Auto Wichert Audi terminal – Richtfest in Langenhorn

Berthold Kleta (Architekt) Christian Wurs (Stahlbau), Bernd Glathe, Dietmar Elsasser (Audi) Bernd Kußmaul.,v.l. © Auto WichertBerthold Kleta (Architekt) Christian Wurs (Stahlbau), Bernd Glathe, Dietmar Elsasser (Audi) Bernd Kußmaul, v.l. © Auto Wichert
Richtfest des Auto Wichert Audi terminals mit Hindernissen. Anwohner stoppen gerichtlich Park&Ride-Anlage. Auto Wichert setzt auf gute Nachbarschaft.

Richtfest bei Auto Wichert für Norddeutschlands größten Audi terminal. Schon imposant steht der Rohbau auf dem ehemaligen Langenhorner Güterbahnhof am Stockfelthweg nach rund 10 Monaten Bauzeit da. Seit Herbst 2013 errichtet die Auto Wichert GmbH den neuen Audi terminal mit Park&Ride-Anlage und einer Reihe von Einzelhandelsgeschäften. Heute am Donnerstag, den 03. April 2014 war es soweit, die beiden Auto Wichert Bosse Bernd Glathe und Bernd Kußmaul luden trotz eines ausgesprochenen Baustopps rund 220 Gäste zum Richtfest. Damit wurde ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 35 Mio. Euro vom Verwaltungsgericht Hamburg gestoppt, obwohl der zuständige Bezirk Hamburg Nord das Projekt in allen Punkten bereits genehmigt hat. Das ein P&R Parkhaus die Stadt Hamburg von Pendlern aus dem Umland entlastet und so hilft den städtischen Verkehr zu reduzieren, scheint in diesem Zusammenhang eher „unwichtig“ zu sein.

Zahlreiche geladene Gäste beim Richtfest von Auto Wichert in Langenhorn  © ganz-hamburg.d

Zahlreiche geladene Gäste beim Richtfest von Auto Wichert in Langenhorn © ganz-hamburg.d

Gegenüber ganz-hamburg.de betonte Bernd Glathe, dass Auto Wichert ganz lösungsorientiert mit den Anwohnern kommuniziert hat. Seit dem Bauplanungsbeginn hat Auto Wichert mit offenen und konstruktiven Gesprächen mit den Nachbarn das Projekt begleitet und hat sich bereits mit vielen von ihnen auf einen Interessensausgleich wie z.B. Sichtschutz, Rollläden und neue Fenster geeinigt. „Wir sind gute Nachbarn und wollen es auch bleiben“ sagte er. Zudem wird nun geprüft, wie durch einen Abänderungsantrag die strittigen Punkte bis zur endgültigen Klärung aus der Baugenehmigung ausgeklammert werden können.

Keine einfache Situation, denn die Klägerin Frau S. und Bürgerinitiative operieren scheinbar mit Zahlen, die für Dritte nur mit einiger Fantasie nachvollziehbar sind. So hat ganz-hamburg.de erfahren, dass die Kläger mit  täglich 15.000 Autos argumentieren sollen. Zum Vergleich, auf der Langenhorner Chaussee verkehren werktags täglich zwischen 25.000 und 38.000 Autos. Der  Stockflethweg würde somit auf rund der halben Verkehrsfrequenz der Langenhorner Chaussee kommen. Schwer vorstellbar bei den gut 400 Parkplätzen die hier neu entstehen. „Wir arbeiten bereits an drei Lösungsvarianten, die in der Hauptsache ja das P&R-Haus und die daraus resultierenden Lärmimmissionen betreffen. Es handelt sich ausschließlich um die Zeit von 22.00 – 06.00 Uhr und 2 Dezibel, die dort überschritten werden“, merkt Bernd Glathe an.

Natürlich gab es auch eine Baustellenführung © Auto Wichert

Natürlich gab es auch eine Baustellenführung © Auto Wichert

Es spricht für den zupackenden Optimismus von Bernd Glathe und Bernd Kußmaul, eine Eigenschaft die in Deutschland wahrlich immer rarer wird, dass beim Richtfest optimistisch nach vorn in die Zukunft geschaut wurde. Die Kombination eines Audi terminals mit Einzelhandelsgeschäften, einem P&R-Haus ist in Deutschland  einmalig. Gerade hier am Ende der Langenhorner-Chaussee am Hamburger Stadtrand hat sich seit Jahrzehnten nichts getan. Dieser einst so quirlige Standort auch mit dem Schmuggelstieg stagnierte und verlor beständig an Substanz.  Als Mieter in der Wichert-Welt ziehen u.a. REWE, sowie die beiden Hamburger Traditionsunternehmen Budnikowsky und Confisere Paulsen ein, dazu kommen noch Gastronomie und Arztpraxen.

Bei strahlendem Sonnenschein, auch wenn der Himmel durch den Saharastaub diesig war, einen sanften Frühlingsbrise wurde der Richtkranz von einem Baukran vor den zahlreichen Anwesenden aus Politik, Wirtschaft, Vertreten der Audi AG, Baugewerken und Nachbarn hoch gezogen. Damit entsteht in Hamburg einer größten Händlerstandorte für die Marke mit den Vier Ringen.

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