Teamsport nach Corona, bald geht es wieder los, das ist zu beachten

Teamsport: Junge Frauen spielen VolleyballTeamsport Volleyball Photo by Vince Fleming on Unsplash

Der Neustart nach der Corona-Pandemie ist eine echte Herausforderung für den Teamsport.

Teamsport, das ist zusammen Sport treiben, das ist Gemeinschaft, die Interaktionen und Emotionen in einer Mannschaft,. Das sind Verbundenheit, Einsatz, Höchstleistungen, Siege , Unentschieden und Niederlage. Ob beim Training, im Wettkampf oder auf Turnieren. In Deutschland betreiben rund 20 Millionen Menschen Team- und Mannschaftssport. Das ist immerhin rund jeder vierte Deutsche. Doch wie wird es nach der Corona-Pandemie weiter gehen. Werden die Mannschaften sich wieder finden? Wie gelingt der Start?

Voraussetzung ist natürlich, dass die Corona-Beschränkungen fallen. Denn, bis auf wenige Ausnahmen heißt Teamsport auch immer enger Kontakt mit der eigenen und der gegnerischen Mannschaft.

Die Mannschaften, Teams und einzelnen Sportler stehen vor anderen und tiefgreifenden Problem. In einem guten Jahr, in dem mehr oder weniger Stillstand geherrscht hat, hat sich vieles verändert.

Vier Sportler im Erima Dress
Erima Teamangebote (c) Erima

Zum Restart müssen die Teams sich wieder finden und organisieren. Sind alle Teammitglieder noch einheitlich ausgerüstet? Selbst diese eigentlich simple Fragen nach den Trikots, Trainingsanzügen und Jerseys – dem Teamsportbedarf – müssen geklärt und organisiert werden. Wer das einmal gemacht hat, weiß, das ist nicht nur viel organisatorische Arbeit, man braucht auch einen leistungsfähigen serviceorientierten erfahrenen Teamsportausrüster.

Ein Trend ist in vielen Vereinen erkennbar. Sie setzen mittlerweile auch gern auf kleinere lokalere Marken. Denn, diese sind deutlich geerdeter. Bei gleicher Funktion und Leistung sind sie spürbar preiswerter als die Marken internationaler börsennotierter Sportkonzerne, die Unsummen in das Sponsoring von Medien und Sportfunktionären stecken.

Für den Neustart motivieren

Allerdings, das Hauptproblem liegt in der Aktivierung der Teams und ihrer Mitglieder. Die lange Pause hat zu Veränderungen geführt. Bei etlichen hat sich das Privat- und Berufsleben weiter entwickelt. Passt die aktuelle individuelle Situation noch zu einer Teamsportart, ist man nicht vielleicht zu alt geworden oder umgezogen, will sich mehr um seine Familie/Kinder kümmern? Ob während des Trainings oder an einem extra Termin. Bewährt haben sich Kick Off Meetings. Alle treffen sich und stellen sich auf neuen Aufgaben und Ziele ein. Wichtig ist die richtige Balance zwischen dem sportlichen Teil und dem Socializing. Sonst kann man gleichen einen Grillabend veranstalten.

Psychologisch gesehen stellten sich klassische Probleme und Fragen, die vollkommen normal bei einem Neustart, nach langer Verletzungs- oder Krankheitspause, dem Comeback stellen.

Jeder, der aktiv Sport betreibt, weiß, Niederlagen und Durchhänger gehören zum Sport. Denn gerade der Sport lässt Persönlichkeiten wachsten und stärkt sie. Hinfallen und aufstehen, sich selbst motivieren und nicht immer Fehler bei den anderen suchen, das hat jeder Sportler schon einmal erlebt und gelernt. Gerade Spitzen- und Leistungssportler sagen fast immer: Aus meinen Niederlagen habe ich mehr gelernt und ich bin an ihnen gewachsen.

Teamsport Ruby: dramtische Spielszene im Rugby
Teamsport Rugby Photo by Quino Al on Unsplash

Mit der SMART Methode wieder trainieren

Aus dem Corona-Tief kommen Teams und Sportler mit der SMART Methode rät der Sportpsychologe Dr. Heiko Ziemainz von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

  1. Der erste Schritt ist das Setzen eines spezifischen Zieles. Also, zum Beispiel: Nicht – ich trainiere wieder, sondern –  ich trainiere an drei Wochentagen jeweils eine Stunde.
  2. Ein gesetztes Ziel muss messbar sein. Deshalb wie in dem Beispiel mit einer Intervall- und eine Zeitangabe.
  3. Ziele sind nie absolut, sie sollten immer auf eine spezifische Situation anpassbar sein. In unserem Beispiel bleibt der Sportler flexibel bei den Wochentagen an denen er trainiert.
  4. Grundsätzlich sollten Ziele immer realistisch gesetzt werden. Die Forschung hat gezeigt, egal ob im normalen Leben, im Beruf oder im Sport, unrealistische Ziele, die man nicht erreicht, frustrieren nur und sind sehr häufig kontraproduktiv. Der Zielerreichungsgrad ist häufig geringer.
  5. Kein Ziel ohne Termin. Also nicht Ende des Sommers, sondern bis zum 31. August. Noch besser erreicht man Ziele, wenn man sich Etappenziele (natürlich auch mit Termin) setzt. Das steigert die Motivation, weil es kleine Zwischendurch-Erfolge gibt.
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