Nichts für sensible Seelen: Hamburgs wilde Seite

Bungee Sprung Frau über dem WasserBungee Sprung Bild von bungeeinternational auf Pixabay

Walk on the Wild Side of Hamburg, denn es muss ja nicht immer Minigolf sein.

In Hamburg sind die Nächte lang und bekanntlich auch hundert Meter länger als sonst üblich. Kein Wunder in Hamburger laufen rund um die Uhr Schiffe ein, werden be- und entladen. Eine Sperrstunde gibt es auch nicht und auf dem Kiez, also der St. Pauli Reeperbahn, gehen die Lichter eigentlich nie aus. Jeder Tag hat die vollen 24 Stunden und die möchten vollauf genutzt werden. Wem der Sinn nach Abenteuern steht, der bekommt sie nicht nur auf der Reeperbahn, sondern auch hoch in der Luft, auf flinken Rädern oder auf der Baustelle. Langeweile muss wirklich nicht sein, auch nicht für Nachtschwärmer mit Adrenalinbedarf.

Das Museumsschiff Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen am Kai
Die Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen © Norbert Schmidt

Wie wäre es mit Segelschiffklettern?

Hamburg, das ist immer auch der Hafen mit seinen vielen Schiffen. Seit rund drei Jahrzehnten liegt ein altes Vollschiff, mit dem die Ära der Großsegler Anfang des 20. Jahrhunderts endete, am Ende der Hamburger Landungsbrücken. Ihr Name: Rickmer Rickmers. Wie jedes altes Schiff hat es eine bewegte und manchmal abenteuerliche Geschichte. Heute ist es kein Frachtschiff mehr. Die Laderäume werden für Events genutzt und ein Museum lädt zum Besuch ein. Die Masten (seemännisch: das Rigg) laden zum Klettervergnügen ein. So haben sich die Matrosen auf Großseglern gefühlt. Nur damals gab es keine Sicherheitsausrüstung! Eine Hand fürs Schiff und eine Hand für den Mann war die Devise.

Wer sich hinaufwagen möchte, erhält eine vollständige Klettermontur und darf sich dann volle 35 Meter in die Höhe schwingen. Das lohnt sich nicht nur wegen des vielen Adrenalins, sondern auch wegen der wortwörtlich überragenden Aussicht, die sich am Ziel ergibt. Das ist etwas ganz anderes als die mittlerweile schon öden Kletterhalden, ein echtes Abenteuer!

Fröhliches Spielen im Hamburger Nachtleben

Hamburg gehört zu den ganz wenigen Städten in Deutschland, die mit einem echten Casino aufwarten können, also einer Spielstätte mit dem sogenannten großen Spiel. Das heißt, hier stehen nicht nur Automaten herum, sondern auch Tische mit Croupiers für Blackjack, Poker und Roulette. Und: Das Casino gibt es in der Elbmetropole sogar als doppelte Portion, einmal an der Esplanade und ein weiteres Mal – wie könnte es anders sein? – an der Reeperbahn. Es empfiehlt sich, vor dem Einstieg ein bisschen digital zu üben, vorzugsweise risikolos ohne Einzahlung. Wo das geht, lässt sich dem Vergleichsportal Casinos.de entnehmen, das zahlreich virtuelle Spielbanken mitsamt ihren spezifischen Merkmalen auflistet. In diese heiligen Hallen werden ausschließlich Plattformen aufgenommen, die über eine EU-Zulassung verfügen und damit seriös sind.

Im Mustang durch die Straßen Kurven

Menschen, die sportlich-rasante Wagen ins Herz geschlossen haben, werden sich diesem Angebot kaum entziehen können: Jochen Schweizer bietet in Hamburg die Möglichkeit, einen 304 PS starken Ford Mustang zu mieten, mit 6 oder dem 8 Zylinder Big Block, für 4 oder sogar 24 Stunden. Das macht nicht nur mächtig was her, sondern gibt auch ein unglaublich gutes Gefühl. Leider müssen sich auch Mustang-Fahrer an die Hamburger Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, aber zum Glück liegt die nächste Autobahn in direkter Nähe und dort darf der starke Motor zeigen, was er kann. Trotzdem bitte an die Verkehrsregeln halten und niemanden gefährden!

Bagger, Planierraupe, Lkw auf einer Baustelle
Bagger Symbolfoto Photo by Dimitry Zub on Unsplash

Ja, wer baggert da spät noch …?

Im Stadtteil Veddel stehen die Bagger einsatzbereit für alle, die schon immer davon träumten, sich mit einer Riesenschaufel durch den Dreck zu wühlen. Hier heißt es: graben, graben, graben, nicht mit Muskelkraft, sondern mit einem imposanten hydraulischen Arm, der dem frischgebackenen Baggerfahrer zur freien Verfügung steht. Das Baggerabenteuer ist stundenweise zu buchen, natürlich für Mädels ebenso wie für Jungs, obwohl die männliche Kundschaft auf diesem Gebiet deutlich überwiegt. Damen alter Altersklassen sollten sich davon keineswegs abschrecken lassen, denn nur wer wagt, der gewinnt.

Ein Hafenrkan aus den 1960er Jahren im Hamburger Hafen
Hafenkran im Hamburger Hafen © Norbert Schmidt

Irrer Kick: Der Sprung vom Hafenkran

Na, wer traut sich von dem 250 Tonnen schweren Kran-Stahlkoloss 50 Meter in die Tiefe zu springen? Beim Bungee Jump könnt ihr über euch selbst hinauswachsen, vor allem psychisch und ein Gefühl erleben, was ihr danach garantiert nie wieder erleben werdet. Klingt verlockend? Dann ab mit euch nach Klein Grasbrook, hier könnt ihr das Ganze auf die hanseatische Art machen: Von einem Kran mit Hafenblick direkt auf die Elbe zu! Pures Adrenalin!

Allein schon der Weg hinauf macht so manchem Menschen weiche Knie. Dann der Blick hinab – und die letzte Chance, umzukehren. Die meisten, die es bis nach oben schaffen, springen aber doch, gut gesichert mit einem elastischen Bungee-Seil, um trotz aller Gefahren heil zu bleiben. Der freie Fall fühlt sich berauschend an, er ist mit nichts anderem vergleichbar. Wer es zum ersten Mal erlebt, wird ganz schnell süchtig oder lässt für alle Zeiten die Finger davon: Das kommt ganz auf die persönliche Konstitution an. Mancher hat sich schon zu viel zugetraut, während andere keine emotionalen Grenzen kennen. Ein guter Grund für Hamburg, sich vielfältig zu präsentieren: Schließlich ist kein Mensch genau wie der andere!

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