Die Kokosnuss: Mehr als nur Curry und Pralinen

Kokosnuss offen und geschlossen mit Glasbehälter KokosölBild von moho01 auf Pixabay

Die vielfältige Tropenfrucht hat auch diverse Verwendungsmöglichkeiten außerhalb der jungen Trend- und Asia-Küche.

Kokosnüsse liegen seit einigen Jahren voll im Trend. Als Superfood, das reich an gesunden Fettsäuren, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen ist, stehen sie im Zentrum vieler Gerichte. Die enthaltene Laurinsäure wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus und bekämpft eine Vielzahl an Krankheitserregern. Ungesättigte Fettsäuren verhindern Heißhungerattacken und werden relativ schnell vom Körper abgebaut, weswegen sich die Südfrucht als ideales Fitness-Food eignet. Doch nicht nur in hippen südostasiatischen Gemüsegerichten profitieren wir von der harten Nuss mit dem cremigen Kern. Tatsächlich ist sie noch vielfältiger einsetzbar – vom isotonischen Sportgetränk über die Hautpflege bis zur natürlichen Zahnhygiene.

Kokosmilch, Kokoswasser, Kokosblütenzucker

Die Kokosnuss ist ein wahres Superfood. Aus diesem Grund sind auch viele ihrer Bestandteile in der gesunden Küche verwertbar. Kokosmilch wird aus dem Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse gewonnen. Sie hat eine cremige Konsistenz und eignet sich perfekt für Süßspeisen, Curry-Gerichte und selbstgemachte Eiscreme.

Kokoswasser hingegen ist die Flüssigkeit, die sich im Inneren unreifer Kokosnüsse ansammelt. Nicht nur ist Kokoswasser gesund – die isotonische Alternative zu Mineralwasser hat ihren ganz eigenen, charakteristischen Geschmack. Kokoswasser lässt sich pur genießen, eignet sich jedoch auch als Zutat in Smoothies oder Cocktails.

Kokosblütenzucker wird aus dem Blütenstand der Kokospalme gewonnen, indem man den austretenden Nektar filtert und einkocht. Er gilt als Alternative zum herkömmlichen, raffinierten Haushaltszucker und enthält zahlreiche Mikronährstoffe. Weitere Produkte, die aus der Kokosnuss gewonnen werden, sind Kokosraspeln, Kokosmehl und Kokosöl.

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Kokosöl für Haut und Haare

Ein kaltgepresstes, hochwertiges Kokosöl in Bio-Qualität sollte in keinem Beauty-Inventar fehlen. Es ist deutlich natürlicher und unbehandelter als viele herkömmliche Kosmetik-Produkte, die chemische Zusatzstoffe enthalten. Unter anderem wirkt Kokosöl antibakteriell und feuchtigkeitsspendend, weswegen es sich besonders für die Hautpflege eignet.

Akne Flecken Bild von Joseph Mucira auf Pixabay

Sowohl gegen Pickel, Akne als auch kleine Fältchen kann es wahre Wunder wirken. Außerdem ist es eine schonende Alternative zu Rasierschaum. Während oder nach dem Rasieren aufgetragen, beruhigt es gereizte Haut und lässt kleine Rasierpickelchen schnell wieder verschwinden. Auch in den Haaren entfaltet es seine feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften. Trockene und spröde Haare werden durch eine Kur mit Kokosöl wieder gut durchfeuchtet und gepflegt. Kokosöl wird sogar nachgesagt, dass durch die vielen Mineralstoffe die Haare schneller wachsen. Dafür das Öl in den Spitzen verteilen und einziehen lassen – entweder eine halbe Stunde lang oder über Nacht. Danach mit lauwarmem Wasser und Shampoo sorgfältig auswaschen.

Ölziehen für starke Zähne und gesundes Zahnfleisch

Ölziehen ist eine traditionelle Entgiftungskur, die in der ayurvedischen Naturmedizin bereits seit tausenden von Jahren praktiziert wird. Dabei macht man sich die antiseptische und antibakterielle Wirkung der Laurinsäure zunutze. Das Ölziehen reinigt den Körper von innen, soll jedoch auch das Kariesrisiko senken und Parodontitis vorbeugen, da Kokosöl Entzündungen im Mundraum bekämpft.

Mittlerweile hat das Ölziehen einen festen Platz in der Morgenroutine vieler Menschen. Man nehme dafür einen Esslöffel voll Kokosöl, den man morgens, direkt nach dem Aufstehen, für etwa 20 Minuten im Mundraum bewegt. Dabei ist es wichtig, dass man zu diesem Zeitpunkt weder etwas gegessen noch getrunken hat. So befinden sich Bakterien, die sich über die Nacht angelagert haben, noch auf Zunge und Zähnen. Das Öl gelangt in dieser Zeitspanne in alle Winkel und Ritzen, reduziert durch seine heilsame Wirkung Zahnbelag und eliminiert schädliche Bakterien.

Außerdem zieht es Giftstoffe und Säuren aus dem Mundraum. Nach den 20 Minuten wird das Öl – inklusive der Schadstoffe – in die Toilette oder ein Küchenpapier gespuckt. Es entsteht eine Reinigungswirkung für den gesamten Organismus.

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