Keiner aus Hamburg: Die sechs erfolgreichsten Sportler Deutschlands

Logo Olympia 2014 Hamburg Entwurf MutaborWenn das Wörtchen wenn nicht wär. Das ist das Olympia-Logo 20124 der Hamburger Bewerbung Mit diesem Logo hätte sich Hamburg um die Olympischen Spiele 2024 beworben Bild: Mutabor / Lizensiert über The Marmalade GmbH & Co. KG

Sportstadt Hamburg? Das war einmal! Keiner der sechs erfolgreichsten deutschen Sportler kommt aus Hamburg!

Um die Sportstadt Hamburg sieht es düster aus. Die beiden Fußball-Bundesligisten HSV und St. Pauli kämpfen gegen den Abstieg. Die Handballmannschaft des HSV ist insolvent. Die Hamburg Freezers haben ihre Lizenz 2016/2017 zurückgegeben. Eine Volksabstimmung hat sich gegen die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 ausgesprochen. So ist das Olympia Logo von Hamburg ein Kandidat für die Rumpelkammer. Feuer und Flamme für die Spiele Hamburg sind verglimmt. Ein neuer Uwe Seeler ist leider nicht in Sicht.

Feuer und Flamme

Feuer und Flamme das Logo der Hamburger Olympia Bewerbung

Platz 6. Bastian Schweinsteiger

Es überrascht nicht wirklich, dass diese Liste von Fußballlegenden dominiert wird und wir beginnen die Show mit dem großartigen Bastian Schweinsteiger.

Während der 13 Jahre bei Bayern München konnte Schweinsteiger acht Bundesliga-Titel, eine Champions-League-Medaille, einen FIFA-Weltmeistertitel und eine UEFA Super Cup-Medaille gewinnen. Er spiele 500 Spiele für Bayern München und erzielte dabei 47 Tore.

Auf internationaler Ebene machen seine 120 Länderspiele Schweinsteiger zum vierterfolgreichsten Rekordnationalspieler aller Zeiten. Seine 24 Tore unterstützten Deutschland bei der herausragenden Leistung von sieben Europa- und Weltmeisterschaften, einschließlich des Gewinns der Weltmeisterschaft 2014. Nach dem Ausscheiden bei der Europameisterschaft im Halbfinale beendete er seine Karriere im internationalen Fußball.

Platz 5. Ole Schemion

Der in Berlin geborene Ole Schemion ist ein professioneller Pokerspieler. Trotz seines jungen Alters von 23 Jahren war er bereits zweimal Erstplatzierter der Global Poker Index-Weltrangliste und gewann bei Pokerturnieren bisher über 11 Millionen US-Dollar an Preisgeldern .

Schemions erster aufgezeichneter Turniergewinn war im Jahr 2011, ein Sieg mit einem Preisgeld von 54.200 Euro in einem EPT Berlin-Nebenevent. Er verteidigte seinen Titel im folgenden Jahr, bevor er sich im September 2012 bei der Partouche Poker Tour mit einem Gewinn von 1.172.850 Euro so richtig profilieren konnte. Direkt im nächsten Monat gewann er ein weiteres Turnier in Amsterdam mit einem Preisgeld von 286.200 Euro.

Seitdem ist Schemion von den „High Roller“-Events des Pokers nicht mehr wegzudenken, bei denen eine Teilnahmegebühr von 25.000 bis 100.000 Euro keine Seltenheit ist und hohe Preise winken. Schemion gewann 2014 einen 100.000 Euro Super High Roller in Las Vegas mit 1 Million US-Dollar, bevor er bei einem weiteren Turnier in Australien mit 100.000 US-Dollar Einsatz sechs Monate später eine weitere coole Million gewann. Vor Kurzem gewann er ein 100.000 Euro-Event in Monte Carlo mit 1,6 Millionen Euro Preisgeld für seinen ersten Platz.

Dieser Erfolg kam nicht über Nacht, es hat ihn viel Zeit und Mühe gekostet, bei den Online-Casino-Poker-Turnieren die strategischen Fähigkeiten und Erfahrungswerte aufzubauen. Manche sagen, dass er auf seinem Mobiltelefon permanent in Online-Casinos Poker spielt, um sich auf das Megaevent WSOP vorzubereiten.

Das Volksparkstadion die gute Stube des HSV

Bleibt das Volksparkstadion Ort für erstklassigen Fussball? © HSV

Platz 4. Franz Beckenbauer

Franz Beckenbauer ist zweifelsohne einer der bekanntesten Namen im deutschen Fußball. Er trug zu Beginn seiner Karriere den Spitznamen Der Kaiser. Er erhielt diese Bezeichnung für seine Führungsqualitäten auf dem Feld, aber nur wenige wussten, wie sehr sich diese Bezeichnung später bewahrheiten würde.

Beckenbauer wurde zweimal als bester Europa-Fußballer des Jahres ausgezeichnet und ist einer von nur zwei Spielern, die eine Weltmeisterschaft sowohl als Spieler als auch Trainer gewinnen konnten (jeweils 1974 und 1990 mit Deutschland). Er ist auch heute noch der einzige Spieler, der die Weltmeisterschaft, die Europameisterschaft und die Champions League gewinnen konnte.

Neben seinem großartigem Rufs, einer der besten des Fußballs gewesen zu sein, ist der Name Beckenbauer auch heute noch ein großer Name im deutschen Fußball. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Vergabe des Veranstaltungsorts für die FIFA WM 2006 an Deutschland und arbeitet derzeit als Kolumnist und Experte in seinem Heimatland.

Platz 3. Boris Becker

Boris Becker ist derzeit der Trainer der Nr. 1 der Weltrangliste, dem Tennisspieler Novak Djokovic, und der Serbe könnte sich keinen besseren Mentor wünschen. Becker war zuvor selbst schon die Nr. 1 der Weltrangliste und seine Rekorde im Tennis sind gewaltig.

Becker ist der jüngste Wimbledon-Champion aller Zeiten und gewann das Turnier 1985 erstmals im Alter von 17 Jahren. Er verteidigte seinen Titel im folgenden Jahr erfolgreich und gewann auch 1989. Darüber hinaus gewann er drei French Open-Titel, zwei Australian Open-Titel und einen US Open-Titel sowie eine Goldmedaille im Herren-Doppel der Olympiade.

Becker ist auch heute noch der einzige Spieler, der alle drei ATP Tour Finals, WCT Finals und den Grand Slam Cup der Open Era gewinnen konnte. Seit seinem Ausstieg aus dem Profisport hat er an mehreren Pokerturnieren teilgenommen und dabei mehr als 90.000 Euro gewonnen. Er genoss dabei viele Jahre lang das Sponsoring durch PokerStars, der weltweit größten Pokerseite.

Platz 2. Miroslav Klose

Miroslav Klose ist eine deutsche Fußballlegende. Er lieferte auf Mannschaftsebene für Teams wie Bayern München eine bewundernswerte Leistung, konnte sich aber seit seinem ersten Einsatz bei der Weltmeisterschaft 2002 in der internationalen Arena sogar noch übertreffen.
Klose explodierte bei der 2002 FIFA-WM sprichwörtlich in die internationale Fußballszene und erzielte 5 Treffer für Deutschland, bevor er 2006 dieses Meisterstück wiederholen konnte und auf heimischem Boden den Goldenen Schuh gewann. Er hat sich diese Konsistenz seitdem bewahren können und erzielte bei den Weltmeisterschaften 2010 und 2014 jeweils vier und zwei Tore, was ihn zum alleinigen WM-Rekordtorschützen machte.
Im Jahr 2014 schoss er beim atemberaubenden 7:1-Sieg der Deutschen gegen Brasilien das zweite Tor und das Team befand sich so auf dem Weg zum Gewinn der vierten Weltmeisterschaft. Klose zog sich in diesem Jahr auch vom internationalen Fußball zurück.

Platz 1. Michael Schumacher

Michael Schumacher ist nicht nur einer der erfolgreichsten Sport-Exporte Deutschlands, sondern möglicherweise auch einer der größten Sportler aller Zeiten. Er wurde von der Formel 1 als „statistisch gesehen der großartigste Fahrer, den dieser Sport jemals gesehen hat“ beschrieben und das lässt sich auch nur schwer abstreiten.

Schumacher ist siebenfacher Weltmeister, wurde zweimal mit dem Laureus World Sports Awards auszeichnet und hat in seiner Karriere mehr Formel 1-Rekorde erreicht, als man hier auflisten könnte. Einige der Rekorde sind: schnellste Rundenzeiten, Anzahl der Siege/Meisterschaften und Anzahl der gewonnenen Rennen innerhalb einer Saison. Er ist der einzige Fahrer, der jedes Rennen einer Saison auf einem der oberen drei Plätze beenden konnte und er hält den Rekord für die meisten Rennen hintereinander mit einem Podiumsergebnis.

Leider erlitt Schumacher 2013 einen schweren Skiunfall. Er wurde für 6 Monate in ein künstliches Koma versetzt und befindet sich auch heute noch in ärztlicher Behandlung. Laut Medienberichten soll er seitdem gelähmt und unfähig sein zu sprechen. 2015 gab sein Manager jedoch bekannt, dass er auf dem Weg der Besserung sei.