Nicht erstaunlich: Bergedorfer sind Bio-Muffel

Andechser Molkerei ScheitzBio-Milchkühe auf der Weide Foto: Bernhard Mayer/Andechser Molkerei Scheitz

Wer hätte das gedacht: In Altona leben die meisten Biokäufer Hamburgs. Aber, die Bergedorfer sind Bio-Muffel!

Eine aktuelle Studie, die im im Auftrag der Andechser Molkerei Scheitz durchgeführt wurde, zeigt für Hamburg einiges sicher bekanntes, doch auch überraschendes. Bio- und regionale Lebensmittel haben sich bei den Hamburgern einen festen Platz im Einkaufskorb erobert. Von den 1.046 Befragten im Alter von 20 bis 69 Jahren gaben 86 Prozent an, entweder „ausschließlich“, „regelmäßig“ oder „gelegentlich“ solche Produkte einzukaufen. Die 81 Hamburger Wochenmärkte, Hamburg ist Deutschland Markthauptstadt, bieten Obst, Gemüse, Molkereiprodukte und Fleischwaren von regionalen Erzeugern und in Bio-Qualität im ganzen Stadtgebiet an. Dazu kommen dann noch Bio-Märkte, Reformhäuser und auch viele klassische Supermärkte von EDEKA und REWE haben ein Bio-Sortiment.

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Bergedorfer sind Bio-Muffel

Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Bezirken enorm. Die meisten Hamburger, die „ausschließlich“ oder „regelmäßig“ Bio-Lebensmittel kaufen, leben in den Bezirken Altona, Hamburg-Nord und Hamburg-Mitte. Die rote Laterne hat der Bezirk Bergedorf, hier ist es nur jeder Fünfte, der zu Bio-Produkten kauft. Am häufigsten greifen die Bio-Käufer bei Eiern sowie bei Gemüse und Obst zu biologisch erzeugten Waren, es folgen Molkereiprodukte wie Milch, Jogurt, Quark und Käse. Sowohl Bio- (79 Prozent) als auch die Regio-Käufer (74 Prozent) legen größeren Wert auf die Qualität als auf den Preis. Bio-Qualität ist eben teurer.

Für die Hamburger ist wichtig, dass heimische Betriebe (76 Prozent) unterstützt werden, dass Kenntnis davon haben, woher die Lebensmittel stammen (72 Prozent) oder das regionale Produkte durch kürzere Transportwege frischer sind (67 Prozent). Hamburger Verbraucher definieren den Begriff regional“ wenn die Produkt in einem Umkreis von rund 120 Kilometern erezugt worden sind.

Bei Bio ist der Hamburger nicht knauserig

Die Bio-Qualität lassen sich Hamburger etwas kosten. 77 Prozent der Befragten würden für sich und ihre Familie einen Preisaufschlag bezahlen; sogar 78 Prozent würden das auch für Freunde und Bekannte tun. Dabei würden die Hamburgerinnen und Hamburgern einen Preisaufschlag von bis zu 19 Prozent in Kauf nehmen.

„Dieses Ergebnis sehen wir als Bestätigung unserer Qualitätsstrategie“, so Geschäftsführerin Barbara Scheitz zu ganz-hamburg.de. „Unsere Bio-Milcherzeugnisse unterliegen den strengen Richtlinien der Bio-Verbände, die weit über den gesetzlichen Mindeststandard für Bio-Lebensmittel hinausgehen. Dass die Hamburger dies wertschätzen, freut uns sehr.“ Zudem geht die Molkerei auch eigene Wege und unternimmt selbst Verantwortung für die Gesundhaltung der Tiere, indem sie die Bauern für den Weidegang mit einer einzigartigen Prämie honoriert.

Wie Bio ist Hamburg?

Wie Bio ist Hamburg?

 

Informationen zum Studiendesign:
Befragt wurden im Zeitraum Juni 2016 insgesamt 1046 Personen aus Hamburg im Alter von 20 bis 69 Jahren. Die Teilnehmer wurden in Form von Online-Interviews befragt. Unterschieden wurde sowohl nach Geschlecht, Alter, Familienstand, Haushaltsgröße, Beruf und Einkommen als auch nach Ernährungsgewohnheiten.

 

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