Pollen setzen ziemlich vielen Hamburgern schwer zu

HeuschnupfenHeuschnupfen Bild von cenczi auf Pixabay

Wenn die Pollen fliegen dann leiden Allergiker an Heuschnupfen in Hamburg.

Mittlerweile reicht die Heuschnupfenzeit vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein. Denn irgendeine Pflanze blüht immer. Wenn dann das Wetter warm und trocken ist, dann wird es für Heuschnupfengeplagte besonders heftig, denn es sind viele Pollen in Luft. Erst wenn es nennenswerte regnet, wird die Luft „gewaschen“ und die Pollenbelastung wird geringer. Der häufige Westwind in Hamburg bringt da eher weniger Entlastung. Viel schlimmer, gerade in Großstädten lagern sich an die Pollen Ozon und Feinstaub an. Das macht die Pollen besonders aggressiv, belastet den Körper zusätzlich und verstärkt allergische Reaktionen.

Dabei gilt, Pollen sind nicht gleich Pollen. Eigentlich nur Pollen von Pflanzen, die vom Wind und nicht von Insekten bestäubt werden, sind für Allergiker problematisch. Der Grund ist einfach, damit die Pflanze überhaupt die Chance einer Bestäubung hat, muss sie sehr viele Pollen erzeugen und streuen. Das kostet die Pflanze viel Kraft. Normalerweise kommt man nur sporadisch und selten mit anderen Pflanzenpollen in Kontakt.

Mit Selbsthilfe die Pollenbelastung senken

Pollenbelastung kann man nicht eliminieren, aber man sie mit einfachen und gar nicht aufwendigen Maßnahmen selbst deutlich senken und reduzieren. In vielen Fällen hilft das bereits und schafft Linderung.

  • Im Schlafraum sollte sich keine Straßenbekleidung befinden.
  • Gerade bevor man Schlafen geht sollten die Haare mit einem milden Shampoo gewaschen oder zumindest ausgespült werden.
  • Ventilatoren verwirbeln Staub und Pollen. Wer unter Heuschnupfen leidet sollte lieber auf sie verzichten
  • Luftreiniger reduzieren die Pollenbelastung deutlich, aber sie arbeiten nur zufriedenstellend, wenn nicht zu viel gelüftet wird. Brauchbare Luftreiniger kosten weniger als 100 Euro. Dafür geht es einem dann zu Hause gleich viel besser. Wichtig ist das regelmäßige Wechsels der Filter.
  • Bei starken Pollenflug sollten die Fenster nicht öffnen werden. Ein spezielles Pollenschutzgitter mindert die Pollenbelastung im Raum. Einfache Lösungen kosten unter 25 Euro. Außerdem fliegen dann keine lästigen Insekten ins Zimmer.
Pollen
Pollenalarm Bild von Ulrike Leone auf Pixabay

Pollen sind von Natur aus harmlos und nicht giftig. Nur der Körper interpretiert sie als Gefährdung und reagiert mit seinem Immunsystem und entwickelt Antikörper. Wenn dann, trotz Vorbeugemaßnahmen, in den Augen, in der Nase oder den Bronchien die Antikörper mit den Pollen zusammentreffen, dann reagiert der Körper und es zeigen sich die folgenden Beschwerden:

  • Augentränen, – jucken und – schwellung
  • Niesreiz, Fließschnupfen oder verstopfte Nase
  • Atemnot und Husten
  • Abgeschlagenheit, Mattheit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Fieber

Bei akuten Beschwerden ist es sinnvoll durch den Einsatz eines freiverkäuflichen Anti-Allergikums gegenzusteuern. Wie immer sollte man die Packungsbeilage lesen. Auch freiverkäufliche Anti-Allergika sind Medikamente und haben Risiken und Nebenwirkungen. Die Dosierungen sind genau einzuhalten. Selbst freiverkäufliche Arzneimittel sollte man eigentlich nie im Dauergebrauch einnehmen.

Gefahr des Etagenwechsels

Betroffene sollten einen Heuschnupfen nicht zu leicht nehmen. Es besteht das Risiko, dass ein unbehandelter Heuschnupfen in ein allergisches Asthma übergeht. In der medizinischen Sprache wird das Etagenwechsel genannt. Deshalb sprechen rechtzeitig mit ihrem Arzt. Eine frühzeitige Diagnose, Minimierung der Pollenbelastung und eine konsequente Behandlung senken das Risiko eines Etagenwechsels erheblich.

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