Praxistipp – Brillenkauf, so setzen Sie die richtigen Prioritäten

Frau mit BrillePhoto by Apostolos Vamvouras on Unsplash

Nachlassende Sehstärke, das gab es schon früher. Erste Sehhilfen gibt es bereits seit dem 13. Jahrhundert. Allerdings, der Weg zur modernen Brille war lang. Eine Brille korrigiert nicht nur die Sehschwäche, sie ist auch immer ein Fashionstatement. Dabei muss es nicht immer die Verbesserung einer Sehschwäche gehen. Heute helfen uns beispielsweise auch Bildschirmbrillen die Augen vor Blaulicht am Monitor zu schonen oder Schutzbrillen, unsere Augen vor Verletzungen zu bewahren.

Aus den Einstärkengläsern wurden Mehrstärkengläser und Gleitsichtbrillen. Auch auf Sonnenschutz müssen Brillenträger nicht verzichten, selbsttönende (phototrope) Gläser gibt es schon seit 60 Jahren. Sie reagieren auf die UV-Strahlung und verfärben sich bzw. dunkeln ab. Jetzt gibt es sogar zum Ausgleich einer Rot-Grün-Schwäche, gemeinhin auch Farbenblindheit genannt, passende Brillenmodelle. Immerhin ist jeder elfte Mensch davon betroffen. Das sollten Sie beim nächsten Brillenkauf bedenken.

Foto von Stanislav Kondratiev von Pexels

Gläser helfen bei der Rot-Grün-Sehschwäche

Neue Brillengläser machen es möglich, dass die Wellenlänge des Lichts selektiv gefiltert wird. Menschen mit einer Rot-Grün-Sehschwäche werden mit speziellen Brillengläsern so in die Lage versetzt ein größeres Farbspektrum wahrzunehmen. Das ist unabhängig davon ob eine Sehschärfe korrigiert werden muss. Wichtig ist, dass eine solche Brille ‚eingetragen‘ wird, denn das Sehvermögen braucht Zeit um sich daran zu gewöhnen. Zwei Wochen muss man dafür einplanen.

Die Brille muss dafür tagsüber nur einige Stunden und vor allen Dingen ohne Pause getragen werden. Die Erfolgswahrscheinlichkeit liegt bei rund 80%. Das ist ein hoher Wert, aber mehr kann der Anbieter nicht garantieren.

Die Brille als Fashion-Statement

Eine Brille macht das Gesicht. Ob kompetent im Job oder als Bildschirmarbeitsbrille, leisure in der Freizeit oder als Sonnenbrille am Strand. Immerhin tragen mittlerweile rund 63% aller Deutschen eine Brille. Mit Sonnenbrille sind es weit über 90%. Die Brille beeinflusst wie kein anderes Accessoire unser Aussehen. Kein Wunder, dass Brillen heute auch immer ein Modestatement sind.

Egal ob man modisch sein möchte oder nicht. Die Brillenform formt auch die Wahrnehmung des Gesichtes. Die optimale ultimative Brillenform gibt es dabei nicht. Ganz grundsätzlich gilt, dass runde Brille die Gesichtsformen weicher machen. Eine eckige Brillenform macht ein Gesicht eher kantiger. Gestreckte Brillenformen verlängern ein Gesicht. Ob Metall- oder Kunststofffassung, das ist Geschmackssache.

Man mit Bart und eckiger Hornbrille
Photo by Marcus Benedix on Unsplash

Auf diese Details sollte man beim Brillenkauf achten:

  • Die breiteste Stelle des Gesichts bestimmt die Breite der Brille.
  • Die Bügel dürfen an den Schläfen nicht aufliegen, es muss ein bequemer Abstand vorhanden sein.
  • Wimpern und Brille bzw. Gläser sollen sich nicht berühren. Ansonsten habe Sie ständig Schweiß und Verschmutzungen auf dem Glas.
  • Die Brille darf nur Kontakt mit der Nase und den Ohren haben.
  • Achten Sie auf eine ganzflächige Auflage der Brille auf der Nase.
  • Grundsätzlich sollte man die Gläser immer entspiegeln.
  • Ob man sich für Glas oder Kunststoffgläser entscheidet ist Geschmackssache. Allerdings, Kunststoffgläser sind leichter und können auch einmal ein Sturz ab.
  • Gerade wenn die Sehstärke nicht so gut ist, empfiehlt sich eine Reservebrille. Besonders, wenn man sie beim Autofahren oder beim Sport benötigt. Die Reservebrille kann ruhig etwas einfacher und preiswerter sein. Man braucht da nicht unbedingt die höchste Entspiegelungsstufe oder einen teuren Titanrahmen.
  • Sportbrillen sollten wegen der Bruchsicherheit grundsätzlich Kunststoffgläser haben.
  • Wer trockene Augen, also wenig Tränenflüssigkeit hat, sollten bevorzugt Brillen tragen. Denn Kontaktlinsen benötigen viel Tränenfüssigkeit um richtig „schwimmen“ zu können.
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