Medizinische Cannabistherapie – Legalisierung macht Begleitung von Patienten einfacher

Cannabis Blätter und FormelSymbolbild CDB - Bild von Erin Stone auf Pixabay

Die Euphorie hinsichtlich der Legalisierung von Cannabis, wie sie von Gesundheitsminister Lauterbach und der aktuellen Ampel-Bundesregierung geplant ist, ist groß, denn im Zuge solcher Pläne wird sicher auch über das Themenfeld der medizinischen Cannabis-Therapie gesprochen. Dennoch müssen zunächst offene Fragen beantwortet werden, etwa die nach möglichen Abgabeorten. Was es dabei ebenfalls zu bedenken gilt, ist die Tatsache, dass es hier nicht um die Abgabe von Brot oder Orangensaft geht, sondern um die Weitergabe von medizinischem Cannabis.

Cannabistherapie – Erleichterung für Patienten mit chronischen Schmerzen

Weltweit gibt es unzählige Menschen, die unter chronischen Schmerzen, ADHS, Depressionen, Migräne oder auch Schlafstörungen leiden. Viele der Betroffenen haben bereits eine Odyssee hinter sich, waren bei einer ganzen Reihe von Schulmedizinern und konnten trotzdem keine Linderung finden.

Auch in Deutschland gibt es viele Menschen, die nach alternativen Behandlungsmethoden suchen. Allerdings erweist sich der Gang zum Schulmediziner und vor allem der Wunsch nach einer Schmerztherapie mit medizinischem Cannabis noch immer als schwieriges Unterfangen. Die Ursachen sind hauptsächlich in der noch immer unsicheren Rechtslage, den hohen bürokratischen Hürden und vor allem den Ärztinnen und Ärzten zu suchen, die sich mit dem Thema der Medizinischen Cannabistherapie noch nicht ausreichend auseinandergesetzt haben.

Florian Wesemann, Medizinischer Direktor von nowomed, sagt dazu: „Der Zugang zu Cannabistherapien ist nach wie vor mit Hürden verbunden. Zum einen mangelt es an spezialisierten Ärztinnen und Ärzten, zum anderen sind aufwändige administrative Prozesse zu bewältigen.“

Arzt mit Patient
© nowomed GmbH

Mit einem neuen Konzept möchte das Unternehmen nowomed mit seiner digitalen Therapie-Plattform aus dem Bereich der Telemedizin Betroffenen den Zugang zu einer solchen Therapie erleichtern. Kernstück des neuen Konzepts ist die Online-Plattform, über die sich potenzielle Patienten dank der Digitalisierung und Automatisierung online registrieren können. Zudem ermöglicht eine so hochgradig digital basierte Plattform, dass nahezu die gesamte Behandlungsanfrage online durchgeführt werden kann.

Online-Plattform als Zugang zur möglichen Cannabistherapie

Wer sich über die Möglichkeit einer Cannabistherapie informieren möchte, der muss heute nicht mehr in die Praxis. Alle Fragen zur eigenen Krankheitsgeschichte, schon überstandenen und noch aktuellen Erkrankungen sowie die notwendigen Unterlagen für eine Präanamnese inklusive umfassender Beratungen durch kooperierende Mediziner können auf einer solchen Plattform in speziellen Dokumentenbereichen gespeichert werden.

Ausgewiesen erfahrene Ärzt:innen kümmern sich über den gesamten Therapiezeitraum um eine vollumfängliche Beratung und bieten nach einem persönlichen Erstgespräch bei Bedarf weitere Sprechstunden in digitaler Form und vor Ort an.

Weil nach erfolgter Beurteilung des jeweiligen Falls die bereits erwähnten persönlichen Erstgespräche zur Planung der Cannabistherapie geführt werden, braucht es natürlich geeignete Räume. Das Unternehmen nowomed stellte bisher Niederlassungen in München, Berlin und Köln zur Verfügung. Nun gibt es einen weiteren Standort in Hamburg.

„Um die hohe Nachfrage von chronisch kranken Patient:innen bedienen zu können, expandieren wir aktuell in vielen verschiedenen deutschen Großstädten. Nach der erfolgreichen Etablierung in München, Berlin und Köln freuen wir uns, nun auch hier im norddeutschen Raum mit unseren kooperierenden Ärzt:innen Sprechstunden anbieten zu können“, erläutert Florian Wesemann den neuen Standort im Norden der Republik.

Viele Menschen leiden sehr unter chronischen Beschwerden und sehen in der Therapie mit medizinischem Cannabis einen Weg, endlich beschwerdefrei oder zumindest mit wesentlich weniger Schmerzen bzw. Beschwerden leben zu können. Aus diesem Grund steigt die Nachfrage nach solchen Alternativ-Methoden in den letzten Jahren kontinuierlich.

Neue Therapieansätze – Schulmedizin & Alternativmethoden Hand in Hand

Um sie flächendeckend anbieten zu können braucht es zum einen Mediziner:innen, die bereit sind, sich mit dem Thema medizinische Cannabistherapie zu befassen und zum anderen sind neben der Politik auch innovative Unternehmen gefragt, die durch neue Technologien dazu beitragen, den Menschen den Zugang zu solchen Therapien zu erleichtern. Mit einer Online-Plattform wie der von nowomed gibt es eine Möglichkeit, Kandidat:innen für Cannabistherapien und erfahrene Ärzt:innen zusammenzuführen.

Durch eine Patienten-App und ein breit gefächertes Telemedizin-Angebot kann die Behandlung mit dem behandelnden Arzt von A-Z begleitet werden. Hinzu kommen exzellente Assistenzfunktionen, die den Ärzt:innen und Patient:innen mittels hilfreicher Tools im Rahmen der Therapie hilfreich zur Seite stehen.

Ziel aller Bemühungen sollte es sein, Menschen in die Lage zu versetzen, von einer Behandlung mit Cannabinoiden zu profitieren und ihnen ein größtenteils beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Den Menschen einen unkomplizierten und schnellen Weg zu bieten, ihre Beschwerden zu lindern, darf den Entwicklern entsprechender Lösungen durchaus ein gutes Gefühl geben. Obwohl Cannabis lange Zeit vor allem als Droge betrachtet wurde, hat die Forschung bewiesen, dass Cannabinoide heute mehr sind als Rauschmittel, nämlich ein effizientes Mittel im Rahmen einer alternativen Therapie für Menschen mit chronischen Leiden, welches nun auch den Menschen in und um Hamburg zur Verfügung steht.

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