hvv switch wächst kräftig mit der WeShare Carsharing Integration

Ein WeShare Auto in grau vor dem Hamburger Dammtorbahnhof als RechtsabbiegerEin WeShare Carsharingauto vor dem Hamburger Dammtorbahnhof (c) WeShare

Jetzt ist das Carsharing-Angebot der VW-Tochter WeShare bei hvv switch mit 800 E-Autos dabei. Eine weitere Etappe zur Kollektivierung des Hamburger Individualverkehrs.

Das hvv switch Angebot soll mittel- und langfristig das eigene private Auto in Hamburg überflüssig machen. Das politische Ziel ist die Kollektivierung des Individualverkehrs und damit die Verringerung des Autoverkehrs. Das geht nicht ohne Technologie, denn es müssen neue benutzungsfreundliche Angebote geschaffen werden.

Mit der switch App haben Hamburger eine einheitliche Plattform. Sie können neben hvv Tickets auch Carsharing/Mietwagen (cambio, MILES, SHARE NOW, SIXT share), TIER E-Scooter, StadtRad oder Moia Sammeltaxis bequem buchen. Jetzt kommen noch 800 Elektroautos des Anbieters WeShare, der zum VW Konzern gehört, hinzu. Damit baut der VW-Konzern, der schon mit Moia bei hvv switch mitmacht, seine Teilnahme aus und bringt 800 WeShare Carsharing Elektroautos ein. Ab Dienstag, den 09.08.2022, ist WeShare via hvv switch verfügbar.

Die innovative hvv switch App, sie ist auch mit Google Maps verknüpft, wurde vor zwei Jahren gestartet. Erstmals in Deutschland können direkt aus der Maps Navigation heraus Nahverkehrstickets erworben werden. Die switch App kommt an. Sie wurde 250.000 Mal installiert und über 40.000 Fahrten wurden gebucht. Vor dem Hintergrund der eingeschränkten Mobilitätsnachfrage als Folge der Corona Pandemie ist das kein schlechter Wert.

Weitere Anbieter sollen folgen aber Außenbezirke immer noch problematisch

hvv switch ist zukünftig für weitere Anbieter offen. Das hört sich gut an, nur während die inneren Stadtteile, also dort wo ganz viele Grüne-Wähler wohnen, schon sehr gut versorgt sind, sind die Außenbezirke auf switch Diät. Wer z.B. in Walddörfern oder Volksdorf wohnt, der kann von StadtRädern nur träumen und ein Carsharing-Auto ist ebenfalls Zukunftsmusik. Neue Anbieter werden diesen Faktor schwer lösen können, denn fast alle konzentrieren sich auf die Kernstadtteile Hamburgs.

Das Problem bei Carsharing Angeboten ist, dass sie im zumeist defizitär für die Betreiber sind. Die Investitionssummen und Betriebskosten sind hoch. Dazu kommt eine hohe Abnutzung, denn viele Mieter*Innen gehen nicht gerade vorsichtig mit den Fahrzeugen um.

Velorouten-Ausbau nur im Schneckentempo

Hinzu kommt, der Ausbau der Velorouten kommt nur im üblichen Deutschen Behördenschneckentempo voran. Denn selbst Radwege haben in Deutschland den Status einer Raketentechnologie. Der Staat verheddert sich hoffnungslos in seinem selbstgeschaffen überregulierten überkomplexen Planungs- und Baurecht. Klar ist eigentlich nur, was nicht geht.

Verwunderlich, im europäischen Ausland werden Radwege rucki-zucki in toller Qualität gebaut. Deutschland ist zum Land der Wurstigkeit, in dem Bedenkenträger, Verhinderer und Verkomplizierer den Ton angeben, geworden.

Der Grüne Verkehrssenator Anjes Tjarks verspricht das hvv switch System massiv auszubauen. Daran wird er sich messen müssen. Aktuell gibt es 90 hvv switch Punkte. In zwei Jahren sollen 130 switch Punkte hinzukommen.

Es kann auch nicht sein, dass die Bewohner der Hamburger Außenbezirke systematisch schlechter versorgt werden. In der Hamburger Verfassung steht nicht, dass es Stadtteile erster und zweiter Klasse gibt.

ganz-hamburg.de ist gespannt ob das vor dem Hintergrund der hohen Inflation, den explodierenden Energiepreisen sowie einer drohenden Gas- und Stromversorgungskrise gelingen wird. Um Ausreden waren Politiker bekanntlich noch nie verlegen. Bekanntlich kostet die Energiewende den Bürger auch nur eine Kugel Eis pro Monat. Wobei, die Kugelgröße nie definiert wurde.

Hier geht es zur Mobilitäs App hvv switch.

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