Kein schönes Jubiläum: 500 Tagen kein Hamburger DOM

Installation auf dem Heiligengeistfeld HamburgInstallation: Wieder DOM erleben (c) DOM-Promotion und Veranstaltung

Seit dem Winterdom 2019, der am 08. Dezember 2019 endete, gibt es auf dem Heiligengeistfeld keinen Trubel. Es fehlen die bunten Lichter, Musik und das Rattern der Fahrgeschäfte. Die unvergleichliche Duftwelt von Schmalzgebäck, gebrannten Mandeln und Bratwürsten ist nur noch eine Erinnerung. Was damals keiner wusste, aus der üblichen Winterpause der Schausteller ist ein AUS, das mehr als eine Durststrecke ist, geworden. Die Schausteller kämpfen ums Überleben, denn ihrem zyklischen Geschäft müssen sie ohne Einnahmen auskommen. Dass Schausteller an einigen Hamburger Orten ihr Geschäft aufbauen konnten, war sehr sinnvoll, aber mehr oder weniger der berühmte Tropfen Wasser auf einem heißen Stein.

Letzten Freitag, am 26. März hätte der Frühlingsdom starten sollen. Aber mittlerweile ist es die vierte DOM-Veranstaltung, die Pandemie-bedingt ausfällt. Die Frage ist, wird es einen Sommerdom oder erst wieder einen Winterdom geben? Wie viele Schausteller können dann noch dabei sein, denn nicht alle Betriebe haben große finanzielle Reserven bilden können?

Werberiesenrad auf dem Heiligengeistfeld
Wieder Dom erleben (c) DOM-Promotion und Veranstaltung

Installation: Wieder DOM erleben

So trafen sich Hamburger Schausteller auf dem Heiligengeistfeld und bauten um an den DOM zu erinnern eine außergewöhnliche DOM-Meile aus 250 Flammschalen mit der Inschrift „Wieder DOM erleben“ als Aktionsinstallation auf. Damit wollen sich die beiden Hamburger Schaustellerverbände bei den Hamburgerinnen und Hamburgern in Erinnerung zu rufen.

„Wir hätten wahnsinnig gerne nach so langer Zeit unsere Geschäfte wieder aufgebaut, die farbenfrohe DOM-Meile errichtet. Wir vermissen es, unseren Besuchern unvergessliche Momente zu schenken.

Sascha Belli (1. Vorsitzender des Landesverbandes des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller)

Robert Kirchhecker (Präsident des Schaustellerverband Hamburg von 1884) und richtet sich direkt an die DOM-Besucher.

„Wir alle möchten den DOM wieder in seiner vollen Pracht erleben. Wir sind dankbar, dass wir im vergangenen Jahr an verschiedenen Orten in der Stadt vereinzelnd Geschäfte aufbauen konnten. Aber das ist nicht dasselbe. Unsere Berufung ist es, das größte Volksfest des Nordens zu einem einzigartigen Erlebnis für unsere Besucher zu machen. Und dieser Leidenschaft möchten wir wieder nachgehen.“

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die umfangreiches Sanierung des Heiligengeistfeldes kommt voran. Wie erwartet werden immer wieder Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg dabei aufgespürt und endgültig entschärft gemacht.

Erst am 27. Januar musste der Zünder einer britische 500 lbs. Bombe kontrolliert gesprengt werden. Zum Glück rumste es nur und es gab keine Probleme.