Neuer Chefarzt im Krankenhaus Tabea

Anlässlich des Wechsel sprach ganz-hamburg.de mit dem neuen Chefarzt PD Dr. med. Oliver Niggemeyer,


Dr. Niggemeyer, zuerst einmal als Gute in der neuen Position. Wann ist eigentlich ein Gelenkersatz notwendig?

Gelenke können belastungs- oder altersbedingt verschleißen oder durch entzündliche und rheumatische Erkrankungen wie z.B. Arthrose und rheumatoide Arthritis beschädigt werden.
Auch äußere Ursachen, wie ein Bruch oder eine Fehlstellung im Kindsalter, können Beschwerden auslösen.
Wenn eine konservative Behandlung, wie beispielsweise entzündungs- und schmerzhemmende Medikamente keine Abhilfe mehr schaffen, ist eine Operation oftmals unumgänglich. Ein Gelenkersatz kann den Betroffenen die gewohnte Lebensqualität und schmerzfreie Bewegungsabläufe zurückgeben.

Was macht die Qualität der Endoprothetik im Krankenhaus Tabea aus?

In unserem Zentrum für Orthopädische Chirurgie, zu dem die Endoprothetik und Gelenkchirurgie gehören, profitieren nicht nur wir als Team vom Expertenwissen aller, sondern allen voran unsere Patient:innen während der Behandlung.
Kurz gesagt: Die Qualität der Endoprothetik basiert auf dem Zusammenspiel des Teams und dem chirurgischen Können der Operateur:innen. Sowohl die Fachpflegekräfte, die OP-Pflegenden, die Physiotherapie und Ärzt:innen haben gleichermaßen einen Anteil an der Gesundung unserer Patient:innen.
Der ständige Austausch untereinander und das Ineinandergreifen des Fachwissens der Kolleg:innen ermöglichen eine individuelle, hochqualitative und teambasierte Behandlung unserer Patient:innen während ihres Aufenthaltes und darüber hinaus. Sollte nach der Operation noch einmal Beratungsbedarf bestehen, der durch die niedergelassenen, zuweisenden Fachkollegen in der Praxis nicht geklärt werden kann, bieten wir jederzeit einen Wiedervorstellungstermin zur Kontrolle an, bei dem der/die Operateur:in anwesend ist.
Durchschnittlich führen wir in der Endoprothetik jährlich über 1600 Operationen aus, mit über 60 Prozent sind dies überwiegend Gelenkersätze im Bereich der Hüfte.

Welche Rolle spielt die teamübergreifende Zusammenarbeit dabei?

Sowohl der gegenseitige Austausch als auch die vollumfängliche Anamnese der Patient:innen ist ein zentraler Aspekt unseres Erfolgskonzeptes in der Endoprothetik. Das führt nicht nur dazu, dass wir uns untereinander auf Augenhöhe begegnen und jede Meinung schätzen, sondern uns auch gegenseitig inspirieren und zum Weiterdenken anregen. Wir möchten den Patient:innen den bestmöglichen Aufenthalt bei uns bieten – das ist, was uns täglich motiviert und die Kommunikation miteinander so wichtig macht.

Ist dies gleichzusetzen mit der Interdisziplinarität, die im Krankenhaus Tabea praktiziert wird? Was verstehen Sie darunter?

Das Konzept des Tabeas ist in jeder Hinsicht ganzheitlich angelegt. Innerhalb der Disziplinen findet eine teamorientierte Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Physiotherapeuten, Pflegekräften und Ärzt:innen statt und zwischen den verschiedenen Fachbereichen im Krankenhaus ein interdisziplinärer Austausch. So sichern wir unseren Patient:innen eine hochqualifizierte und vollumfängliche Betreuung. Das bedeutet konkret, dass beispielsweise nicht nur ein Austausch innerhalb der Endoprothetik stattfindet, sondern ggf. Expertenmeinungen aus den anderen Disziplinen wie der Schmerztherapie o.ä. eingeholt werden, um den Patient:innen eine multimodale Behandlung zu ermöglichen.

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