Viele Unterschriften machen den Verkehrssenator bestimmt froh

PR-Termin: Verkehrssenator Antjes Tjarks erhält die Unterschriften eine ADFC Petition für mehr Pop up Radwege. Im Hintergrund Menschen, die die Forderung untermauern.Übergabe Petition Pop-up-Radwege Unterschriften auf der Reeperbahn an Senator Antjes Tjarks (r) vom ADFC: Sabine Michaelis (l) und Jens Deye (m) Michaelis Foto: ADFC/Kay-Uwe Rosseburg

Über 13.000 Hamburger haben die Petition des ADFC nach mehr Pop up-Radwegen in Hamburg unterschrieben.

Es muss nicht immer Haribo, das bekanntlich Kinder und Erwachsene froh macht, sein. Auch Unterschriften können einen Hamburger Senator erfreuen.

Der Anlass, gestern, am Samstag, den 24.10.2020., stärkte der Hamburger ADFC die Position vom Senator für Verkehr und Mobiliätswende Dr. Anjes Tjarks, (Grüne), der sich bekanntlich für deutlich mehr Fahrradverkehr in der Hansestadt einsetzt. Der Fahrradclub übergab ihm öffentlich in St. Pauli bei einem abgestimmten Termin eine Liste mit 13.065 Unterschriften aus der Online-Petition »Pop-up-Radwege in Hamburg jetzt!«.

Damit Antjes Tjarks auch weiß, wo sie eingerichtet werden sollen, bekam er dazu auch noch die Wunschliste für 144 Straßen die sich Hamburger aller Geschlechtsarten gewünscht haben.

„Kern unserer Forderung an den Senat ist die zügige Einrichtung von Pop up-Radwegen auf allen mehrspurigen Hauptverkehrsstraßen Hamburgs”,

Jens Deye vom ADFC Hamburg

Der Hintergrund

Der ADFC will den Straßenraum konsequent umverteilen. Die jeweils äußeren Fahrbahnspuren sollen abgetrennt und dem Rad vorbehalten werden. Davon verspricht sich die Hamburger Fahrradlobby mehr Sicherheit für Radfahrer und das der Umstieg aufs Fahrrad beschleunigt wird.

Eine nachvollziehbare Forderung, schließlich wollen die Eimsbüttler-, Altonaer-, Ottensener-, Winterhuder- und Eppendorfer*innen auch bequemer mit ihrem vom Steuerzahler subventionierten Lastenfahrrrad durch Hamburg fahren.

Denn das Programm ist schließlich großzügiger Weise so verfasst, dass auch alle Besserverdienenden davon profitieren. Die Grünen wissen schon, wie sie ihr Wählerklientel verwöhnen müssen. Schon etwas unverständlich, aber nachvollziehbar, warum es keine Einkommensgrenzen gibt. Die Folge, Arbeiterhaushalte in Billstedt oder Neuwiedenthal subventionieren gut situierte Doppelverdiener im Öffentlichen Dienst in Ottensen, Eimsbüttel oder Winterhude. Das ist gelebte soziale Gerechtigkeit.

Im Zuge der Unterschriftübergabeganb es von 10 – 16 Uhr auf der Reeperbahn einen Pop up Radweg auf beiden Seiten der sündigsten Meile der Welt. Denn der ADFC findet, das hier die Lage besonders katastrophal ist.

Cloud Wünsche Straßen für pop up Radwege in Hamburg
Cloud mit Wünschen wo Pop up Radwege in Hamburg eingerichtet werden sollen
(Abb) ADFC HH

Die ADFC-Pop up Radwege Wunschliste

Ganz oben auf der ADFC-Wunschliste stehen die Straßen An der Alster, Reeperbahn und Wandsbeker Chaussee. Dazu kommt auch der Ring 2, die Winsener Straße und der Ahrensburger Straße.

Der Hintergrund die Hamburger Regierungsparteien SPD und Grüne haben den Bau von drei Pop-up-Radwegen vereinbart. Bis jetzt wurde er nur in der Straße Beim Schlump realisiert.

Was noch völlig offen ist, wie schafft es die Stadt den Autoverkehr wirklich zu reduzieren? Wann sind endleich leistungsfähigen Velorouten, die auch ins Umland führen, fertig? Wann gibt es Car Sharing auch in den Vororten? Wieso werden die innenstädtischen Wohngebiete besser versorgt?

Wer die Petition zeichnen möchte kann das hier: www.change.org/pop-up-radweg-hamburg

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