Faszination Gehirnjogging – mit Freude der eigenen geistigen Leistungsfähigkeit nachhaltig auf die Sprünge helfen

Mann der denkt - SymbolfotoFoto von David Cassolato von Pexels

Mit zunehmendem Alter körperlich fit zu bleiben, ist eine Herausforderung, die mit einer gesunden Lebensweise aktiv gestaltet werden kann. Geistig fit zu bleiben, ist mit einem völlig anderen Schwierigkeitsgrad versehen, denn die Ergebnisse lassen sich auf keiner Waage, an keinem Maßband und an keinen Körperwerten unmittelbar ablesen. Daher ist es unerlässlich, bereits in jungen Jahren das Gehirn zu füttern. So, wie die Fitness für den Körper für viele Menschen ein bedeutender Teil des Lebens ist, so sollte auch die Fitness für den Denkapparat einen hohen Stellenwert einnehmen. Dies lässt sich auf verschiedensten Wegen realisieren. Ein Vorhaben, was nicht nur gesundheitlich hilfreich ist, sondern ebenso reichlich Freude macht.

Denksport für Senioren – wer nicht rastet, rostet nicht

Die Leistungsfähigkeit des Gehirns nimmt mit jedem Jahr sukzessive ab. Je weniger das Denkzentrum gefordert wird, desto mehr gewöhnt es sich an bekannte Strukturen. Viele Senioren, die nicht mehr im Berufsleben stehen, gehen den Tag meist sehr ruhig an. Statt hektischem Alltagstrubel, steht für einen Großteil die Entspannung im Vordergrund. Um die Leistungsfähigkeit und das Denkvermögen anzukurbeln, ist es notwendig, den Gehirn-Stoffwechsel und die Durchblutung in Schwung zu bringen. Auf diese Weise kann langfristig Erkrankungen wie Demenz vorgebeugt werden. Ein aktiver Alltag ist daher für Senioren eine ausgezeichnete Lösung, um zwischen den Gedächtniszellen neue Verknüpfungen zu schaffen und bestehendes Wissen mit neuen Informationen zu verbinden. Auf diese Weise wird das Gehirn angeregt.

Diese simplen Wege eignen sich, um das Gehirn langfristig auf Trab zu halten

Um dem Gehirn Futter zum Denken bereitzustellen, können verschiedene Wege gegangen werden. Diese sind abhängig von den jeweiligen Lebensumständen und von Tätigkeiten, die der betreffenden Person Freude bereiten.

Folgende Aspekte tragen zum Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit bei:

  • Denksportübungen spielerischer Natur
  • Ersetzen von Smartphone oder Taschenrechner durch Kopfrechenaufgaben
  • Besorgungen ohne Erinnerungshilfe erledigen
  • aktiver Interessensaustausch mit Kindern und Enkelkindern

Für das Gehirn wird es mit zunehmendem Alter immer wichtiger, neue Eindrücke zu gewinnen, die es verarbeiten kann. So lernt das Gehirn automatisch immer weiter. Daher kann es ein erster Ansatz sein, die sozialen Kontakte zu stärken und gemeinsam mit Freunden neue Aktivitäten auszuprobieren, aber auch einfach nur einen gepflegten mündlichen Austausch zu führen. Wer dies mit körperlicher Bewegung wie Joggen, Nordic Walking oder Schwimmen kombiniert, schafft hervorragende Voraussetzungen, um auch geistig für lange Zeit fit zu bleiben. Grundsätzlich sollte die Fitness fürs Gehirn Freude bereiten. Erzwungene geistige Aktivitäten können das Gegenteil erreichen. Daher sollte jeder für sich selbst entscheiden, welcher Weg ihm guttut.

Diese Denksportübungen unterstützen den Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit

Eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Sachen Denksport ist das Lösen von Kreuzworträtseln. Selbst dann, wenn eine harte Nuss zu knacken ist, kann das menschliche Gehirn viel dabei lernen. Eine Rätsellösungshilfe eignet sich hervorragend, um Wissenslücken aufzufüllen und so die Lösung beim nächsten Rätsel aus dem Effeff zu kennen. Auch Zahlenrätsel wie die Logikaufgabe Sudoku können die grauen Zellen in Schwingung versetzen. Brückenrätsel erweitern den Wortschatz und ein Memory-Spiel spricht das Erinnerungsvermögen deutlich an. Durch die Bebilderungen kann ein Memory-Spiel auch an einem Spielenachmittag von Großeltern und Enkelkindern Freude bringen.

Gehirn-Jogging-Übungen in die alltäglichen Aufgaben integrieren

Es braucht keine umfangreichen Hilfsmittel, um dem Gehirn die tägliche Ration Fitness zu gönnen. Das Leben liefert die schönsten Gelegenheiten – perfekt, um sie sich zunutze zu machen. Auch wenn das Zähneputzen mit der anderen Hand zunächst sehr ungewohnt erscheint und etwas Übung erfordert, regt es die Tätigkeit des Gehirns an. Dieses ist nun massiv gefordert, in den Prozessen schnell umzuschalten. Darüber hinaus können die Ereignisses des abgelaufenen Tages in einem Notizbüchlein notiert werden. Wer sie sich am nächsten Tag in Erinnerung ruft, kann diese nun wunderbar mit den Notizen vergleichen. Der Griff in die Teepackung, ohne sich der Sorte bewusst zu sein, lädt zu einem sensorischen Erlebnis ein, welches die Gehirnzellen zum Nachdenken anregt. Ein Tänzchen in Ehren trainiert die Flexibilität, Koordination und Aufmerksamkeit. Außerdem sorgt das herausgeforderte Gehirn dafür, dass das Gleichgewicht gewahrt wird.

Fazit

Eine Kombination aus spielerischen Denksportübungen und kleinen Veränderungen des Alltags kann bei regelmäßiger Ausübung langfristige Erfolge für ein fittes Gedächtnis im Alter erzielen.

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