Pop up Radwege in Hamburg jetzt! Hamburger Fahrrad-Lobby macht dem Senat Druck

Pop up Radweg in hamburgCorona machts möchlich: Der Pop up Radweg an Alster (c) adfc HH/Kay-Uwe Rosseburg

Pop up Radwege in Hamburg jetzt! Der ADFC Fahrradclub startet Online-Petition für die Einrichtung von Pop Up Radwegen.

Noch laufen die Koaliationsverhandlungen zwischen der SPD und Grünen auf Hochtouren und sind mittlerweile in der elften Runde angekommen. Besonders eng geht es erwartungsgemäß bei den Themen Wirtschaft und Umwelt zu.

Pop up Radwege in Hamburg jetzt!

Auch außerparlamentarisch wird insbesondere die Hamburger SPD unter Druck gesetzt. Heute startet der Fahrradclub ADFC Hamburg seine Online-Petition auf der Plattform change.orgPop up Radwege in Hamburg jetzt!”.

Sie richtet sich an Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die künftigen Senatoren für Verkehr, Gesundheit und Inneres.

Der Hamburger ADFC fordert u.a. in der Petition:

  • An mehrspurigen Straßen, wo viele Radfahrer unterwegs sind, sollen die äußeren Autospuren als Radwege abgetrennt werden.
  • Für die Straßen: An der Alster, Reeperbahn und die Wandsbeker Chaussee wird besonders dringender Handlungsbedarf gesehen.
  • Ab sofort kann sie von Hamburgern online unterzeichnet werden.

Pop-Up-Radwege sind einfach einzurichten, kostengünstig und sicher, wenn sie ordentlich abgetrennt werden”, sagt Wiebke Hansen vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Sie ergänzen kurzfristig das Radwegenetz und sind gute Teststrecken für dauerhaft mehr Platz fürs Rad.”

Positiv stimmt den Hamburger ADFC, die Ankündigung von SPD und Grünen in der HafenCity am Sandtorkai eine Autospur zum Fahrradweg zu Testzwecken umzuwidmen.

„Rad- und Fußverkehr brauchen aber an viel mehr Straßen in Hamburg mehr Platz“, so Hansen. „Fußgänger*innen und Radfahrende drängen sich, während daneben mehrere Spuren von parkenden und fahrenden Autos belegt werden. Niemand will noch mehr Autos in der Stadt – schaffen wir jetzt also die Voraussetzungen für die Mobilitätswende und locken wir mehr Menschen aufs Rad.”

Am kommenden Samstag, den 23. Mai, findet zudem in mehr als 40 Städten ein bundesweiter Aktionstag für neue und mehr Radwege statt. In Hamburg beteiligen sich die Greenpeace-Gruppe Hamburg, Radentscheid Hamburg und der ADFC Hamburg daran und richten gemeinsam von 10 bis 18 Uhr einen etwa 200 Meter langen Pop up Radweg auf der rechten Fahrspur in östlicher Richtung im Neuen Kamp ein (vor der Rindermarkthalle).

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