Lars Hentschel: Wein oder Wasser, beides muss passen

Lars Hentschel feiert sein 30-jähriges Jubiläum als „Atlanticaner“ © ganz-hamburg.de

Sommelier Lars Hentschel seit 30 Jahren im Hotel Atlantic

von Angelika Fischer
Im Hotel Atlantic Hamburg zählt er zu den „Säulen des Betriebs“: Sommelier Lars Hentschel. Jetzt feierte der gelernte Restaurantfachmann sein 30-jähriges Dienstjubiläum als „Atlanticaner“.

1971 in Frankfurt/Oder geboren, absolvierte er seine Ausbildung im dortigen Hotel Stadt Frankfurt und blieb noch für ein weiteres Jahr im Betrieb, bevor er Ende 1990 nach Hamburg ins Hotel Atlantic wechselte. Die Wende hat hier unmögliches endlich möglich gemacht. Hier stieg er vom Commis de Rang zum Oberkellner auf und bekleidet nun seit weit über zwanzig Jahren die Position des Chef-Sommeliers im Atlantic Restaurant.

Seine Aufgabe sieht Hentschel in erster Linie darin, dem Gast bei der Getränkeauswahl beratend zur Seite zu stehen – sei es beim Wasser, sei es beim Wein.

„Bei speziellen Wasser- Tastings wundern sich die Teilnehmer immer, wie unterschiedlich die verschiedenen Wasser schmecken“, so Hentschel. Sein Credo: „Zu den Speisen muss das Wasser ebenso passen wie der Wein.“

Als passionierter Weinliebhaber kann er sich noch genau an die teuerste Flasche erinnern, die er je einem Gast im Atlantic Restaurant kredenzt hat:

„Das war ein Château Pétrus Jahrgang 1990 für rund 2000 Euro, bestellt von einem Gast aus Weißrussland, der in seinem Maybach vorgefahren kam.“

Auch an das ungewöhnlichste Getränk erinnert er sich schmunzelnd: „Als Begleitung zum Gourmet-Menü ein Mixgetränk aus Cola und Cognac, aber kein x-beliebiger Cognac, sondern der teuerste auf der Karte: ein Rémy Martin Louis XIII.“

Für seinen privaten Genuss entkorkt Hentschel am liebsten eine gute Flasche deutschen Riesling, je nach Gelegenheit trocken oder edelsüß, und zum Essen gern auch einen klassischen Roten aus dem Médoc: „Da bin ganz und gar konservativ!“