Neue Zivilisationskrankheiten durch die Technik – darauf sollte man aufpassen

ArtztgesprächFoto: Ligamenta Wirbelsäulenzentrum / pixelio.de

Als wichtige Zivilisationskrankheit des frühen 21. Jahrhunderts ist Krebs in aller Munde. Dabei unterscheidet sich das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken, auch nach dem Wohnort. In Hamburg kommt Lungenkrebs bei Frauen besonders häufig vor, wie der Focus berichtet. Dagegen tritt Schilddrüsenkrebs eher im Süden der Republik auf.

Die meisten häufig diskutierten Zivilisationskrankheiten sind schon länger bekannt – was sie nicht weniger bedrohlich macht. Doch während die Medizin bei der Heilung diverser Krebsarten Fortschritte macht, warnen Experten vor neuen Erkrankungen, die zum Beispiel auf die intensive Nutzung technischer Geräte in unserem Alltag zurückzuführen sind. Dabei handelt es sich oft um Szenarien, mit denen sich Normalsterbliche noch kaum beschäftigt haben.

Augenprobleme durch Smartphone-Nutzung

Ein Leben ohne Smartphone können sich die meisten Menschen kaum noch vorstellen. Das kleine Wunderwerk der Technik dient mittlerweile für deutlich mehr als zum Telefonieren und Austauschen von SMS. Umso intensiv wird es genutzt. Diese Nutzung birgt allerdings auch einige gesundheitliche Gefahren, über deren Ausmaß sich Mediziner teilweise noch nicht einig sind:

  • Gefahr von Unfällen durch Unachtsamkeit
  • Überlastung durch die ständige Ausführung der gleichen Bewegungen
  • Netzhautschäden und Kurzsichtigkeit

Gerade über den letzten Aspekt machen sich wenige Nutzer Gedanken. Mediziner machen laut technik-profis.de vor allem das kurzwellige blaue Licht, das Smartphones und Tablets ausstrahlen, für eine Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern verantwortlich. Dahinter steht, dass die Linsen von Kinderaugen lichtdurchlässiger sind als die von Erwachsenenaugen. Deshalb empfehlen Experten, die Zeit zu beschränken, die die eigenen Kinder mit dem Smartphone oder Tablet verbringen

Rückenleiden durch Computer

Zugegebenermaßen sind Rückenleiden keine neue Zivilisationskrankheit. Neu ist allerdings das Ausmaß, in dem sie in unserer Gesellschaft vorkommen. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt das ständige Sitzen vor Geräten wie Desktop-PCs und Laptop. Denn mehr noch als beim Schreiben mit der Hand ist man hier versucht, eine krumme Haltung einzunehmen. So entstehen schmerzhafte einseitige Belastungen, die langfristig zu Bandscheibenschäden und ähnlichen Folgekrankheiten führen können. Vorbeugen lässt sich durch eine ergonomische Einrichtung von Arbeitsplätzen. Noch wichtiger ist regelmäßiger Sport – vor allem angesichts der Tatsache, dass immer mehr Berufsfelder mit stundenlangem Sitzen am Schreibtisch verbunden sind. Drei Mal in der Woche eine halbe Stunde Gymnastik macht bereits einen großen Unterschied.

Ausgleich ist wichtig

Aller Voraussicht nach wird moderne Technik in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen im Alltag. Umso wichtiger ist es, sich mit den damit verbundenen Gefahren vertraut zu machen und ihnen – wo möglich – vorzubeugen. Denn bei allen Annehmlichkeiten, die Smartphone und Tablet mit sich bringen ist der Mensch nicht darauf ausgerichtet, von klein auf an einen Bildschirm zu starren und seitenlange Kurznachrichten zu schreiben.

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