer“ an der Elbchaussee, Boris Kasprik im Restaurant „Petit Amour“ in Ottensen, Thomas Imbusch mit seinem Restaurant „100/200“ am Brandshofer Deich in Rothenburgsort sowie Stefan Beiter im „Se7en Oceans“ in der Europa Passage. 

Leider gefallene Sterne

Drei Michelin Sterne weniger ist ein heftiges Ergebnis. Ihren Stern haben leider Stefan Barnhusen im Restaurant „Jellyfish“ an der Weidenallee, Kirill Kinfelt im Restaurant „Trüffelschwein“ am Mühlenkamp sowie das Restaurant „Lakeside“ im Hotel The Fontenay, bedingt durch den Weggang von Küchenchef Cornelius Speinle aus der Schweiz, verloren.

Der als „Gourmet Bibel“ bekannte Guide Michelin blickt seit seinem Neustart im Jahr 1964 auf über ein halbes Jahrhundert Gastro-Geschichte zurück. Er hält nach wie vor die Spitzenposition unter den zahlreichen Gastronomie-Führern und gilt mit seiner Wertung von einem bis zu drei Sternen als neutrale und verlässliche Institution. Der neue Guide Michelin Deutschland 2020 ist ab dem 6. März im Handel erhältlich zum Preis von 29,95 Euro.

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