Die Hamburger und ihr Auto. News, Trends und Tipps zur Anmeldung

Autoverkehr in HamburgAutofahren in Hamburg Foto: ganz-hamburg.de

 Die Hamburger fahren gerne Auto – und nicht nur das. Sie fahren nicht nur gerne, sie haben auch immer mehr Fahrzeuge, kein neuer Trend in der Hansestadt. Im Jahr 2014 ist die Zahl der zugelassenen Pkws um 3710 Stück angestiegen auf insgesamt 742.320 (Quelle: nahverkehrhamburg.de). Die meisten Fahrzeuge gibt es in Wandsbek. Das Statistikamt legt offen, dass hier auf 1.000 Einwohner 398 private Pkws kommen. Zum Vergleich: Im Bezirk Mitte waren es nur 256 Pkw auf 1.000 Einwohner. Der Trend verläuft ansteigend und es wird immer einfacher, ein Fahrzeug zuzulassen. Wie die Zulassung reibungslos klappt und welche Kfz-Versicherungs- und Spritkosten in Hamburg zu erwarten sind, zeigt dieser Beitrag.

Fünf Dokumente sind nötig, um ein Fahrzeug anzumelden

Mit Sicherheit ist der Fahrzeugkauf mit Recherche, Suche und Besichtigung weitaus aufwendiger, als das Fahrzeug letztlich anzumelden. Um einen Neuwagen oder Gebrauchtwagen zuzulassen, braucht es nämlich nur diese fünf Dokumente.

  • Der Fahrzeughalter muss sich via Reisepass oder Personalausweis ausweisen. Wer nicht persönlich zur Zulassung des Fahrzeugs vorstellig wird, kann auch jemanden damit beauftragen. Dann allerdings muss zusätzlich eine Vollmacht vorgelegt werden, in der geschrieben steht, dass der Bevollmächtige das Fahrzeug im Namen des Halters zulassen darf.
  • Für das Fahrzeug muss ein Fahrzeugbrief (eine Zulassungsbescheinigung I/II) vorgelegt werden. An dieser Stelle gibt es einen Unterschied zwischen der Zulassung eines Neuwagens und eines Gebrauchtwagens. Beim Neuwagen gibt es noch keinen Fahrzeugschein (= Zulassungsbescheinigung I).
  • Die elektronische Versicherungsbestätigung wird über eine gültige eVB-Nummer vorgelegt. Diese kann unter https://evbnummer.net/ schnell und unkompliziert abgerufen werden.
  • Die COC-Bescheinigung (alias: die EG-Übereinstimmungsbescheinigung) ist nur nötig, wenn ein Fahrzeug aus dem Ausland importiert werden soll. Ein Blick in die Unterlagen soll zeigen, dass das Fahrzeug auch gültige EU-Normen einhält. Fehlen diese Unterlagen beim Fahrzeugkauf, lassen sie sich beim jeweiligen Fahrzeughersteller beantragen.
  • Die Einzugsermächtigung für die Kraftfahrzeugsteuer ist ein ebenso wichtiges Dokument, um ein Fahrzeug überhaupt anmelden zu können. Dieses Formular lässt sich unter: formulare-bfinv.de

Darüber hinaus gibt es für einige Sonderfälle entsprechende Sonderregelungen. War das Fahrzeug bisher auswärts zugelassen, sind die Kennzeichenschilder mitzubringen. Zudem ist für die Anmeldung eines gebrauchten Fahrzeugs ein gültiger HU-Bericht Pflichtbestandteil der Dokumente.

Wie teuer ist der Unterhalt für ein Fahrzeug im Hamburg?

In diesem Jahr haben die Hamburger Glück gehabt. Zumindest bezüglich der neuesten Regionalklassen keine Veränderung in der Hansestadt aufgetreten. Die Regionalklasse für die Haftpflichtkomponente liegt unverändert bei 12, für Teilkasko bei 6 und für Vollkasko bei 7. Das heißt, dass die Haftpflichtkomponente auf dem höchsten Niveau liegt. Hier gibt es nur 12 Klassen. Teilkasko ist im Vergleich dazu günstig. Hier liegt Hamburg in Klasse 6 – von 16 möglichen. Schlecht sieht es indes wieder für Vollkasko-Versicherungen aus. Hier landen Fahrzeuge in Hamburg in Klasse 7 von insgesamt 9.

Zapfpistolen an einer Tankstelle

Zapfpistolen Foto: pixabay.com © markusspiske (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: Tanken in Hamburg ist vergleichsweise günstig.

Diese Zahlen werden auch mit dem jeweiligen Index untermauert. Bezugnehmend auf den Index, der bei der Haftpflicht bei 128,46 liegt, rangiert Hamburg deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 100. Zur Erklärung: Dieser Index errechnet sich aus der Höhe und der Anzahl der Schäden. Bei der Teilkasko liegt der Index mit 89,81 deutlich unter dem deutschlandweiten Schnitt. Die Vollkasko liegt mit 116,93 über dem 100er-Schnitt.

Beim Spritkostenvergleich punktet Hamburg allerdings wirklich. Zwar gibt es eine kleine Steigerung zum Vormonat (von 1,324 auf 1,337), dafür aber führt Hamburg bei Super E10 gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern das Ranking der Kraftstoffpreise an. Zum Vergleich: Bremen liegt mit 1,377 Euro pro Liter deutlich über dem Hamburger Niveau. Bei den Dieselpreisen ist die Tendenz übrigens ähnlich: 1,149 Euro zahlt ein Hamburger für einen Liter Diesel, 1,217 Euro bezahlt beispielsweise ein Bremer.

 

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