Was tun gegen Magenschmerzen? Medikamente auf Naturbasis und einfache Vorbeugung

Ein Mann im grauen Pullover at Magenschmerzen hält sich den BauchSymbolfoto Magenschmerzen Bild von Darko Djurin auf Pixabay

Bei Magenschmerzen versprechen Medikamente auf Naturbasis Linderung. Auch einfache Vorbeugungsmaßnahmen helfen.

Die gute Nachricht, in der Regel kommen die meisten Magenschmerzen nur gelegentlich vor und sind vorübergehender Natur. Die nicht so gute Nachricht, sie sind unangenehm, besonders, wenn es starke Magenschmerzen sind. Die beste Nachricht, man kann mit einfachen Mitteln bei Magenschmerzen schnell Abhilfe schaffen und ihnen gezielt Vorbeugen.

Unsere Verdauung ist komplex organisiert. Los geht es bereits im Mund beim Essen. Mit unseren Zähnen zerkleinern und zermalmen wir jeden Happen und vermischen ihn mit unserem Speichel. Das enzymreiche Sekret unterstützt dabei die Verdauung im Magen.

Was wenige wissen, der Magen gehört zu den menschlichen Organen, die Schwerarbeit leisten. Die Magensäure löst die Speisen auf und bereitet sie für den Darm, hier nehmen wir die Nährstoffe auf, vor. Der untere Magenteil (das Antrum) zerreibt mit intensiven Muskelbewegungen den Mageninhalt zu einem Speisebrei. Wenn wir also wenig kauen, unser Essen herunterschlingen, dann sorgen wir ziemlich zuverlässig dafür, dass das Antrum viel zu tun hat. Gerade Völlegefühle haben hierin häufig ihre Ursache.

Frau hat Magenschmerzen, hält sich die Hände vor dem Bauch
Symbolfoto Magenschmerzen Photo by Ava Sol on Unsplash

Ursachen von Magenschmerzen

Doch bekanntlich sind einfache Ursache-Wirkung-Funktionen in der Medizin eher selten. Die Ursachen für Magen-Darm-Probleme wie Magenschmerzen im Oberbauch, Magenkrämpfe, Völlegefühl, Sodbrennen oder Übelkeit sind vielfältig und komplex. Zumeist kommen mehrere Faktoren, die sich gegenseitig aufschaukeln, zusammen:

  • Der Genuss von üppigen fett-, zuckereichen sowie ballaststoffarme Mahlzeiten oder schwer verdauliche Speisen.
  • Viele Menschen vertragen auch scharfes Essen nicht besonders gut.
  • Dazu Tabakkonsum und reichlicher Alkoholgenuss.
  • Auch unregelmäßiges und hektisches Essen (das Essen hinunterschlingen – schlecht kauen) setzt dem Magen und Darm zu.
  • Psychosomatische Ursachen wie Stress, Probleme, Sorgen oder Kummer.

Vorbeugung gegen Magenschmerzen

Über gelegentliche Magenschmerzen muss man sich wenig Gedanken machen, denn gegen Magenschmerzen kann man etwas tun. Ein rein pflanzliches Arzneimittel hilft in der Regel zuverlässig. Noch besser ist es allerdings, wenn Sie vorbeugend mehr auf die Ernährung und die Art wie Sie Essen achten.

  • Nehmen Sie sich Zeit beim Essen, kauen Sie gründlich, damit zerkleinern Sie die Bissen und nehmen dem Magen Arbeit ab.
  • Achten Sie auf eine vielfältige Ernährung mit viel Gemüse und Ballaststoffen.
  • Machen Sie es sich zur Gewohnheit beim Essen ein Glas Wasser zu trinken. Wem das zu fad ist, kann auch eine Tasse Tee nehmen. Mit dem Wasser regulieren Sie die Flüssigkeitszufuhr.
  • Eine Tasse Kaffee nach dem Essen unterstützt die Arbeit des Magens, schmeckt natürlich auch und das Koffein hat eine belebende Wirkung.

Wenn Sie häufiger Sodbrennen haben, dann sollten Sie fettreiche Speisen meiden. Auch auf saure Erfrischungsgetränke sowie Alkohol sollten Sie verzichten bzw. den Konsum reduzieren. Denn hoher Konsum verursacht durchaus auch Magenschmerzen. Nichts falsch machen Sie, wenn Sie sich nach dem Essen bewegen. Schon ein Spaziergang in etwas schnellerem Tempo wirkt kleine Wunder.

Grillhaxe auf einem weißen Teller
Eine Grillhaxe ist sehr lecker, aber leider eher schwerverdaulich Bild von Matthias Lipinski auf Pixabay

Leicht verdaulich versus schwer verdaulich

Übrigens, die Zusammensetzung der Nahrung bedingt, wie lange der Speisebrei im Magen bleibt und ihn natürlich auch belastet. Obst und Gemüse sind leichtverdaulich, sie verbleiben nur etwa für ein bis zwei Stunden im Magen. Für fettige Nahrung braucht der Magen mit fünf bis acht Stunden wesentlich länger. Je fettiger ein Nahrungsmittel ist und je größer die Bissen sind, je schwerer hat er es. Der Speisebrei wird anschließend portionsweise über den Magensphinkterin an den Darm abgegeben. Um Nahrung mit hohem Fettanteil zu verdauen produziert der Magen vermehrt Magensäure, die sich dann unangenehm als Sodbrennen bemerkbar macht.

Vorsicht ist geboten

Auch wenn die meisten Magenschmerzen nicht gefährlich sind, wenn Sie häufig bzw. regelmäßig auftreten und die Ernährungstipps nicht helfen, dann sollten Sie mit einem Arzt sprechen. Das gilt ganz besonders, wenn Alarmsymptome wie blutiges Erbrechen oder schwarzer Stuhlgang auftreten. Dann deutet viel auf eine akute Erkrankung hin, die sofort abgeklärt werden sollte.

Titelfoto: Bild von Darko Djurin auf Pixabay

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