Ein völlig neues Level in der Radiologischen Allianz Hamburg

Ein CT Scanner von SiemensSiemens Healthineers NAEOTOM Alpha CT-Scanner Foto: Hersteller

Geringere Strahlenbelastung und schärfere Röntgen-Bilder mit dem weltweit ersten quantenzählenden CT-Scanner in Hamburg.

Vor kurzem stellte Siemens Healthineers den weltweit ersten quantenzählenden CT-Scanner vor. Bald wird eines der ersten Geräte in Hamburg bei der Radiologischen Allianz in Hamburg stehen. Damit ist Hamburg die einzige norddeutsche medizinische Institution, die dieses hochmoderne Gerät einsetzt. Die neue Technik optimiert fast alle klinischen Bereiche. In einer noch nie dagewesenen Bildqualität und -räumlichen Auflösung können so die Feinstrukturen bei Untersuchungen der Lunge und des Herzens beurteilt werden.

Prof. Dr. Jörn Sandstede (Geschäftsführer der Radiologischen Allianz) ist sichtlich stolz auf den neuen CT-Scanner und sieht ein völlig neues Level in der Computertomographie erreicht.

„Bei der Bildgebung mittels herkömmlichem CT-Gerät werden sogenannte Photon-Quanten – die kleinsten messbaren Einheiten – von der Röntgenröhre ausgesendet, die dann im CT-Detektor zuerst in Lichtimpulse umgewandelt und dann ausgelesen werden. Das hierbei erzeugte Bild verliert aufgrund des Streuverlusts des Lichts an Schärfe. Der Naeotom Alpha-CT-Scanner hingegen kann die Photon-Quanten direkt erfassen und somit gestochen scharfe Bilder liefern. Der Wegfall des Umwandlungsprozesses in Lichtenergie hat den weiteren Vorteil, dass weniger Strahlung aufgewendet werden muss.“

Prof. Dr. Jörn Sandstede

Für den Patienten ergeben sich zwei Vorteile. Der erste, der Arzt sieht mehr und weniger ist verschwommen – muss also gedeutet werden, was immer eine gewisse Diagnose-Unsicherheit mit sich bringt. Dazu kommt, die Strahlendosis wird geringer. Das kommt nicht nur jedem einzelnen Patienten zu Gute. Es bedeutet auch, dass Routineuntersuchungen wie Lungenkrebs-Screenings mittels CT-Bildgebung theoretisch für größere Patientengruppen möglich werden.

Vorteile für Krebspatenten

Krebspatienten profitieren von der verbesserten, schonenderen Bildgebung. Dank der integrierten sogenannten Spektralanalyse bei Fragestellungen zum Ansprechen eines Tumors auf die Therapie müssen nicht mehr zwei Bilderserien erstellt werde. Mit nur einer Aufnahme wird alles erfasst. Bestrahlungen können viel gezielter geplant werden.

Hochentwickelte Medizintechnik hat ihren Preis. Der Entwicklungsaufwand ist enorm. Die Anzahl der tatsächlich gebauten Geräte ist eher klein. Dazu kommen noch die Kosten für Schulung und Training. So wird die Radiologische Allianz rund drei Millionen in das Projekt investieren. Der Hochleistungs-CT-Scanner wird am Standort Rathausmarkt in Hamburg ab diesem Herbst einsatzbereit sein.

Hier geht es zur Radiologischen Allianz Hamburg mit 15 Standorten in der Metropolregion.

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