Kulinarik: Über Hamburg strahlen 18 Michelin-Sterne

Restaurant Lakeside im The Fontenay Küchenchef Cornelius Speinle Foto: The Fontenay

Einmal im Jahr werden die Michelin-Sterne neu verteilt. Für Hamburg heißt das drei Neuzugänge und ein Verlust

von Angelika Fischer

Hamburg darf zufrieden sein: In der neuen Ausgabe des Guide Michelin 2019, die am 26. Februar vorgestellt wurde, ist die Spitzengastronomie der Hansestadt mit insgesamt 18 Sternen ausgezeichnet worden – das ist ein Rekordergebnis!

Michelin-Sterne in Hamburg – vor München aber hinter Berlin

Insgesamt wurden dieses Jahr 367 Michelin-Sterne an 309 Restaurants, davon war 42 Neuzugänge, in Deutschland vergeben. Zum Vergleich: Berlin hat 22 Sterne Restaurants, die einen Michelin-Stern tragen (5×2-Sterne, 17×1 Stern), und München kommt auf 12 Sterne Restaurants (1×3 Sterne, 4×2 Sterne, 7×1 Stern). In Bremen gibt es ein Sterne-Restaurant. Allerdings, Kochen ist immer noch ziemliche Männersache, nur zehn Frauen konnten sich einen Stern erkochen.

Die Sterne verteilen sich auf zusammen 13 Restaurants. Spitzenreiter mit drei Sternen ist nach wie vor Kevin Fehling mit seinem im August 2015 eröffneten Restaurant „The Table“ in der Speicherstadt. Die  Hamburger Zwei-Sterne-Köche Thomas Martin vom „Jacobs Restaurant“ im Hotel Louis C. Jacob, Christoph Rüffer vom Restaurant „Haerlin“ im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten und Karlheinz Hauser vom Restaurant „Seven Seas“ auf dem Süllberg konnten ihre jeweiligen Doppel-Sterne erneut erfolgreich verteidigen.

Jetzt besternt!

Im illustren Kreis der Hamburger Sterne-Köche gibt es drei Neuzugänge: das Restaurant „Lakeside“ im Hotel The Fontenay an der Außenalster mit Küchenchef Cornelius Speinle aus der Schweiz, das Restaurant „Bianc“ in der HafenCity mit Küchenchef-Patron Matteo Ferrantino aus Italien und das Restaurant „100/200“ am Brandshofer Deich in der gastronomischen Wüste Rothenburgsort mit Küchenchef-Patron Thomas Imbusch, ehemals Koch bei Tim Mälzer, der auf ein ganz eigenständiges Restaurantkonzept setzt.

Neben den bereits genannten Sterneköchen haben folgende sechs Künstler am Herd ihre bisherige Auszeichnung erfolgreich bestätigt: Wahabi Nouri im Restaurant „Piment“ in Eppendorf,  Heinz O. Wehmann im „Landhaus Scherrer“ an der Elbchaussee, Boris Kasprik im Restaurant „Petit Amour“ in Ottensen, Kirill Kinfelt im Restaurant „Trüffelschwein“ in Winterhude am Mühlenkamp,  André Stolle im „Se7en Oceans“ in der Europa Passage und Stefan Barnhusen im Restaurant „Jellyfish“ an der Weidenallee in Eimsbüttel. Seinen Stern verloren hat dagegen das „Le Canard Nouveau“ an der Elbchaussee, das nach einem Brand vorübergehend schließen musste.

Übrigens: Der als „Gourmet Bibel“ bekannte Guide Michelin blickt seit seinem Neustart im Jahr 1964 auf mehr als ein halbes Jahrhundert Gastro-Geschichte zurück. Er hält nach wie vor die Spitzenposition unter den zahlreichen Gastronomie-Führern und gilt – ungeachtet des einen oder anderen „Skandälchens“ um die eine oder andere erfolgte oder nicht erfolgte Auszeichnung – mit seiner Wertung von einem bis zu drei Sternen als neutrale und verlässliche Institution. Der neue Guide Michelin 2019 ist ab dem 1. März im Handel zum Preis von 29,95 Euro.

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