Auch vorm Sexleben der Hamburger macht Corona nicht halt

Paar trifft sich an der Nordsee. Frau wird vom Mann gehaltenDating Photo by Marie S on Unsplash

Seit dem Corona Lockdown hat sich das Hamburger Sexleben ziemlich verändert.

Der Corona Lockdown hat nicht nur unser Berufs-, Privat- und Liebesleben auf den Kopf gestellt. Auch in der Erotik ist vieles anders. Auf den Dating-Apps ist wenig los, erotische Bars sind geschlossen und auch die berühmt-berüchtigten After Work Partys sind alle in Hamburg ausgefallen. Doch die Erotik-Branche ist erfinderisch. So gibt es jetzt Corona-Pornos und sogar Gruppen-Sexpartys bei Anbietern für Videokonferenzen. Die Liebes-Experten der Dating-App Jaumo haben festgestellt dass auch die Nachfrage nach bodenständigen Sextrends deutlich gestiegen ist. Das zeigt das stark gestiegene für die Suchbegriffe Telefonsex, Sexchats, Sexspielzeug und Pornographie in den 20 größten deutschen Städten.

„Die Analyse zeigt, dass das Virus starken Einfluss auf unser Liebesleben hat. Vor allem wer nicht in einer festen Partnerschaft lebt, muss momentan auf Nähe verzichten. Dass die Nachfrage nach pornographischen Inhalten im Vergleich zu den anderen Sextrends nicht so stark angestiegen ist, zeigt nur, wie sehr sich die Menschen nach persönlichem Kontakt sehnen – und das funktioniert wohl am besten ganz klassisch per Telefon.” 

Jens Kammerer, CEO von Jaumo

So veränderte sich das Internet-Suchvolumen von April 2019 auf April 2020 in Deutschland wenn es ums Sexleben geht

Platz 1: Sex-Toys

Abends immer allein zuhause und im Bett, das hat bei vielen Paaren das Interesse an Sex-Toys geweckt. Insgesamt gab es ein Plus von knapp 80 Prozent. Vielleicht sind Hamburger besser ausgestattet, in der Hansestadt ist das Suchvolumen um 60% gestiegen.

Platz 2: Telefonsex

Telefonsex, das klingt ziemlich nach den 1990ern. Aber auf die Suche nach sinnlich- und erregenden Telefonaten der speziellen Art machten 70% mehr Deutsche. Hamburger ließ das eher kalt, hier betrug die Steigerung nur ein knappes Viertel (+23%)

Platz 3: Sexchats

Ob per Video oder klassisch per Chat, erotische Anregungen dieser Art wurde von doppelt so vielen Deutschen gesucht. Vielleicht sind die Hamburger gut versorgt hier stieg das Interesse um 23%.

Platz 4: Erotica und Pornographie

Überrascht waren die Liebesexperten von Jaumo, dass die Suchnachfrage nach Erotica- und Porno-Inhalten nur um ein knappes Drittel (30%) gestiegen ist. Hamburg liegt mit einem Plus von 22% Suchvolumen acht Prozentpunkte unter dem nationalen Durchschnitt.